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Frauenrechte

Diese 8 Fakten beweisen, dass Armut sehr wohl sexistisch ist

Armut kennt kein Geschlecht? Fakt ist, dass Frauen in den meisten Gesellschaften und politischen Systemen rund um die Welt einem größeren Risiko ausgesetzt sind, in die Armut zu rutschen.

Gründe gibt es viele: Sie bekommen die Kinder und werden oft dafür verantwortlich gemacht, sie zu erziehen und zu umsorgen. Sie müssen sich vermehrt um ältere Angehörige kümmern. Sie müssen die Hausarbeit machen und arbeiten – wenn überhaupt – eher in Teilzeit. Und manchmal wird es ihnen erst garnicht erlaubt, überhaupt einem Job nachzugehen. Deshalb ist Armut sehr wohl sexistisch. 


Hier sind die Fakten: 

1. Hausarbeit: Weltweit verbringen Mädchen im Alter von 5 bis 14 Jahren zusammengenommen jeden Tag 550 Millionen Stunden damit, im Haushalt zu helfen – 160 Millionen mehr Stunden als Jungen im gleichen Alter.

2. Politik: Rund um den Globus sind nur 22,8 Prozent aller Abgeordneten im Parlament Frauen. Dadurch haben Frauen auch weniger direkten Einfluss auf politische Entscheidungen, die Frauen bessere Bildungs- und Arbeitschancen ermöglichen und sie vor Armut schützen. 

Ein positives Beispiel ist Ruanda. In dem Binnenstaat in Ostafrika gibt es die höchste Zahl an weiblichen Abgeordneten weltweit: Im Unterhaus des Parlaments gehören 63,8 Prozent der Sitze den Frauen. 

3. Heirat: Fast 750 Millionen Mädchen und Frauen die rund um die Welt leben, wurden vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet. 

In wohlhabenderen Ländern ist die Zahl der Kinderehen zurückgegangen. In vielen der ärmsten Regionen der Welt sind die Zahlen jedoch konstant hoch.  

4. Schulbildung: Weltweit gehen 264 Millionen Kinder nicht in die Schule. In jüngeren Jahren ist der Anteil von Mädchen und Jungen in etwa gleich. Später wird die Ungleichheit in vielen Entwicklungsländern größer: In West- und Zentralafrika kommen auf rund 100 Jungen, die eine weiterführende Schule besuchen, nur 79 Mädchen. Es gibt aber auch Ausnahmen: In Lateinamerika gehen weniger Jungen auf eine weiterführende Schule.

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5. Zugang zu einem Bankkonto: Weltweit besitzen mehr Männer ein Bankkonto als Frauen. In Entwicklungsländern zum Beispiel haben 67% aller Männer ein Konto, wohingegen nur 59% aller Frauen ein Konto besitzen. Der Grund hierfür liegt unter anderem darin, dass Frauen es nicht erlaubt ist, ein eigenes Konto ohne die vorherige Erlaubnis eines Mannes zu eröffnen, so zum Beispiel in Saudi-Arabien.  

6. Bezahlung: In fast allen Ländern verdienen Frauen weniger als Männer, in vielen sogar bis zu 60 bis 75 Prozent weniger! Auch in Deutschland liegt der sogenannte "Gender Pay Gap" zwischen Frauen und Männern immer noch bei rund 21%.   

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7. Besitz: Im Jemen sind weniger als ein Prozent (!) der Landbesitzer Frauen. Dabei arbeiten 60 Prozent von ihnen in der Landwirtschaft. Weltweit wird Frauen der Zugang zu eigenem Besitz verwehrt, oft durch Gesetze, die zum Beispiel besagen, dass nur Söhne Grundstücke erben dürfen.  

8. Bildung: Eine halbe Milliarde Frauen weltweit könnte diese Liste nicht lesen. Denn zwei Drittel aller Analphabeten sind Frauen. 

Mach dich jetzt gemeinsam mit uns dafür stark, dass Frauen nicht benachteiligt werden. Hier findest du unsere Aktionen und kannst selbst aktiv werden.