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Menschen, die mehr über die wichtigsten Angelegenheiten dieser Welt erfahren und aktiv werden wollen. Dein Einsatz kann extremer Armut ein Ende setzen.

Gulshan Khan for Global Citizen
WirkungCitizenship

Ein Jahr nach dem Global Citizen Festival Mandela 100: So verändert dein Einsatz Leben

Warum das wichtig ist:
Für Nelson Mandela zählten extreme Armut und Ungleichheit zu den größten Ungerechtigkeiten unserer Zeit. Deshalb forderte er Regierungschefs, Gemeinden und jede*n Einzelne*n auf, sich im Kampf gegen Armut und soziale Ungerechtigkeit zusammenzuschließen. Global Citizen hat den 100. Geburtstag des verstorbenen Menschenrechtsaktivisten zum Anlass genommen, das Global Citizen Festival: Mandela 100 zu veranstalten. Im Rahmen der Kampagne haben wir uns mit Global Citizens weltweit für Geschlechtergerechtigkeit, Kinderrechte, Bildung, Gesundheit und andere Menschenrechte eingesetzt. Werde hier Teil unserer Bewegung.

Am 2. Dezember 2018 – dem Jahr, in dem Nelson Mandela 100 Jahre alt geworden wäre  – kamen  Aktivist*innen, Staatsoberhäupter, Wirtschaftsführer*innen, Diplomat*innen und über 70.000 Global Citizens in Johannesburg, Südafrika, zusammen. Gemeinsam erlebten sie musikalische Highlights, bewegende Reden – und politische Zusagen in Milliardenhöhe.

Mit dabei waren Künstler*innen wie Beyoncé, JAY-Z, Cassper Nyovest, D'banj, Ed Sheeran, Eddie Vedder, Femi Kuti, Pharrell Williams, Chris Martin, Sho Madjozi, Tiwa Savage, Usher, Wizkid und Black Coffee. Die Tickets zum Festival konnte man nicht kaufen, sondern mit sozialem Engagement verdienen – und zwar durch die Teilnahme an Online- und Offline-Aktionen zur Beendigung extremer Armut und der Erreichung der Global Goals der Vereinten Nationen.

Während der #BeTheGeneration-Kampagne im Vorfeld des Festivals wurden mehr als 400.000 Menschen aus ganz Afrika mit Global Citizen aktiv.

In konkreten Zahlen, die uns heute noch sprachlos machen, wurden diese Menschen mehr als 5,56 Millionen Mal aktiv. Davon wurden über 5,2 Millionen Aktionen allein im Gastgeberland Südafrika durchgeführt.

mandela100_mainentrance_mpumelelomacuforglobalcitizen-4.jpg__2100x1400_q85_crop_subject_location-1050,700_subsampling-2_upscale.jpgEin Blick auf das FNB Stadion kurz vor der Eröffnung vom Global Citizen Festival: Mandela 100 am 2.Dezember 2018 in Johannesburg, Südafrika. Bild: Mpumelelo Macu für Global Citizen

So nahmen Global Citizens etwa an HIV-Tests teil oder forderten die Regierung Südafrikas per E-Mail dazu auf, in Menstruationshygiene und den Zugang zu Hygieneprodukten zu investieren, sowie sichere Toiletten in Schulen zu errichten. Oder sie sendeten einen Tweet an die Regierung Madagaskars, Südafrikas und Simbabwes mit der Aufforderung, in die Ernährungssicherung von Kindern zu investieren und forderten die G20-Staaten auf, Ernährung, Gesundheit, Hygiene, Gleichberechtigung und Bildung zu priorisieren, um eine gerechtere Welt für alle zu schaffen.

Kurz gesagt: Sie machten ordentlich Druck und sorgten so dafür, Regierungschefs und Führungskräfte aus der ganzen Welt auf die Festivalbühne zu holen. Insgesamt wurden im Rahmen der Kampagne 60 Ankündigungen und Zusagen gemacht, die dazu beitragen, die Global Goals zu erreichen und extreme Armut zu beenden. Diese Ansagen haben einen Wert von insgesamt 7,3 Milliarden US-Dollar (rund 6,6 Millionen Euro).

Von diesem Gesamtbetrag sollten 3,8 Milliarden US-Dollar (54 Milliarden südafrikanische Rand) insbesondere dazu dienen, das Leben von mehr als 6,2 Millionen Südafrikaner*innen zu verbessern. Die übrigen 3,4 Milliarden US-Dollar sollen den am stärksten gefährdeten Menschen in ganz Afrika – darunter Botswana, Ghana, Mosambik, Namibia, Nigeria und dem Südsudan– sowie Menschen im Nahen Osten und Asien zugute zu kommen.

An diesem gewaltigen Erfolg hatten die Kampagnen von Global Citizen und der Einsatz von Global Citizens einen großen Anteil – konkret kamen so 44 Ankündigungen mit einem Wert von 3,7 Milliarden US-Dollar (rund 3,34 Milliarden Euro) zustande. Die verbleibenden 3,5 Milliarden US-Dollar (rund 3,2 Milliarden Euro) haben unsere Partnern auf Global Citizen Plattformen verkündet, darin eingeschlossen sind das Festival, weitere Global Citizens Events und unsere digitalen Kanäle.

Mit diesem Geld können Maßnahmen umgesetzt werden, um das Leben von über 121 Millionen Menschen zu verbessern.

Ein Jahr nach dem Global Citizen Festival: Mandela 100 ist es an der Zeit, die Umsetzung der Ankündigungen zu überprüfen. Schon einmal vorweg eine Gesamtsumme: Über 2,5 Milliarden US-Dollar (rund 2,3 Milliarden Euro) wurden bis dato in Südafrika und der Welt bereitgestellt  oder ausgezahlt.

So konnten bisher über 55 Millionen Menschen erreicht und mit lebenswichtigen Maßnahmen wie Impfungen, dem Schutz vor Malaria und vernachlässigten Tropenkrankheiten (NTDs) und antiretrovirale Medikamenten, sowie mit dem Zugang zu Bildung und Schulmaterialien, Nahrung und vielem mehr versorgt werden.

Das bedeutet, dass bisher etwa 35,2 Prozent der gemachten Ankündigungen erfolgreich umgesetzt wurden. Der Großteil der Zusagen befindet sich zudem auf dem besten Weg, im gesetzten Zeitplan eingehalten zu werden.

ramaphosa_2_wide.png__1620x1080_q85_crop_subject_location-810,540_subsampling-2_upscale.pngPräsident Ramaphosa auf unserer Bühne beim Global Citizen Festival: Mandela 100 im FNB Stadion, Johannesburg, Südafrika. Bild: Global Citizen

Uns ist es ein großes Anliegen, die Zusagen und Ankündigungen von Staatsoberhäuptern und Führungskräften zu überprüfen.

Deshalb verfolgt Global Citizen die Umsetzung dieser Zusagen ganz genau, beobachtet die Fortschritte und erinnert an die Verpflichtungen und Ziele.

Heute, am ersten Jahrestag von Global Citizen Festival: Mandela 100, möchten wir daher einen genaueren Blick auf zehn Ankündigungen werfen und überprüfen, welche Gelder bereits ausgezahlt wurden und was noch getan werden muss, damit jede einzelne dieser Zusagen auch in die Tat umgesetzt wird.


1. HIV/AIDS

Der Globale Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria hat 369 Millionen US-Dollar (334,72 Euro) zugesagt, um Initiativen zur HIV- und Tuberkulosebekämpfung in Südafrika über die nächsten drei Jahre zu unterstützen.  

Seit April 2019 wurden bereits 39,5 Millionen US-Dollar eingesetzt – das restliche Geld soll bis März 2022 genutzt werden.

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Eine weitere Zusage zur Bekämpfung von HIV/AIDS kam von der US-Regierung – genauer gesagt von PEPFAR, kurz für "US President’s Emergency Plan for AIDS Relief". 1,2 Milliarden US-Dollar (rund eine Milliarde Euro) sagte PEPFAR zu, um die südafrikanische Regierung bei ihrem Ziel zu unterstützen, zwischen 2019 und 2020 weitere 2 Millionen Menschen mit HIV zu behandeln.

Der Einsatz von PEPFAR und der südafrikanischen Regierung hat dazu beigetragen, landesweit mehr als 4,7 Millionen Menschen zu erreichen.

2. Nedbank

Die südafrikanische Nedbank hat 5 Millionen südafrikanische Rand (rund 314.000 Euro) für ihre Partnerschaft mit dem Nelson Mandela Children's Fund (NMCF) zugesagt, die bereits an den Fonds übergeben wurden.

Dank dieser finanziellen Zusage konnte der NMCF kommunale Gesundheitshelfer*innen ausbilden und einstellen, die über 16.000 Kinder unter sechs Jahren und mehr als 1.300 schwangere Frauen versorgt haben.

Weitere 813 schwangere Frauen konnten eine Schwangerschaftsvorsorge in Anspruch nehmen und 486 Kinder unter 12 Monaten konnten vollständig geimpft werden. Darüber hinaus wurden fast 5.000 Kinder unter fünf Jahren entwurmt und erhielten die wichtige Vitamin-A-Spritzen.

Das Programm trägt auch dazu bei, die HIV-Übertragung von Mutter zu Kind während der Schwangerschaft zu verhindern. Zudem wurden spezielle Zentren errichtet, in denen sich (werdende) Müttern gegenseitig helfen können.

3. Die Motsepe-Stiftung

Ohne die südafrikanische Motsepe Foundation als Partner wäre das Mandela 100 Festival nicht möglich gewesen. Neben der Unterstützung der gesamten Kampagne im Vorfeld des Festivals hat die Stiftung auch zwei Zusagen auf der Bühne verkündet:

Die erste Zusage in Höhe von 1,4 Milliarden südafrikanische Rand (rund 86,7 Millionen Euro) dient der Verbesserung von Bildung und dem Abbau von Ungleichheit unter Jugendlichen. 2019 wurden bereits 20 Millionen Dollar bereitgestellt, hauptsächlich für Studierende in den Bereichen MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik), Landwirtschaft, Sozialwissenschaften und BWL.

Ein Teil der finanziellen Unterstützung wird zudem Sport-, Musik- und Kunstprogrammen an Gymnasien und Universitäten zugute kommen. Rund 15.000 Schulen werden von den Mitteln profitieren.

Die Motsepe Foundation hat außerdem 3,5 Milliarden südafrikanische Rand (2,2 Millionen Euro) für Landwirtschaftsprojekte zugesagt. Bisher wurden hierfür 50 Millionen US-Dollar bereitgestellt.

4. Vodacom  

Das Telekommunikationsunternehmen Vodacom hat gleich mehrere Investitionen zugesagt.

Die erste Zusage in Höhe von 500 Millionen Rand (31,57 Millionen Euro) soll für die Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt, sowie für den Ausbau von 15 Entwicklungszentren für Kinder in Südafrika über einen Zeitraum von drei Jahren eingesetzt werden. Zudem sollte dieses Geld in die Förderung digitaler Kompetenzen von Lehrer*innen und Schüler*inner fließen.

Zu den wichtigsten Aktualisierungen dieser Verpflichtung gehören:

  • Der Ausbau von sechs Entwicklungszentren für Kleinkinder in den Regionen Ostkap, Limpopo, Westkap, KwaZulu-Natal, Gauteng und Mpumalanga. Diese Arbeiten umfassten die Modernisierung der Infrastruktur, die Verbesserung der Abwasserentsorgung und die Bereitstellung mobiler Bibliotheken
  • Die Einrichtung von Kompetenzzentren an 12 Schulen. Diese Bildungsangebote sollen sich speziell an benachteiligte Gemeinden richten.
  • Der Austausch von Latrinen durch hygienische Sanitäreinrichtungen in einer Kindertagesstätte und einem Gymnasium in KwaZulu-Natal

Die zweite finanzielle Zusage von Vodacom über 3,4 Milliarden US-Dollar (rund 3 Milliarden Euro) soll in den kommenden fünf Jahren ausgezahlt werden. Mit diesem Geld soll die Installation eines Glasfasernetzwerks, sowie der Ausbau von 4G- und 5G-Technologien in Südafrika unterstützt werden. Die Hälfte der Mittel soll bisher benachteiligten Gemeinden zugute kommen. Die Umsetzung dieser Ankündigung verläuft bisher nach Plan.

5. Die südafrikanische Regierung

Bei Mandela 100 hat sich Präsident Cyril Ramaphosa verpflichtet, die Gesundheitsversorgung von Frauen im Bereich Menstruationshygiene zu fördern. Dafür sagte er für 2019 157 Millionen südafrikanische Rand (10 Millionen Euro) für die Aufklärung über Menstruationshygiene und die Bereitstellung von Hygieneprodukten an Schulen zu.

Bisher haben sechs südafrikanische Provinzen dieses Vorhaben umgesetzt – in Ostkap, Limpopo, Westkap, Mpumalanga, KwaZulu-Natal und Nordwest erhalten Mädchen von der 4. bis 12. Klasse an gebührenfreien Schulen bereits Menstruationsaufklärung und kostenlose Hygienebinden.

Nach Angaben der Regierung werden die meisten Provinzen Südafrikas zwischen Oktober und Dezember 2019 mit der Umsetzung der Gesundheitsinitiative beginnen, sodass Anfang nächsten Jahres mehr Details verfügbar sein werden.

In den Tagen vor dem Festival hat die südafrikanische Regierung in Reaktion auf die Kampagnen von Global Citizen und unseren Partnerorganisationen weitere 2,8 Milliarden Rand (rund 178,8 Millionen Euro) für den Bau neuer sanitärer Anlagen bereitgestellt. Bisher verfügen viele Schulen nur über unhygienische Latrinen. Global Citizen geht davon aus, dass die im Haushaltsplan für 2019 bis 2020 festgehaltenen Mittel über mehrere Jahre ausgezahlt werden sollen – einschließlich der Auszahlung von 700 Millionen Rand (43,39 Millionen Euro) für 2019.

Bisher wurden 606 Schulen ausgewählt, an denen im Zeitraum von 2019 bis 2020 neue Toiletten errichtet werden sollen. Eine Schule, die bereits von diesen Maßnahmen profitiert, ist die “Govani Primary School” in Limpopo – hier dürfen sich die Schüler*innen bereits seit Anfang November 2019 über neue sanitäre Einrichtungen freuen.

Damit die bei Mandela 100 angekündigten Mittel für Südafrika auch vollständig ausgezahlt werden, ist es wichtig, dass Global Citizens hier weiterhin aktiv werden und ihre gemeinsame Stimme nutzen, um die Regierung an ihr Versprechen zu erinnern.

6. Ernährungssicherheit

Die deutsche Bundesregierung sagte dem Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) 63 Millionen Euro für die nächsten drei Jahre zu. Davon sind bereits 21,1 Millionen Euro ausgezahlt worden, die 847.000 Menschen zugute gekommen sind.

Weitere Zusagen kamen von der United States African Development Foundation (USADF), die sich verpflichtete, 20 Millionen US-Dollar für landwirtschaftliche Projekte in Kenia, Nigeria, Ruanda und Sambia zu investieren.

Aufgrund mehrerer Personalwechsel bei der USADF erschwert sich die Nachverfolgung dieser Verpflichtungen. In Nigeria lassen sich jedoch bereits Fortschritte erkennen – hier hat die USADF in Kooperation mit dem Bundesstaat Niger im September 2019 ein Projekt initiiert, zu dem beide Projektpartner je rund 4,5 Millionen Euro beisteuern werden. Im Rahmen der Initiative sollen landwirtschaftliche Genossenschaften, Herstellerverbände, sowie kleine und mittlere Unternehmen Fördergelder und technische Hilfe erhalten. Das Projekt hat eine Laufzeit von fünf Jahren.

7. Vernachlässigte Tropenkrankheiten (NTDs)

Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit sind von vernachlässigten Tropenkrankheiten (NTDs) betroffen. Vor allem Menschen, die in Armut leben, sind besonders gefährdet.

Bei Mandela 100 verpflichtete sich Botswana,NTDs bis 2023 auszurotten. In Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Land in sechs Bundesstaaten (Chobe, Jwaneng, Kgalagadi, Lobatse, Mabutsane und Selibe-Phikwe), in denen NTDs endemisch vorkommen, großflächige Immunisierungsaktionen für Kinder durchgeführt.

Sightsavers, eine Nichtregierungsorganisation (NGO), die sich für die Gleichstellung von Menschen mit Sehbehinderungen und weiteren Einschränkungen einsetzt, verkündete bei Mandela 100 den Start seines Accelerate-Programs. Das Projekt setzt sich für die Bekämpfung der ansteckenden Augenkrankheit Trachom ein. Bei Nichtbehandlung kann diese Krankheit sogar zur vollständigen Erblindung führen. Laut Sightsavers läuft die Umsetzung des Programms bisher nach Plan. Die NGO teilte allerdings mit, dass es gerade in Konflikt- und Krisengebieten zu Versorgungsschwierigkeiten kommen könnte.

Seit Beginn des Accelerate-Programs wurden:

  • 8,6 Millionen Menschen mit vorbeugenden Antibiotika versorgt
  • 13.685 Menschen mit fortgeschrittenen Trachom von geschultem Gesundheitspersonal behandelt
  • 69 Chirurg*innen ausgebildet und zertifiziert, um schmerzlindernde Augen-Operationen durchzuführen

Zudem berichte Sightsavers, dass sich die Reichweite des Programms von 12 auf 14 afrikanische Länder erweitert hat.

Eine weitere Ankündigung für diesen Bereich kam durch private Geldgeber und mehrere Organisationen zustande. Gemeinsam spendeten sie 15,5 Millionen US-Dollar (rund 14 Millionen Euro) an den “The END Fund“, der Gelder für die Bekämpfung von NTDs in Afrika sammelt. Diese Mittel sollten bis zum Jahresende 31 Millionen betroffenen Menschen zugute kommen.

Laut aktueller Informationen wurden diese Gelder erfolgreich ausgezahlt und in Form von Präventions- und Therapiemaßnahmen in Ländern wie Äthiopien, Simbabwe, Kenia, Nigeria, der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda umgesetzt.

Die Bill & Melinda Gates Foundation hat bei Mandela 100 17 Millionen US-Dollar (rund 15,35 Millionen Euro) für das Expanded Special Project for Elimination of Neglected Tropical Diseases (ESPEN) bereitgestellt, ein spezielles Programm zur Ausrottung von Tropenkrankheiten. Das Projekt ESPEN wurde von der WHO in Afrika initiiert.

Bisher wurden 10,8 Millionen US-Dollar ausgezahlt. Der genaue Fortschritt bei dieser Zusage wird erst mit Veröffentlichung des ESPEN-Berichts für 2019 überprüft werden können.

8. UNFPA Supplies

UNFPA Supplies ist ein Programm des Weltbevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA). Es ist das weltweit größte Programm, das Familienplanungsdienste zur Verfügung stellt.

Jedes Jahr werden dadurch über 20 Millionen Frauen und Mädchen in den ärmsten Ländern sowie in Konfliktregionen erreicht und dabei unterstützt, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Norwegen hat bis 2020 17,5 Millionen NOK (etwa 1,73 Millionen Euro) für UNFPA Supplies zugesagt – und seine Zusage für diesen Zeitraum damit um mehr als 18 Millionen Euro aufgestockt. Norwegen hat bereits Wort gehalten und die Summe zur Verfügung gestellt. Es wird geschätzt, dass die zusätzlichen Mittel 235.000 Menschen zugute kommen werden.

Auch Dänemark hat aufgestockt: Weitere 50 Millionen DKK (rund 6,69 Millionen Euro) hat das Land für UNFPA Supplies bis Ende 2018 zugesagt. Die Summe wurde bereits an UNFPA Supplies ausgezahlt und wird dafür genutzt, rund 8,7 Millionen ungewollte Schwangerschaften und 2,7 Millionen unsichere Abtreibungen zu verhindern.

Belgien sagte weitere 9,2 Millionen Euro zu und erhöhte damit seine Beiträge für den Zeitraum 2018 bis 2019 an drei gemeinsame Programme von UNICEF und UNFPA: Accelerate Action to End Child Marriage, der SheDecides Support Unit und UNFPA Supplies. Diese Zusagen sind alle auf Kurs.

9. Die Weltbank

Im Rahmen des Global Citizen Festivals Mandela 100 hat die Weltbank zugesagt, für 2019 bis 2020 eine weitere Milliarde Dollar (etwa 907 Millionen Euro) für Humankapital-Projekte in Afrika auszugeben. In 2020 hat die Weltbank 36 Projekte in Afrika gefördert, im kommenden Jahr sollen es 52 sein.

Diese Projekte sollen dazu beitragen, Frauen und Mädchen Zugang zu Gesundheitsleistungen zu geben und es Mädchen ermöglichen, eine Schule zu besuchen. Nicht zuletzt sollen 100.000 Frauen in Benin, Burkina Faso, Tschad Elfenbeinküste, Mali, Mauretanien und Niger dabei unterstützt werden, ihre wirtschaftlichen Fähigkeiten zu stärken.

10. Cisco

Das US-amerikanische IT-Unternehmen Cisco gab bei Mandela 100 bekannt, in den kommenden fünf Jahren weltweit 10 Millionen Menschen dabei zu unterstützen, Jobs in der digitalen Wirtschaft zu finden.

Cisco hat bereits ordentlich Gas geben: Innerhalb des ersten Jahres wurden bereits 2,15 Millionen Menschen mithilfe der Networking Academy unterstützt.

Dass dieser Einsatz sinnvoll ist, zeigen die folgenden Zahlen: 95 Prozent der Teilnehmer*innen der Networking Academy geben an, dass die Ausbildung sich positiv auf ihr Leben auswirkt – 94 Prozent von ihnen berichteten, dass die erlernten Fähigkeiten ihnen bei ihrer beruflichen Entwicklung geholfen haben.


Aber das war noch lange nicht alles: Global Citizens sind auch nach dem Festival aktiv geworden.

Seit Mandela 100 sind Global Citizens allein in Südafrika 950.000 aktiv geworden – und mehr als 25.600 Menschen aus Südafrika haben sich bei Global Citizen registriert und sind nun Teil der Bewegung.

Auch wenn der Bericht ganz klar zeigt, was wir mit dieser Kampagne alles erreicht haben, sind wir noch nicht am Ziel. Wir erinnern uns: Bis 2030 sollen die 17 Global Goals der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung erreicht werden.

Bleibt mit uns am Ball! Im kommenden Jahr haben wir uns mit Global Goal Live: The Possible Dream zum Ziel gesetzt, bis 2030 Jahr für Zusagen im Wert von weiteren 350 Milliarden US-Dollar zu generieren. Dieses Geld braucht es, damit die 59 ärmsten Länder der Welt unterstützt werden und wir die Global Goals und ein Ende extremer Armut bis 2030 erreichen.

Jeder Mensch, jede Stimme und jede Aktion zählt, damit wir dieses Ziel erreichen. Es ist ein ambitioniertes Ziel, aber gemeinsam können wir es schaffen – also werde noch heute aktiv auf GlobalCitizen.org or in der Global Citizen App.