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Rohingya refugees walk across the Balukhali makeshift settlement for Rohingya refugees in Cox's Bazar District, Bangladesh on Sept. 9, 2017.
Patrick Brown/UNICEF
Citizenship

„Humans of New York“ sammelt zwei Millionen Dollar für Rohingya Flüchtlinge

Mehr als eine halbe Millionen Menschen haben Myanmar im Frühsommer 2017 verlassen. Sie mussten fliehen, weil sie der Ethnie der Rohingya angehören und in ihrer Heimat verfolgt wurden. Es war einer der größten und plötzlichsten Flüchtlingsbewegungen aller Zeiten, die ins Nachbarland Bangladesch floh.

Während die humanitäre Gemeinschaft sich bemühte, den Vertriebenen, Verwundeten und Traumatisierten zu helfen, wurden die Einzelheiten der Tragödie bekannt.

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Nachdem Extremisten der Rohingya Soldaten angegriffen hatten, rächte sich das malaysische Militär: Dörfer wurden niedergebrannt, Rohingya getötete und vergewaltigt. Dies führte zum Massenexodus von Rohingya, die aus ihren Häusern in Myanmars Staat Rakhine flohen.

Jeder Mensch schien seine eigene, erschütternde Geschichte mit sich zu tragen, viele entkamen durch die Flucht nur knapp dem Tod. Der Fotograf und Geschichtenerzähler Brandon Stanton aus New York reiste in die Flüchtlingslager in der Stadt Cox's Bazaar, um einige dieser Geschichten zu erfahren.

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Stanton ist der Gründer von „Humans of New York” (HONY), einem Fotoblog, der alltägliche und gleichzeitig ganz einzigartige Geschichten von Bewohnern der US-Metropole erzählt – und mittlerweile auch aus mehr als 20 anderen Ländern. Mehr als 18 Millionen Menschen verfolgen die Geschichten auf Facebook. Auch in anderen Städten weltweit, adaptierte man die Idee. 

Die Geschichten, die Gründer Stanton in Bangladesch gesammelt hat, sind in typischer HONY-Manier. Entstanden sind berührende Porträts von Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten. Sie erzählen die Geschichten gewöhnlicher Menschen, die unvorstellbare Gewalt erlebt haben und versuchten, der Grausamkeit zu entkommen.

Die meisten Menschen scheinen noch immer traumatisiert zu sein von dem, was sie erlebt haben, aber einige drücken auch einen vorsichtigen Optimismus aus und hoffen auf Frieden.

Mit dem Projekt wollte HONY Geld für den Bau von Unterkünften in den Flüchtlingslagern sammeln. Bisher kamen bereits zwei Millionen US-Dollar durch mehr als 38.000 Spender zusammen, die nun den Rohingya zugute kommen.

Hier sind einige ihrer Geschichten: