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Billie Eilish accepts the award for best new artist at the 62nd annual Grammy Awards on Jan. 26, 2020, in Los Angeles.
Matt Sayles/Invision/AP
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Billie Eilish und andere Megastars erinnern die G7-Staaten eindringlich an ihre Verantwortung


Warum das wichtig ist
Allen Ländern Zugang zu Impfstoffen zu gewähren, beendet die Pandemie am schnellsten. So kann sich die Welt gemeinsam erholen und wichtige Schritte auf dem Weg zur Erreichung der Global Goals gehen. Aktuell wird dies durch reiche Länder, die Impfstoffe horten, verhindert. Das Global Goal 3 der Vereinten Nationen (UN) zielt darauf ab, dass jeder Mensch Zugang zu Gesundheitsdiensten erhält und sein Wohlergehen gefördert wird. Hier kannst du dich an deutsche Entscheidungsträger*innen wenden und mehr Impfgerechtigkeit fordern.

Billie Eilish, David Beckham, Claudia Fischer und Orlando Bloom – wenn solche Megastars zusammenkommen, muss es bedeutsam sein. Direkt vor dem G7-Gipfel fordern sie die Staats- und Regierungschef*innen zu dringendem Handeln auf. Sie machen deutlich: Überschüssige Impfstoffe müssen so schnell wie möglich an Länder mit niedrigem Einkommen abgegeben werden.

David Beckham: "Die Pandemie wird nirgendwo vorbei sein, bis sie überall vorbei ist"

Konkret fordern sie die Staats- und Regierungschef*innen auf, bis August 20 Prozent ihrer überschüssigen Impfstoffe zu abzugeben (ungefähr 150 Millionen Dosen). Dazu haben die Stars einen offenen Brief des internationalen Kinderhilfswerks UNICEF unterzeichnet, der sich im Vorfeld des G7-Gipfels in England an die dortigen Entscheidungsträger*innen wendet.

Neben Eilish, Beckham, Schiffer und Bloom gehören auch unsere Vax Live-Moderatorin Selena Gomez, Global Citizen-Botschafterin Priyanka Chopra Jonas und Global Goal: Unite for Our Future-Star Olivia Colman zu den Unterzeichner*innen des Briefes. Auch Katy Perry, Andy Murray, Ewan McGregor, Liam Payne, Gemma Chan, Whoopi Goldberg, Chris Hoy, Liam Neeson, Sergio Ramos, P!nk und andere schlossen sich der Aktion an.

In dem Brief von UNICEF heißt es, dass die Organisation bereits Impfstoffe vor Ort bereitstellt und dabei mit der Impfinitiative COVAX zusammenarbeitet. Doch allein für die Deckung kurzfristiger Bedarfe würden dringend 190 Millionen Dosen benötigt.

"Der G7-Gipfel an diesem Wochenende ist eine wichtige Gelegenheit, sich auf Maßnahmen zu einigen, die Impfstoffe schnell dorthin bringen, wo sie am dringendsten gebraucht werden", heißt es in dem Brief an die Staats- und Regierungschef*innen. "Die Hoffnungen der Welt ruhen auf Ihren Schultern. Gemeinsam müssen Sie sich dieser Herausforderung stellen. Lassen Sie uns eine gesündere, fröhlichere und gerechtere Zukunft für jedes Kind und für alle Menschen aufbauen."

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Eine Tragödie abwenden – Impfstoffe ab sofort übersenden

Auch Global Citizen fordert, sofort mit der gerechten Verteilung der Impfstoffe zu beginnen. So wird sichergestellt, dass es einen stetigen Nachschub gibt, ohne die Gesundheitssysteme in den jeweiligen Ländern zu überlasten und Impfstoffe verloren gehen. 

"Länder mit niedrigem Einkommen brauchen einen stetigen Nachschub, den sie so schnell wie möglich für ihr Gesundheitspersonal einsetzen können", sagt Lily Caprani, die bei UNICEF für Impfstoffe zuständig ist. Gerade diese Personengruppe benötigt zur Eindämmung der Pandemie einen zügigen Schutz durch Impfungen.

"Werden all diese Impfstoffe bis zur Weihnachtszeit aufbewahrt, sind die Empfängerstaaten nicht in der Lage, sie auf einmal zu nutzen. So laufen wir Gefahr, sie am Ende zu vergeuden", fuhr sie fort. "Das wäre eine Tragödie."

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In dem offenen Brief an die Staats- und Regierungschef*innen der G7-Staaten heißt es, die Impfstoffabgaben könnten "ohne wesentliche Verzögerungen der eigenen Impfkampagnen" erfolgen. 

Bundeskanzlerin Merkel stellt klar: Die Pandemie kann man nur gemeinsam bekämpfen

Mit einem Meinungsbeitrag in der Financial Times verdeutlichen die drei Regierungschef*innen von Deutschland, Kanada und Norwegen, wie wichtig die Zusammenarbeit aller G7- und G20-Staaten für das Ende der Pandemie ist. Gemeinsam mit Erna Solberg und Justin Trudeau fordert Bundeskanzlerin Merkel alle beteiligten Staaten auf, ihren finanziellen Anteil beizutragen, um über den ACT-Accelerator Impfungen, Tests und Behandlungen bereitzustellen. “Covid-19 im Alleingang bekämpfen und möglicherweise verlieren oder gemeinsam kämpfen und gewinnen” – das wäre die Wahl für alle großen Staaten. 

Schon vor dem Meinungsbeitrag der drei genannten Staaten und dem offenen Brief von UNICEF und den Megastars wurde am vergangenen Montag ein Brief von mehr als 100 ehemaligen Premierminister*innen, Präsident*innen und Außenminister*innen veröffentlicht. Darin fordern unter anderem die ehemaligen britischen Premierminister Gordon Brown und Tony Blair, sowie Ban-Ki Moon, ehemaliger UN-Generalsekretär, die Finanzierungslücke beim ACT-Accelerator von 66 Milliarden Dollar (rund 54 Milliarden Euro) zu schließen. Hier sehen sie vor allem die reichen Staaten in der Verantwortung.

Brown bezeichnete den in dem Brief dargelegten Plan als "die beste Versicherungspolice der Welt.” Sofortige Maßnahmen könnten bis 2025 neun Billionen Dollar (rund 7,4 Billionen Euro) an Kosten einsparen, die durch fehlende Impfungen auftreten würden. 

Global Citizen fordert die Staats- und Regierungschef*innen der G7-Staaten auf, bis September mindestens eine Milliarde Impfdosen an Länder mit niedrigem Einkommen zu verteilen. Bis Ende des Jahres soll dies auf zwei Milliarden Dosen ausgeweitet werden. Schließe dich der Kampagne an und fordere mit einem Tweet die Staats- und Regierungschef*innen auf, schnell zu handeln.