Das sind die 10 Aktivist*innen, die am Global Citizen Fellowship 2020 teilnehmen

Autor: Lerato Mogoatlhe

Warum das wichtig ist
In Zusammenarbeit mit der BeyGOOD-Initiative unterstützt das Global Citizen Fellowship junge Menschen in Südafrika dabei, ihre Zukunft selbst zu gestalten. Im Rahmen des einjährigen Fellowships machen sich die Teilnehmer*innen für die Themen stark, die ihnen besonders am Herzen liegen und setzen Projekte in ihren Gemeinden um. Schließ dich ihrem Vorbild an und werde hier mit uns aktiv.

Es war ein unvergesslicher Abend, an dem alles begann: Im Dezember 2018 kamen beim Global Citizen Festival: Mandela 100 in Johannesburg, Südafrika, Menschen zusammen, um sich für eine bessere Zukunft einzusetzen. Hier wurde auch der Grundstein für das Global Citizen Fellowship in Zusammenarbeit mit der BeyGOOD-Initiative gelegt.

Als Inspiration für das Fellowship dient niemand geringeres als der Visionär und Menschenrechtler Nelson Mandela. Nach seinem Vorbild ist das einmalige Programm auf junge Menschen ausgerichtet, die mit ihren Ideen positive Veränderungen in ihren Gemeinden hervorrufen möchten.

Die jungen Stipendiat*innen werden während des einjährigen Fellowships von dem Global Citizen Team in Südafrika begleitet. Hier erhalten sie die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen der Kampagnenorganisation zu werfen und erlernen Grundkenntnisse in Sachen Marketing, Kampagnenarbeit und dem Schreiben von Artikeln.

"Bei allem, was in unserer Welt passiert, ist die Ausbildung, Stärkung und Arbeitsvermittlung unserer Jugend entscheidend. Nur so können sie ihre Stimme nutzen und positiven Einfluss nehmen, der nachhaltigen Wandel erzeugt", sagt Ivy McGregor, Direktorin für soziale Verantwortung bei Parkwood Entertainment. Seit 2017 leitet McGregor die BeyGOOD-Initiative von Beyoncé.

McGregor fügt hinzu: "Das Modell, das BeyGOOD im Rahmen des Fellowship-Programms in Partnerschaft mit Global Citizen entwickelt hat, ist zu einem Leitfaden für nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung geworden. Wir sind stolz darauf, die Stipendiat*innen für das Jahr 2020 willkommen zu heißen. Sie treten das Fellowship in einer so wichtigen Zeit an, in der es auf dynamische Lösungsansätze und übergreifende Erfolge ankommt.”

Im Rahmen des Fellowships wird jede*r Stipendiat*in durch führende Persönlichkeiten aus der Unterhaltungsbranche, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft persönlich betreut. Zudem werden zahlreiche Workshops und Exkursionen rund um die Themen Kampagnenleitung, Projektentwicklung und dem Gemeinwohl angeboten. So soll nach dem erfolgreichen Abschluss des Fellowships jede*r Teilnehmende dazu befähigt sein, das eigene Potenzial voll auszuschöpfen und einen positiven Wandel an- und einzuleiten.

Deshalb sind wir mehr als stolz, euch hier die zehn großartigen Stipendiat*innen des Global Citizen Fellowships 2020 vorzustellen.

1. Charity Chibwe


Charity Chibwe ist davon überzeugt, dass der Aufbau einer globalen aktiven Gemeinschaft der Schlüssel zur Beendigung extremer Armut ist – eine Mission, für die sie sich leidenschaftlich einsetzt. Die 24-jährige Chibwe lebt in dem Wohngebiet Ivory Park in Tembisa, einer Stadt im Nordosten von Johannesburg in der südafrikanischen Provinz Gauteng. Sie möchte das Global Citizen Fellowship nutzen, um die Fähigkeiten zu erlernen, junge Menschen in ihrer Gemeinde wirtschaftlich zu stärken.

"Ich möchte gerne meine eigene Chefin werden, ein erfolgreiches Unternehmen leiten und Perspektiven schaffen, die jungen Menschen zugute kommen", so Chibwe über ihre Motivation für das Fellowship.

2. Aaron Rakhetsi


Der in der südafrikanischen Ortschaft Mamelodi in der Provinz Gauteng geborene Aaron Rakhetsi bewarb sich beim Fellowship, weil er seinen digitalen Aktivismus in gemeinnützige Arbeit umsetzen möchte. Er interessiert sich besonders für Themen wie Citizenship, Gesundheit, Bildung, Frauen und Mädchen sowie Ernährung und Hunger.

"Ich bin leidenschaftlich an Bildung interessiert, weil ich die Bedeutung, die diese für das einzelne Leben einnimmt, gut kenne. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wegen des finanziellen Hintergrunds auf ein Universitätsstudium zu verzichten und ich möchte nicht, dass andere diese Erfahrung auch machen müssen", erklärt Rakhetsi.

Er fügt hinzu: "Ich glaube an die Gleichberechtigung der Geschlechter und bin der Meinung, dass Frauen und Mädchen die gleichen Chancen wie Männer erhalten und gleichberechtigt behandelt werden sollten."

3. Zamokhule Ndwandwe


"Allein die Tatsache, dass ich ausgewählt wurde, um die Welt positiv zu verändern, spornt mich an, mein Bestes zu geben, um mich mit den Problemen in der Welt auseinanderzusetzen", sagt die 24-jährige Zamokhule Ndwandwe über ihre Teilnahme am Global Citizen Fellowship.

Ndwandwe stammt aus San Reno in der südafrikanische Provinz Westkap. Ihr Ziel, geschlechtsspezifische Gewalt zu beenden, beruht auf persönlicher Erfahrung.

"2019 wurde ich Opfer eines Taxiüberfalls. Ich wurde für etwa 15 bis 30 Minuten von Kriminellen entführt, die Geld und Sex von Menschen wollten", erinnert sie sich.

Ndwandwes Entführer klauten “nur” ihre Sachen, aber für viele Mädchen und Frauen in Südafrika endet ein solcher Überfall in einer Tragödie. Dieser Vorfall hat Ndwandwes in ihrer Entschlossenheit, geschlechtsspezifische Gewalt zu bekämpfen, bestärkt.

Sie sagt: "Mein Land macht gerade eine sehr schwierige Zeit durch, die ich als Völkermord an Frauen und Kindern bezeichnen würde, und ich würde mich gerne mit anderen Führungspersönlichkeiten aus anderen Ländern austauschen, die vielleicht Ratschläge geben können, wie wir diese schreckliche Entwicklung aufhalten können.”

4. Hope Moloi


Die 22-jährige Hope Moloi aus Alexandra in Gauteng bewarb sich für das Fellowship, um zu lernen, wie sie Aktivitäten zur Unterstützung von Mädchen und Frauen in ihrer Gemeinde anleiten kann. Dabei liegt ihr das Thema Menstruationsgesundheit besonders am Herzen.

"Mädchen verpassen die Schule, weil sie keine Binden haben, was sich negativ auf ihre Bildung auswirkt. Wenn wir Mädchen Binden geben, sorgen wir auch dafür, dass sie in der Schule bleiben", sagt Moloi.
Sie fügt hinzu: "Jeder Mensch hat ein Recht auf Bildung. Bildung ist wichtig und kann das Leben verändern, um erfolgreich zu sein".

5. Nomthandazo Xaba


Nomthandazo Xaba kommt aus dem Township Soweto, Johannesburg, und wurde bereits viele Male bei Global Citizen Kampagnen für die Themen aktiv, die sie bewegen. Dazu zählt vor allem die Ursachenbekämpfung von Armut und systemischer Ungleichheit. Mit ihrer Bewerbung beim Fellowship verlieh sie ihrem Wunsch, mehr tun zu wollen, Ausdruck.

"Ich wollte schon immer einen Weg finden, etwas zurückzugeben. Und auch wenn die Aktionen, die ich bei Global Citizen machen kann, [wirkungsvoll] sind, möchte ich auch weitere Wege finden, um auf die Beendigung extremer Armut hinzuarbeiten", sagt sie.

Die 25-jährige Xaba engagiert sich leidenschaftlich für Bildung und glaubt, dass junge Mädchen, die in ihrer Bildung unterstützt werden, die Führungspersönlichkeiten der Zukunft sind.

6. Letshego Morake


"Ich wollte Teil des Fellowship-Programms sein, weil ich andere stärken sowie Bildung und Gleichberechtigung in meiner Stadt fördern möchte", sagt Letshego Morake, 23.

Morake stammt aus Heuvel in Thaba-Nchu, einer Stadt in der südafrikanischen Provinz Freistaat, wo es an Möglichkeiten und Perspektiven für junge Menschen fehlt.

Deshalb möchte Morake sich weiterbilden, um anderen jungen Menschen zu helfen, Zugang zu Bildung zu finden. "Ich möchte dazu beitragen, Veränderungen voranzubringen, zumal ich ein großer Fan von Beyoncé [der Gründerin der BeyGOOD-Initiative] bin. Sie inspiriert mich in vielerlei Hinsicht und hat definitiv einen sehr großen Einfluss auf meine Entwicklung gehabt."

Er fügt hinzu: "Ich möchte den Menschen eine Stimme verleihen, die sich nicht trauen, Kampagnen und Aktionen durchzuführen, |ich möchte] die sozialen Medien nutzen, um ein Bewusstsein dafür zu schaffen und das Leben derer verbessern, die nicht für sich selbst einstehen können, weil sie Angst davor haben.”

7. Lerato Tsolo


Aufgewachsen in Sebokeng, einem benachteiligten Township im Süden von Gauteng, wusste Tsolo bereits früh, dass ihre Aufgabe darin besteht, andere Leben positiv zu beeinflussen und zu verändern.

Die 24-Jährige ist davon überzeugt, dass Südafrika vor dem steht, was sie als "dreifache Herausforderung aus Armut, Ungleichheit und Arbeitslosigkeit" beschreibt. Sie möchte ihr Jahr als Global Citizen Stipendiatin nutzen, um mehr über den universellen Zugang zu Bildung, insbesondere über das öffentliche Schulsystem, zu lernen.

"[Zurzeit] lässt das öffentliche Schulsystem diejenigen im Stich, die es durchlaufen", sagt sie. "Aus Erfahrung und Beobachtung habe ich gelernt, dass das System Kinder zum Scheitern verurteilt; daher bedarf es einer radikalen Veränderung.”

8. Sengie Shabalala


Sengie Shabalala, 22, glaubt, dass die Beendigung von Ungleichheit und extremer Armut ein Ziel ist, nach dem wir alle streben sollten. "Das südafrikanische Sprichwort ‘umuntu ngumuntu ngabantu’ ruft uns alle zur Zusammenarbeit auf", sagt sie. Das Sprichwort ist ein Appell an jede*n von uns, sich für das Wohlergehen anderer Menschen verantwortlich zu fühlen. Shabala ist in der Stadt Benoni in Gauteng aufgewachsen und möchte ihre Gemeinden dazu ermutigen, Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt zu ergreifen.

"Als Frau betrifft mich geschlechtsspezifische Gewalt und viele leben mit der Angst [vor der Möglichkeit, diese Gewalt zu erleben]. Also beschloss ich, in meiner Gemeinde aktiv zu werden und das Bewusstsein dafür zu schärfen", sagt sie.

9. Buhle Dlulane


Buhle Dlulane aus dem südafrikanischen Soweto ist entschlossen, die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern zu bekämpfen, indem sie Mädchen und Frauen in ihrer Gemeinde fördert. "[Dies] entspringt meiner Leidenschaft für die Gleichstellung der Geschlechter und für Wirtschaft. Ich glaube, dass Frauen gleichberechtigt und effektiv die Wirtschaft beeinflussen können, vom offiziellen bis zum informellen Sektor", so Dlulane über ihre Motivation.

Sie fügt hinzu: "Ich glaube, dass Frauen, die ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen, dazu befähigt sind, ihr Leben zu verbessern, seltener zu missbräuchlichen Beziehungen neigen und die Macht haben, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, ohne dass ihnen jemand reinredet.”

Dlulane, die 21 Jahre alt ist, sagt, dass die Gleichstellung der Geschlechter eine entscheidende Rolle bei der Beendigung extremer Armut spielt. Denn wenn Frauen die Möglichkeit haben, aufzusteigen, kommt das ihren Familien und Gemeinschaften ebenfalls zugute.

10. Ntombizodwa Lephuma


Ntombizodwa Lephuma ist 24 Jahre alt und kommt aus der Stadt Centurion in Gauteng. Lephuma ist Sprachwissenschaftlerin und möchte ihren Master in Pädagogik machen.

"Ich möchte jungen Mädchen beibringen, welche Macht Bildung hat und wie sie uns dazu befähigen kann, bessere Geschäftsfrauen werden", sagt sie. Lephuma möchte die nächste Generationen von Mädchen dabei unterstützen, ihre Zukunft zu gestalten und damit ihre Gemeinden voranzubringen.