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Bildung

Millionen Kinder wachsen mit Krieg und Krisen auf – so darf unsere Welt nicht aussehen

Als Zahra weltberühmt wurde, war sie erst fünf Jahre alt. Mit klarem Blick guckt sie in die Kamera – dem Betrachter direkt in die Augen. Ihr Porträt, fotografiert von Muhammed Muheisen, gewann den Unicef-Fotopreis 2017.

Zahra kommt aus Syrien. Gemeinsam mit ihren Eltern musste sie vor dem Krieg fliehen, in ein Flüchtlingslager in Jordanien. In Zahras Blick, so sagt Muheisen, sieht er das Schicksal von Hundertausenden Kindern. „Ich fokussiere mich bei meiner Fotografie immer auf die Kinder. Ich glaube, dass sie die wahren Opfer all der Konflikte dieser Welt sind“, sagt Muheisen im Interview mit Unicef.

Und es sind so viele Kinder, wie seit Jahrzehnten nicht: 2017 war laut UNICEF eines der schlimmsten Jahre für Kinder in Kriegs- und Krisenregionen. Mehr als 357 Millionen Kinder lebten im Jahr 2016 in Gebieten, die von Konflikten betroffen sind – Anfang der 1990er Jahre waren es 200 Millionen Mädchen und Jungen, berichtet Save the Children. Anders gesagt, bedeutet das: Jedes sechste Kind auf der Welt, wächst heute im Krieg auf.

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Zu keinem anderen Zeitpunkt in den vergangenen 20 Jahren seien Kinder so großer Gefahr ausgesetzt, wie heute, schreibt Save the Children in dem Bericht weiter. Die Zahl der durch die UN verifizierten Tötungen und Verstümmelungen von Kindern etwa ist stark angestiegen: seit dem Jahr 2010 um fast 300 Prozent. Allein im Jemenkrieg, der 2015 ausgebrochen ist, seien mehr als 5.000 Kinder getötet oder schwer verletzt worden.

In vielen Kriegen seinen Kinder in einem schockierenden Ausmaß Ziel von Angriffen geworden, so der Leiter der UN-Nothilfeprogramme, Manuel Fontaine. Sogar Schulen und Spielplätze würden bewusst als Ziele für Angriffe und Bombenanschläge gewählt werden.

Laut Unicef werden Kinder im Irak und in Syrien als Schutzschilder missbraucht. Im Südsudan hätten Truppen 19.000 Kindersoldaten in den Krieg gezwungen. Es ist ein Elend, was unaufhaltsam erscheint. Doch trotzdem dürfen wir nicht abstumpfen. Brutalität dürfe nie zur neuen Normalität werden, erklärte Unicef kürzlich in New York. Da schließen wir uns an!

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