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Citizenship

Ein Krieg ohne Ende: 65 Kinder wurden in den vergangenen Wochen getötet

Warum das wichtig ist
Seit sieben Jahren herrscht in Syrien Krieg. Etwa 511.000 Menschen sind laut der "Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte" seitdem getötet worden. 14 Millionen Syrer haben ihr Zuhause verloren – sind im Inland oder ins Ausland geflohen. Viele Kinder aus Syrien kennen nichts als Krieg und Flucht. Global Citizen setzt sich mit Kampagnen dafür ein, dass jedes Kind ein Recht auf Bildung und eine Kindheit ohne Krieg, Gewalt und Konflikte erlebt. Hier kannst du dich uns anschließen und aktiv werden.

Wer erinnert sich heute noch an ein Syrien ohne Krieg? Es existiert wohl in der Erinnerung der Menschen, die ihre Heimat verloren haben, deren Häuser bombardiert wurden. Menschen, die ihre Angehörigen zurücklassen mussten, deren Eltern, Kinder oder Brüder im Krieg gestorben sind.

Doch in den Medien gibt es Syrien nur noch als Kriegsland. Vor dem Krieg lebten 21 Millionen Menschen in Syrien – nun sind bereits 14 Millionen Syrer geflohen, schätzungsweise 180.000 Kinder wurden allein aus dem Süden des Landes vertrieben.

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Und noch immer kommt das Land nicht zur Ruhe. Die Staats- und Regierungschefs dieser Welt und auch internationale Organisation sind – trotz diverser Treffen – daran gescheitert, dem Krieg ein Ende zu setzen.

© UNICEF:UN0207849:Al-Issa_Syria.jpg©UNICEF Al-Issa


Am 18. Juni ist die Gewalt in Südwesten Syriens einmal mehr eskaliert, nachdem eine friedliche Einigung zwischen den Konfliktparteien gescheitert war, berichtet UNICEF. Innerhalb von drei Wochen wurden 65 Kinder getötet, heißt es Berichten zufolge. Die Stadt wurde bombardiert und aus der Luft angegriffen. Hunderttausende Menschen flohen vor einer Offensive der syrischen Armee in Richtung der Grenze zu Jordanien.

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Zwar kehrten Medienberichten zufolge einige Familien wieder in ihre Wohnungen zurück – viele sind allerdings weiterhin auf der Flucht und leben zum Teil im Freien. Vor allem Nahrungsmittel, sauberes Wasser und Medikamente fehlen. Hilfsorganisationen wie UNICEF und Care versuchen Familien und Kinder mit dem Nötigsten zu versorgen. Doch keiner weiß, wie lang die Waffenruhe diesmal anhält.

Einige Rebellengruppen im Osten der ProvinzDaraa haben zwar einerAbgabe ihrer Waffen zugestimmt. In anderen Teilen der Region, vor allem im Westen Daraas, kämpfen die Rebellen weiter. Im östlichen Teil der Provinz haben syrische Regierungstruppen wieder Dörfer und Städte unter Kontrolle, berichtet Zeit Online.

In Daraa begann vor sieben Jahren der Aufstand gegen den Machthaber Baschar al-Assad. Sie ist eine der letzten Regionen Syriens, die noch von Rebellen kontrolliert wird. Das Gebiet wieder zurückzuerobern, ist für Assad von symbolischer Bedeutung.