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Bildung

Ein ziemlich guter Grund, warum Musiklegende Rihanna nach Malawi reiste

Rihanna hat nicht lange gebraucht, um sich in ihre Rolle als neue Botschafterin für die Globale Bildungspartnerschaft (Global Partnership for Education, kurz: GPE) einzufinden.

Die R&B- und Pop-Sängerin hat Anfang des Jahres zusammen mit Global Citizen und GPE eine Bildungsreise in das ostafrikanische Land Malawi unternommen, auf der sie unter anderem Schulen besuchte, um mit Schülern, Lehrern und Mentoren zu sprechen und so mehr über die Herausforderungen rund um das Thema Bildung zu erfahren.

Und sie war nicht alleine unterwegs, sondern wurde von der ehemaligen Premierministerin Australiens und jetzigen GPE-Vorsitzende, Julia Gillard, sowie Global Citizens CEO, Hugh Evans, begleitet.

Gemeinsam besuchten die drei die Muzu Primary School, die am Rande der Hauptstadt Lilongwe liegt, sowie die Lilongwe Girls Secondary School, in der sie beim Sport- und Biologieunterricht dabei waren. Nachmittags sahen sie sich zusätzlich noch den Debattierclub der Schule an, in dem die Schülerinnen an diesem Tag über das Thema „Arrangierte Ehe“ diskutierten.

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Image: Global Citizen

„Ich bin vor allen Dingen nach Malawi gereist, um es mit eigenen Augen zu sehen“, sagt Rihanna. „Statistiken zu lesen ist eine Sache, aber ich will persönlich sehen, was noch getan werden kann bzw. wo angesetzt werden muss.“

Rihanna hat sich dabei nicht nur mit Bildungsexperten getroffen, sondern sich mit vielen Kindern unterhalten - und ließ es sich auch nicht nehmen, nebenbei beim Musikunterricht und anderen Lernaufgaben ein wenig mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Die Hälfte der Bevölkerung Malawis lebt unterhalb der Armutsgrenze. Das durchschnittliche Einkommen liegt bei gerade einmal 80 Cent pro Tag.

In manchen Klassen sitzen mehr als 100 Kinder - und es gibt nur einen Lehrer, der sich um alle kümmern muss. Für Schüler ist es so sehr schwierig, erfolgreich am Unterricht teilzunehmen. Viele brechen ihre Schulzeit vorzeitig ab.

„Es ist wirklich traurig zu sehen, dass so viele Kinder die Schule abbrechen, weil alle so intelligent sind und hier zusammen lernen können. Schade, dass diese Chance für viele vorzeitig endet. Sie könnten so viel mehr erreichen, wenn sie nur die geeigneten Möglichkeiten hätten, um weiterzumachen“, so Rihanna.

Eine weitere Herausforderung für viele Kinder ist eine geregelte Mahlzeit - viele Schüler kommen ohne Frühstück zur Schule und haben auch kein Mittagessen, weil die Eltern schlichtweg kein Geld dafür haben. Die Schulen hingegen besitzen nicht die finanziellen Mittel, um den Kindern Mahlzeiten zur Verfügung zu stellen.

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Image: Global Citizen

Rihanna ließ sich bereits im September 2016 zur GPE-Botschafterin ernennen, nachdem sie erfuhr, dass derzeit 17 Millionen Kinder im schulfähigen Alter auf der Flucht sind und deswegen nicht zur Schule gehen können. Laut GPE ist die Bildung von weltweit 75 Millionen Kindern im Alter von 3-18 Jahren in Gefahr, weil sie in Kriegsgebieten leben.

Das ist allerdings nicht das erste Mal, dass sich die Sängerin für Bildung stark macht: Im Jahr 2012 gründete Rihanna die Clara Lionel Foundation - benannt nach ihren Großeltern - um so der Welt etwas zurückzugeben.

Die Clara Lionel Foundation will die Bildungs- und Gesundheitsmöglichkeiten auf der ganzen Welt verbessern sowie Kunst und Kultur in vielen Gemeinden rund um den Globus fördern.

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Derzeit vergibt die Foundation Mikrokredite an Schulen in Barbados, Rihannas Heimatland. Außerdem händigt die Organisation Stipendien an begabte Schülerinnen und Schüler aus Barbados, Kuba und Haiti aus, damit sie in den USA ein College besuchen können.

Und auch das ist noch nicht alles: Letztes Jahr hat Rihanna den damaligen französischen Präsidenten dazu überreden können, zum ersten Mal in den „Education Cannot Wait”-Fonds (‘Bildung darf nicht warten’) zu investieren.

Vor dem Global Citizen Festival, das im September 2016 im New Yorker Central Park stattfand, hat Rihanna dem damaligen französischen Präsidenten Hollande über Twitter daran erinnert, dass er tausenden von Global Citizens, die sich für finanzielle Mittel von Frankreich für globale Bildung einsetzten, noch nicht geantwortet hatte. Und wenn sich ein Star wie Rihanna an einen Präsidenten wendet, kann das Berge versetzen. Hollande twitterte zurück, dass Bildung tatsächlich ganz oben auf seiner Liste stehe und sagte zwei Millionen US-Dollar für den Fonds zu.

Rihanna konnte schon vieles für die weltweite Bildung erreichen - und wir können es kaum erwarten zu sehen, was sie als offizielle GPE-Botschafterin als nächstes vorhat.