Als Global Citizens sind wir Teil der Veränderung hin zu einer gerechten und nachhaltigen Welt. Wenn du bei uns aktiv wirst, setzt du dich für Millionen von Menschen auf der ganzen Welt ein, die keinen Zugang zu den grundlegendsten Bedürfnissen wie Nahrung, Bildung, Bürger*innenrechten und vielem mehr haben.

Bei Global Citizen setzen wir uns für das Ende extremer Armut ein, indem wir sicherstellen, dass die von Entscheidungsträger*innen gemachten Zusagen an die Organisationen weitergeleitet werden, die sich für Gleichberechtigung und Gerechtigkeit einsetzen. Das Global Citizen Impact Team verfolgt die Einhaltung der Zusagen, indem es die Verpflichteten zur Rechenschaft zieht und sich bei den Begünstigten erkundigt – jeden Tag.

Zusätzlich zu unseren regelmäßig veröffentlichten Berichten werden wir dir ab jetzt eine monatliche Zusammenfassung unserer politischen Arbeit präsentieren.

Juli 2022

'Girls Not Brides' dehnt Schutz auf Lateinamerika und die Karibik aus

Global Citizen startete die #SheIsEqual Kampagne 2018 bei einer Veranstaltung, die wir gemeinsam mit den Europäischen Entwicklungstagen in Brüssel ausrichteten. Das Land Luxemburg hat der Organisation Girls Not Brides, einem weltweiten Zusammenschluss von zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich für die Abschaffung von Kinderheirat einsetzen und Mädchen die Möglichkeit geben, ihr volles Potenzial auszuschöpfen, 400.000 US-Dollar (rund 390.000 Euro) zugesagt.

Die Zusage aus Luxemburg hat dazu beigetragen, dass Girls Not Brides seine Projekte in Lateinamerika und der Karibik ausweiten konnte. Die Initiative trägt dazu bei, die Rechte von Kindern auf der ganzen Welt zu schützen, um Kinderheirat und weibliche Genitalverstümmelung zu beenden. Die Organisation hat zudem das Child Marriage Research to Action Network (CRANK) zusammen mit dem UNFPA-UNICEF Global Program to Accelerate Action to End Child Marriage ins Leben gerufen, um über die Problematik aufzuklären. 

Fortschritte bei der Strafrechtsreform in den Vereinigten Staaten

Das Softwareunternehmen SAP hat die bei Global Goal: Unite for Our Future zugesagten 2,1 Millionen US-Dollar (rund zwei Millionen Euro) für Initiativen zur Förderung von Gleichberechtigung ausgezahlt. Durch die Mittel wurden  Partnerorganisationen wie Acumen, Pyxera, Jobs for the Future und die Equal Justice Initiative unterstützt.

Die Equal Justice Initiative konnte so ihre Arbeit in den gesamten USA fortsetzen, um die Reform des Strafrechtssystems voranzutreiben, die missbräuchliche Bestrafung von Kindern in Haft zu beenden, sich für Reformen bei der Strafzumessung und den Haftbedingungen einzusetzen und auf die Notwendigkeit aufmerksam zu machen, Rassismus zu bekämpfen.

Folgende Initiativen wurden ebenfalls unterstützt: Das Skill Immersion Lab, der Acumen Emergency Fund, der COVID-19 weltweit bekämpft und das Programm Pro Bono for Economic Equity, das von schwarzen Menschen geführte Unternehmen mit praktikabler Pro-Bono-Beratung unterstützt und SAP-Mitarbeitende darauf vorbereitet, Botschafter*innen für Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion und integrative Führungskräfte zu werden.

Neue Finanzmittel für landwirtschaftliche Innovationen zur Armutsbekämpfung

Wie bei Global Citizen Live im Jahr 2021 bekannt gegeben wurde, erneuern die Niederlande ihre Investitionen in CGIAR, das weltweit größte globale landwirtschaftliche Innovationsnetzwerk, das sich der Armutsbekämpfung, der Verbesserung der Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit und dem Schutz natürlicher Ressourcen widmet.

Die Niederlande haben in diesem Jahr bereits 20,5 Millionen US-Dollar (rund 20 Millionen Euro) ausgezahlt, weitere Beiträge sind geplant. Auch Belgien und die Europäische Kommission haben während der Veranstaltung Zusagen für CGIAR gemacht und sind dabei, ihre Mittel auszuzahlen. Spanien zahlte außerdem fünf Millionen Euro an das Global Agriculture and Food Security Program (GAFSP) aus, eine multilaterale Finanzierungsplattform zur Verbesserung der Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit in den ärmsten Ländern der Welt.

Global Citizens ergreifen Maßnahmen zum Schutz einer kleinen Atlantikinsel

Ascension Island ist das am zweithäufigsten besiedelte Brutgebiet der Grünen Meeresschildkröte im Atlantischen Ozean. Doch Überfischung, die Klimakrise und Meeresverschmutzung sind nur einige der Faktoren, die die gefährdete Grüne Meeresschildkröte auf ihrem Weg zu diesem abgelegenen Schutzgebiet bedrohen.

Am 8. Juni, dem Welttag der Ozeane, feierte Global Citizen die vollständige Auszahlung einer Zusage vom Vereinigten Königreich und der Blue Marine Foundation aus dem Jahr 2016. Hierbei ging es um die Unterstützung der Kampagne der Great British Oceans Coalition, die sich für den Schutz der Gewässer der Insel Ascension und der 6,8 Millionen Quadratkilometer großen Hoheitsgewässer einsetzt.

Blue Marine und die Great British Oceans Coalition arbeiteten mit der Regierung der Insel Ascension und der britischen Regierung zusammen, um das zweitgrößte Meeresschutzgebiet im Atlantik zu schützen – dort ist die Zerstörung natürlicher Ressourcen vollständig verboten. Diese Zusage trägt nun dazu bei, Ascension Island zu einem Zufluchtsort für die Grüne Meeresschildkröte und andere seltene und wertvolle Meeresbewohner zu machen.

Sanitäre Einrichtungen und Gesundheitsversorgung für Millionen von Schüler*innen in ganz Indien

Yuva Unstoppable ist eine gemeinnützige Organisation in Indien, die mit Hilfe von Unternehmensgeldern auf der Bühne des Global Citizen Festivals zugesagt hat, 400.000 weitere Schüler*innen mit verbesserten Hygiene- und Sanitäreinrichtungen in Schulen im ganzen Land zu unterstützen. Die Organisation musste ihre Projekte auch an die COVID-19-Pandemie anpassen und hat Schüler*innen mit Gesundheits-, Ernährungs- und Impfkampagnen geholfen.

Mexiko arbeitet weiter an der Beseitigung geschlechtsspezifischer Gewalt

Beim Global Citizen Festival 2019 in New York City verkündete die Künstlerin und Aktivistin Becky G gemeinsam mit der mexikanischen Vizeministerin für multilaterale Angelegenheiten und Menschenrechte Martha Delgado Peralta das neue Programm für feministische Außenpolitik des Landes, das mit der Global Citizen Kampagne #SheIsEqual zusammenarbeitete. Während die Regierung die Herausforderungen anerkennt, denen sich Mexiko in Bezug auf die Gleichstellung der Geschlechter gegenübersieht, sind in den drei Jahren seit dem Festival Fortschritte bei dieser Verpflichtung zu verzeichnen.

So war Mexiko 2021 Mitveranstalter des Generation Equality Forums in Mexiko-Stadt und rief zu weitgreifenden Maßnahmen und Rechenschaftspflichten im Bereich der Geschlechtergerechtigkeit auf. Frauenrechtsaktivismus, feministische Solidarität und die Jugend wurden hier gefördert, um einen transformativen Wandel zu erreichen.

Mexiko war auch auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP26) in Glasgow im Jahr 2021 präsent und forderte Maßnahmen gegen die Klimakrise, für die Rechte der Frauen und mehr.

Die mexikanische Regierung unterstützte außerdem die Ausarbeitung eines Aktionsplans zur Gleichstellung der Geschlechter während der laufenden Verhandlungen über das globale Rahmenwerk zur biologischen Vielfalt für die Zeit nach 2020. Darüber hinaus förderte das mexikanische Außenministerium die Unterzeichnung von zwei Abkommen zur Beseitigung geschlechtsspezifischer Gewalt.

Die zweite dieser Vereinbarungen wurde im Mai 2021 von den zehn mexikanischen Konsulaten in Kalifornien und der Kommission für den Status von Frauen und Mädchen in Kalifornien unterzeichnet. Sie sollen zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt beitragen.

Wir werden die Staats- und Regierungschef*innen weiterhin zur Verantwortung ziehen und die Auszahlungen ihrer versprochenen Mittel ganz genau unter die Lupe nehmen. Doch der Weg zur Erreichung der Global Goals der Vereinten Nationen (UN) ist noch sehr weit – werde mit uns aktiv, denn jede Aktion zählt. Besuche unsere Website oder lade die Global Citizen App herunter und werde Teil unserer weltweiten Community, die sich für die Menschen auf der ganzen Welt einsetzt.

Impact

Gerechtigkeit fordern

Die Wirkung von Global Citizen: Das haben wir im Juli 2022 erreicht

Ein Beitrag von Camille May