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Frauenrechte

Mehr als 500.0000 Mal ‘Me, too’ – jetzt antworten Männer mit 4 Worten

Flickr/© European Union 2015 - European Parliament

Am Sonntagabend brachte die Schauspielern Alyssa Milano den Stein ins Rollen: Sie forderte Frauen dazu auf „Me, too“ zu posten, wenn auch sie in ihrem Leben schon einmal sexuell belästigt wurden.

Es dauerte keine 24 Stunden, da haben mehr als 500.000 Frauen Tweets mit dem Hashtag #metoo veröffentlicht – die Kampagne schwappte auch auf Social Media Plattformen wie Facebook und Instagram über.

Und nun fingen Männer an, zu antworten – mit vier Worten: „How I Will Change“ (wie ich mich verändern werde).

Der Hashtag #HowIWillChange wurde von dem australischen Journalisten und Autoren Benjamin Law ins Leben gerufen. „Jungs, wir sind dran“, schrieb Law auf Twitter. „Nachdem gestern endlos viele Frauen #MeToo Geschichten veröffentlichten, müssen wir heute sagen #HowIWillChange.“

Law hat mehrere Vorschläge, wie Männer sich verhalten können, um Frauen zu unterstützen. Darunter Ideen wie: Frauenhäusern in der Region Geld zu spenden oder die Arbeit der UN zum Thema Frauenrechte weltweit zu unterstützen.

Die Reaktionen auf Laws Post waren überwältigend positiv:

Sexuelle Übergriffe und Belästigungen sind auf der ganzen Welt weit verbreitet. Die Opfer sind fast immer Frauen. In den Vereinigten Staaten wird schätzungsweise eine von fünf Frauen an der Universität sexuell missbraucht, an manchen Hochschulen sind es sogar 50 Prozent.

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Laut einer Studie aus dem Jahr 2015 berichtete jede dritte Frau über sexuelle Belästigung bei der Arbeit. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass 35 Prozent der Frauen auf der ganzen Welt zu ihren Lebzeiten sexuelle Gewalt erfahren haben - das sind mehr als eine Milliarde Frauen weltweit.

Global Citizen setzt sich dafür ein, sexuelle Gewalt zu stoppen und Frauenrechte zu stärken. Hier kannst du aktiv werden.

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Männer können eine wichtige Rolle dabei spielen, sexuelle Übergriffe zu verhindern und vor allem die Kultur, diese Übergriffe überhaupt erst ermöglicht (ja sogar befeuert), zu zerstören.

Der ehemalige US-Vizepräsident Joe Biden, der Anfang dieses Jahres mit Studenten der George Mason University sprach, warnte damals bereits vor dieser Dynamik. „Bei Vergewaltigung und sexueller Übergriffe geht es nicht um Sex", sagte er. „Es geht um Macht." Er forderte Männer und Frauen auf, „Überlebenden [sexueller Übergriffe] in irgendeiner Weise zu helfen“.