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Flickr / Gerwin Sturm
Umweltschutz

Leonardo DiCaprio begleicht Schulden der Seychellen – im Gegenzug schützen sie die Ozeane

Warum das wichtig ist
Eine saubere und vielfältige Unterwasserwelt ist wichtig, um unsere Umwelt und unser Klima zu schützen. Dafür braucht es kreative Ideen wie diese. Rund um die Welt stehen rund fünf Prozent der Ozeane unter Schutz. Die Vereinten Nationen hoffen, dass sich diese Zahl bis 2020 verdoppeln lässt. Werde auch du aktiv und setzt dich mit Global Citizen für Meeresschutz ein. 

Im Tausch gegen besseren Meeresschutz sind die Seychellen vor kurzem einen Teil ihres Schuldenbergs losgeworden. Die Seychellen haben versprochen, zwei große Meeresschutzgebiete zu schaffen, berichtet der Guardian.

Im Gegenzug übernahmen die gemeinnützige Naturschutzorganisation "The Nature Conservancy" und Schauspieler Leonardo DiCaprio 22 Millionen Dollar Schulden, die die Seychellen bei mehreren Ländern hatten.

Dieses innovative “Tauschgeschäft” ist das erste seiner Art und könnte zu einem weltweiten Vorbild für andere Länder und ambitionierte Umweltschützer werden.

Sollte das passieren, könnten die Ozeane auf diese Weise vor den zunehmenden Bedrohungen geschützt werden können.

„Diese Bemühungen werden den Bewohnern der Seychellen helfen, ihr Meer für zukünftige Generationen zu schützen. Es wird als Modell für zukünftige Meeresschutzprojekte weltweit dienen", sagte DiCaprio in einer Erklärung.

„Diese Schutzmaßnahmen bedeuten, dass alle Arten, die in diesen Gewässern leben oder es durchqueren, jetzt viel besser vor Überfischung, Verschmutzung und Klimawandel geschützt sind."

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Dicaprio spendete eine Million Dollar. Der Schauspieler unterstützt schon lange Meeresschutzprojekte, um die Korallenriffe und Meerestiere zu schützen.

Insgesamt umfasst das Gebiet rund 81.000 Quadratmeilen, eine Fläche, die fast so groß ist wie Großbritannien. Es ist die Heimat von einigen seltenen Meeresbewohnern wie Riesenschildkröten und Seekühen, so die Nonprofit-Organisation.
Freizeitaktivitäten werden für Menschen in den geschützten Gebieten verboten sein. So soll die weitere Verschmutzung und Zerstörung des Gebiets verhindert werden. Auch die meisten Formen des Fischfangs werden untersagt.

Rund 30 Prozent des Meeresgebiets rund um die Seychellen wird jetzt geschützt. Ein massiver Anstieg, denn vor einigen Jahren waren es nur 0,04 Prozent.

Bis zum Jahr 2022 will der Inselstaat fast 80.000 Quadratkilometer Ozean unter Meeresschutz stellen.
„Ich habe gehört, dass die Fische größer werden, wenn das Gebiet, wo sie laichen, geschützt wird", sagte Graham Green, ein Fischer, dem Guardian. 

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Das Hoheitsgebiet der Seychellen besteht aus 115 Ländern und insgesamt zu 99 Prozent aus Ozean. Fischfang und Tourismus sind mit 43 Prozent die Haupteinnahmequellen des Landes.

Der Schutz der Ozeane ist somit eine sinnvolle Investition in die Zukunft und erlaubt Korallen und Fischpopulationen eine kleine Verschnaufpause. Außerdem eröffnen sie Möglichkeiten für umweltfreundlichen “Ökotourismus”.