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Tourists wade in the shallow water back to their boats from Maya Bay on Phi Phi Leh island, Krabi province, Thailand, May 31, 2018.
Sakchai Lalit/AP
Umweltschutz

Thailand schließt Strand aus "The Beach", nachdem Touristen ihn fast zerstört haben

Als im Jahr 2000 der Hollywood Blockbuster "The Beach" erschien, ein Film mit einem traumhaften Strand auf einer unberührten Insel im Golf von Thailand, kamen jährlich rund 10 Millionen Touristen ins Land.

Danach stieg die Zahl rapide auf rund 35 Millionen an - auch der besagte Film mit Leonardo DiCaprio trug wohl dazu bei.

Als Folge des Massentourismus wurden die Strände und Meeresökosysteme des Landes fast vollständig zerstört.

Deshalb hat die thailändische Regierung nun beschlossen, Maya Bay, das Gebiet in dem "The Beach" gedreht wurde, ab sofort jedes Jahr ab dem 1. Juni für vier Monate geschlossen wird. So sollen die Korallenriffe die Chance haben, sich zu erholen, berichtet die Time.

Eine Entscheidung, die DiCaprio – angesichts seines Engagements für den Klimaschutz und die Umwelt – wohl begrüßen wird.

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Laut Behörden habe der Massentourismus – mit mehr als 4.000 Strandgängern und hunderten Booten am Tag – die Korallenriffe der Bucht fast völlig verwüstet, berichtet USA Today.

„Es ist, als wenn jemand seit Jahrzehnten arbeitet und nie eine Pause macht“, sagte Thon Thamrongnawasawat, Mitglied des thailändischen nationalen Strategieausschusses für Umweltentwicklung, gegenüber USA Today. „Überarbeitet und müde, all die Schönheit des Strandes ist weg. Wir müssen dem Strand eine Auszeit geben.“

In den letzten Jahren hat zudem ein Anstieg des Tourismus aus China die Landschaft weiter belastet, schreibt die South China Morning Post.

„Wir haben ein wunderschönes Land aber wir müssen unsere natürlichen Ressourcen schützen“, sagte Thamrongnawasawat der BBC. „Wir haben klare Belege dafür, dass die Boote, die hier rein und rausfahren, einen signifikanten Einfluss auf die Korallenriffe haben.“

Mit der Strategie, Strände eine zeitlang für Touristen zu schließen, hatte Thailand bereits in der Vergangenheit Erfolg.

So etwa wurden die Inseln Koh Yoong und Koh Tachai Mitte 2016 geschlossen und haben seitdem begonnen, sich zu erholen. Die Korallenriffe beginnen, wieder in ihrem alten Glanz zu erstrahlen, berichtet USA Today.

Thailand ist nicht der einzige Ort, an dem empfindliche Ökosysteme ums überleben kämpfen. So sind Korallenriffe auf der ganzen Welt einer Reihe von aggressiven Umwelteinflüssen ausgesetzt: der Klimawandel, die Versauerung der Ozeane, Plastikverschmutzung und Überfischung sind nur einige der Probleme.

Auf Hawaii hat die Regierung erst kürzlich bestimmte Sonnencremes verboten, welche eine für Korallenriffe sehr giftige Substanz enthalten.

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Um die Verschmutzung der Strände zu bekämpfen, wurden von Indien bis Norwegen bereits einige Schutzmaßnahmen ergriffen und Aktionen gestartet, in denen die Strände wieder gesäubert werden sollen. Doch Thailands Strategie, Strände ganz zu sperren, ist ein radikaler und gleichzeitig bemerkenswerter Schritt, um die Umweltverschmutzung zu reduzieren.

Wenn also alles gut läuft, könnte Maya Bay bald wieder so aussehen, wie damals, als Leonardo DiCaprio in Shorts am Strand lümmelte.  

„Ich habe immer davon geträumt, dass wir es schaffen, sie eines Tages wieder zum Leben zu erwecken", sagte Thamrongnawasawat gegenüber USA Today. „Ich begleite die Maya Bay nun schon mehr als 30 Jahre. Ich habe sie gesehen, als sie ein Paradies war - und ich habe sie erlebt, als nichts mehr übrig war. Alles, was wir tun können, um dieses Paradies nach Thailand zurückzubringen, ist der Traum eines Meeresbiologen."

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