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Citizenship

Sticker gegen Rechts - der etwas andere Designwettbewerb

Wer einmal mit offenen Augen durch Deutschlands Straßen läuft, wird schnell feststellen, wie viele Sticker eigentlich überall kleben: an Häuserwänden, Türen, Toren oder Laternenpfählen, viereckig oder rund, bunt oder schwarz-weiß, es gibt tausende und abertausende Varianten.

So vielfältig ihr Aussehen ist, ist auch der Inhalt der Sticker. Mal sind sie fröhlich, mal traurig, mal zum Totlachen und manchmal auch richtig zum Ärgern. In den letzten Jahren lassen sich zum Beispiel immer häufiger Sticker finden, die deutlich rechtsextremes Gedankengut tragen, so dass man denken könnte, dass ein Alltag ohne Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung nicht mehr existieren würde.

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Das störte die Druckerei INnUP aus Bremen und rief deshalb vor neun Jahren zum ersten „Sticker gegen Rechts“-Wettbewerb auf. Dieses Jahr im März ging der Wettbewerb in die siebte Runde.

Bei dem Wettbewerb handelt es sich laut Jannick, einen der Mitbegründer, „um einen kreativen Designwettbewerb, bei dem friedlich aber dennoch aussagekräftig ein Protest gegenüber Rechtsextremismus, Gewalt und Xenophobie veranstaltet werden soll“. Jeder, der mitmachen wollte, konnte bis Ende März künstlerisch aktiv werden, sich mit den Themen auseinandersetzen und so gemeinsam ein Zeichen gegen Rechts setzen. Gewaltverherrlichende oder menschenverachtende Motive waren nicht erlaubt.

Und das sind sie, die diesjährigen Top 5:


Top 1 - Hass ist keine Alternative

Top 2 - Stopp die rechte Evolution

Top 3 - Paradiesvögel statt Reichsadler

Top 4 - Ich hab ja nichts gegen Flüchtlinge, aber...

Top 5 - Sackgasse

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Fans des Wettbewerbs können sich auf den Seiten der Druckerei die ganze Top 10 ansehen. Und viel besser noch: jeder der möchte, kann einen vorfrankierten Rückumschlag an die INnUP Druckerei schicken und erhält dann einen Mix an Gewinner-Motiven zugeschickt.

Eine absolut geniale Idee, friedlich gegen Rechtsextremismus und Fremdenhass zu protestieren und gleichzeitig, Deutschlands Straßen ein wenig bunter zu gestalten.