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Umweltschutz

Sechstklässler fischt über 1 Tonne Müll aus Fluss in seiner Heimat

Facebook/Friends of the Petaluma River

1.004 Kilogramm.

Das ist mehr, als ein asiatischer Wasserbüffel wiegt. Mehr als ein Salzwasserkrokodil wiegt. Und es entspricht fast dem Gewicht eines Walrosses. Und das sind nur drei von den zehn schwersten Säugetieren der Welt.

DJ Woodbury, ein zwölfjähriger Junge von Petaluma in Kalifornien, hat es fertiggebracht, so viel Abfall – 1.004 kg – aus dem Petaluma Fluss, der nördlich von San Francisco liegt, zu bergen.

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Woodbury hat für ein gemeinnütziges Projekt damit angefangen, den Fluss zu säubern, ein Projekt, das alle Sechstklässler an der Live Oak Charter Schule absolvieren müssen. Inspiriert wurde er dazu, nachdem er mit seinem Vater David, einem Meeresbiologen im Ruhestand, fischen war und die riesigen Mengen Müll gesehen hat

Laut einem Bericht des „Press Demokrat“ haben DJ und sein Vater einen Tag pro Woche damit zugebracht, Müll aus dem Fluss zu fischen. Sie benutzten dafür keine verrückten Methoden oder technologischen Erneuerungen, sondern einzig und allein ein Boot und einen Müllbeutel - um so mehr als eine Tonne Müll aus dem Fluss zu fischen.

Ein Großteil davon besteht aus Flaschen und Dosen, aber andere Stücke wie Tennisbälle, Spritzen und Autoreifen sind auch unter den Fundstücken. Sie haben sogar zwei Fernseher herausgezogen.

„Es ist nervig daran zu denken, dass jemand seinen Müll einfach so in den Fluss schmeißt“, meint Woodbury. „Und das machen sie, obwohl hier überall Schilder hängen, die sagen, dass eine illegale Müllentsorgung bestraft wird und sie wissen auch, dass es sehr schlecht für die Umwelt ist. Und trotzdem laden diese Menschen ihren Müll hier ab.“

Unglücklicherweise ist die illegale Müllentsorgung aber ein Phänomen, das nicht nur in Nordkalifornien auftritt.

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In Indien zum Beispiel wirkt sich das illegale Verbrennen von Plastikabfall so sehr auf die Luftverschmutzung aus, dass die Stadt Delhi die meisten Plastikprodukte in der ganzen Stadt verboten hat. Mittlerweile erreichen täglich mehr als drei Milliarden Liter Müll den Ganges, weil in großen Teilen der Gemeinden die sanitären Infrastrukturen mangelhaft sind, die für eine solch gewaltige Bevölkerung nötig wären.

Um diese riesige Mülllawine einzudämmen, hat der Gerichtshof im indischen Staat Uttarakhand den Ganges und den Yamuna Fluss zu „lebendigen menschlichen Wesen“ erklärt. Das bedeutet, dass eine Verletzung des Flusses aus gesetzlicher Perspektive dem Angriff auf einen Menschen entspricht.

Italien hat in Venedig ein ähnliches Problem, seit aufgrund des Bevölkerungszuwachs die charakteristischen Kanäle verschmutzt werden.

Und das Schlimmste: 2050 wird es in den Ozeanen mehr Plastik als Fische geben. Schuld daran ist der Mensch.

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Dass die Menschheit sich mit seinem Müllproblem auseinandersetzen muss, ist nichts, was erst in 50 Jahren geschehen kann. Wir stehen schon jetzt vor diesem Problem. Am 14. April starben sogar 29 Menschen in Sri Lanka, als eine Mülldeponie über den Häusern der Menschen zusammenbrach. Die Mülldeponie war 91 Meter hoch und jeden Tag kamen weitere 800 Tonnen Abfall hinzu.

Diese Tragödie beweist, dass es aus humanitärer Sicht absolut notwendig ist, für eine bessere Lagerung von Müll zu sorgen, die weder Wasserressourcen verunreinigt, noch eine Bedrohung für das Leben der Menschen darstellt.

Vielleicht gelingt es ja einem Zwölfjähriger, die Menschheit wachzurütteln und ihnen beizubringen, wie wichtig es ist, die Umwelt zu schützen.