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Brush fires burn in Guaranta do Norte municipality, Mato Grosso state, Brazil in this drone photo released by the Corpo de Bombeiros de Mato Grosso on Aug. 20, 2019. Brazil's National Institute for Space Research, a federal agency monitoring deforestation and wildfires, said the country has seen a record number of wildfires this year.
Corpo de Bombeiros de Mato Grosso/AP
Umweltschutz

Mit diesen 7 Organisationen kannst du dem Amazonas-Regenwald helfen

Warum das wichtig ist
Der Amazonas-Regenwald ist das größte Regenwaldgebiet der Welt. Es grenzt an neun Länder an, etwa 60 Prozent des Gebiets liegen in Brasilien. Dort wüten zur Zeit großflächige Waldbrände. Ohne den Regenwald ist das Gleichgewicht unseres Planeten in Gefahr. Mach dich hier mit uns für den Klima- und Umweltschutz stark.

Der Amazonas-Regenwald steht in Flammen: Allein in diesem Jahr wurden bereits 39.000 Brände registriert. Das bedeutet einen Anstieg von über 77 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In diesem Jahr gab es mehr Brände, als in den vergangenen zehn Jahren erfasst wurden.

In den vergangenen Wochen stiegen so viele Rauchschwaden über dem Amazonasgebiet auf, dass sich der Himmel über der größten brasilianischen Stadt Sao Paulo – tausende Kilometer vom nächsten Großfeuer entfernt – schwarz färbte.

Die Flächenbrände wurden größtenteils von Landwirten, Viehzüchtern und anderen industriellen Interessenverbänden gelegt, berichtete die Nachrichtenseite The Intercept.

Während Landwirte Nutz- und Futterpflanzen wie Soja anpflanzen möchten, suchen Rinderzüchter nach Weideflächen für ihre Nutztiere. Die Bergbauindustrie hat ein Interesse am Amazonasgebiet, um nach Bodenschätzen zu suchen. Um Straßen zu bauen, auf denen sie die Rohstoffe besser abtransportieren können, roden sie die Wälder.

Diese Wirtschaftszweige haben eines gemeinsam: Sie alle nehmen die Zerstörung des wichtigsten und größten Regenwaldgebiets der Welt in Kauf, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Dadurch bringen sie den gesamten Planeten und damit auch die Menschheit in Gefahr.

Das Amazonasgebiet produziert 20 Prozent des weltweit verfügbaren Sauerstoffs, beheimatet Millionen verschiedener Arten, reguliert das weltweite Klima und dient vielen Ländern als Schutzzone gegen die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels.

Mit der Zerstörung des Regenwalds wird der Verlust der Artenvielfalt und natürlicher Habitate vorangetrieben. Zudem könnte sein endgültiges Verschwinden die weltweiten Erfolge im Kampf gegen extreme Armut zunichte machen. Denn durch den sich verstärkenden Klimawandel sind immer mehr Menschen weltweit dazu gezwungen, ihre Heimat und ihren Besitz zurückzulassen.

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Die industrielle Nutzung des Amazonas-Regenwalds wird durch den aktuellen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro befürwortet und aktiv unterstützt. In seinem Wahlkampf legte er den Grundstein für seinen umweltgefährdenden Kurs, indem er versprach, Regulierungen zum Schutz des Regenwalds aufzuheben und Ureinwohner*innen zu vertreiben.

Die internationale Gemeinschaft reagiert auf diese Entwicklungen alarmiert. Am vergangenen Wochenende sicherten die G7-Mitgliedstaaten auf dem Gipfel in Biarritz, Frankreich, eine Soforthilfe von 20 Millionen US-Dollar (ca.18 Millionen Euro) für die Bekämpfung der verheerenden Amazonas-Waldbrände zu.

Bolsonaros Kabinettschef Lorenzoni lehnte dieses Geld zunächst ab. Seine Begründung: Europa solle die Mittel für eigene Aufforstungszwecke nutzen und sich aus den internen Angelegenheiten Brasiliens raushalten. Aufgrund der hohen Bedeutung des Regenwalds für das globale Klima bezeichnete Frankreich Präsident Emmanuel Macron das Amazonasgebiet als "Gemeingut". Laut aktueller Nachrichtenlage sieht es nun so aus, als würde Bolsonaro das Geld der G7-Staaten doch annehmen. Mit dem Geld sollen unter anderem Löschflugzeuge und Aufforstungsprojekte finanziert werden.

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Um das Gleichgewicht des Planeten und das Leben auf ihm zu schützen, muss die Zerstörung des Regenwalds gestoppt werden. Unzählige Organisationen setzen sich dafür ein, die “grüne Lunge“ unserer Erde zu schützen. Hier stellen wir sieben gemeinnützige Vereine vor, durch deren Unterstützung du dazu beitragen kannst, den Regenwald zu erhalten:

1.Amazon Watch

Die gemeinnützige Organisation “Amazon Watch” bekämpft die Zerstörung des Amazonas-Regenwalds, unterstützt die im Regenwald beheimateten Urvölker in ihren Rechten und setzt sich für Klimagerechtigkeit ein.

2. Amazon Conservation Team

Das “Amazon Conservation Team” arbeitet eng mit Wortführer*innen indigener Gemeinden zusammen, um das Gleichgewicht des Amazonasgebiets nachhaltig zu schützen.

 3. Amazon Conservation Association

Die “Amazon Conservation Association” hat hunderte Naturschützer*innen ausgebildet, die sich für die Renaturierung des Regenwalds einsetzen und den Erhalt der biologischen Vielfalt im Amazonasbecken unterstützen. Dank dieser Organisation konnten bis zum heutigen Tag bereits 275.000 Bäume gepflanzt werden.

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4. Survival International

Niemand kennt den Regenwald besser als die Ureinwohner*innen des Amazonasgebiets. Ohne sie kann die Zerstörung des Regenwaldes nicht gestoppt werden. Die Organisation “Survival International” verhilft den Forderungen und dem Wissen der indigenen Gemeinden zu mehr Reichweite.

5. International Working Group for Indigenous Affairs

Die “International Working Group for Indigenous Affairs” ist eine gemeinnützige internationale Menschenrechtsorganisation. Sie fokussiert sich auf den Schutz der Kulturen von Ureinwohner*innen und ihrem Leben im Einklang mit der Natur.

6. Rainforest Action Network

Das “Rainforest Action Network” ist eine Umweltschutzorganisation und erhält Wälder, schützt das Klima und setzt sich für Menschenrechte ein, “indem [es] der Macht von Unternehmen und systemischen Ungerechtigkeiten mit entscheidenden Partnerschaften und Kampagnenarbeit die Stirn bietet“, wie es auf der Webseite lautet.

7. Rainforest Trust

Die Non-Profit-Organisation “Rainforest Trust” hat durch die Förderung von Aufforstungsprojekten seit 1988 mehr als 9 Millionen Hektar des Amazonas-Regenwalds gerettet.