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Menschen, die mehr über die wichtigsten Angelegenheiten dieser Welt erfahren und aktiv werden wollen. Dein Einsatz kann extremer Armut ein Ende setzen.

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Das fordern Global Citizens von den G20-Staaten

Im Juli dieses Jahres treffen sich die Staats- und Regierungschefs aus 20 Ländern der Welt zum G20-Gipfel in Hamburg. Und diese Länder haben es in sich: ihre gemeinsame Wirtschaftskraft macht 85% des weltweiten Bruttoinlandsprodukts und 80% des Welthandels aus. Damit sind sie die mächtigsten Länder unserer Erde.

Und wie sagten Richard Nixon und Onkel Ben schon so treffend: aus großer Macht folgt große Verantwortung.

Oder besser gesagt: besondere Verantwortung. Denn es liegt in den Händen der G20-Staaten, die Umsetzung der 17 Nachhaltigen Entwicklungsziele, den sogenannten “Global Goals”, voranzutreiben.

Für Global Citizens rund um den Globus ist das Treffen in Hamburg also der beste Zeitpunkt, ein deutliches Signal an die Mächtigen zu senden: Wir fordern, dass alles daran gesetzt wird, den Kampf gegen extreme Armut und Ungleichheiten auf dieser Welt bis 2030 zu gewinnen.

Mehr lesen: Was ist Global Citizen?

Damit die G20-Chefs unsere Forderungen auch hören und entsprechend handeln, starten wir ab dem 14. März verschiedene Kampagnen-Aktionen . Je mehr Global Citizens an diesen Aktionen teilnehmen, desto lauter wird unsere gemeinsame Stimme und desto besser werden uns die Staats- und Regierungschefs auch hören!

Das fordern wir dieses Jahr von den G20-Staaten

Dieses Jahr wollen wir die G20-Staaten dazu aufrufen, Fortschritte bei der Umsetzung der 17 Nachhaltigen Entwicklungsziele zu schaffen, damit alle Menschen in einer friedlichen, nachhaltigen und gerechten Welt leben können.

Konkret bedeutet das:

  • Eine hochwertige Bildung für alle Kinder und Jugendlichen.Weltweit könnten 171 Millionen Menschen aus der Armut befreit werden, wenn alle Kinder in einkommensschwachen Ländern die Schule mit Grundkenntnissen im Lesen und Schreiben verlassen würden. Das würde die globale Armut um 12% senken. Deshalb rufen wir dazu auf, globale Bildung stärker zu priorisieren und vor allem in die Bildung von Kindern auf der Flucht zu investieren.

  • Ein universeller Zugang zur Gesundheitsversorgung.Die Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten müssen zusammenarbeiten, damit die Welt auf Krisen wie die Ebola-Epidemie in 2014 besser vorbereitet ist. Gleichzeitig müssen die Staaten weiter daran arbeiten, Krankheiten wie Polio endlich auszurotten. Dafür werden jedoch weitere 1,3 Milliarden US-Dollar benötigt.

  • Gleichberechtigung für Frauen in der Arbeitswelt.Trotz zahlreicher Verbesserungen herrscht zwischen Männern und Frauen in der Arbeitswelt noch immer eine große Kluft. 2014 haben die G20-Staaten versprochen, diese Ungleichheit bis 2025 um 25% zu senken. Jetzt müssen sie zeigen, dass sie es ernst nehmen und hierfür genaue Ziele formulieren.

  • Sanitärversorgung für alle Menschen.Noch immer leben Menschen in vielen Ländern der Welt ohne funktionierende Toilette in ihrer Nähe, so dass sie ihre Notdurft im Freien verrichten müssen. Doch das kann sehr gefährlich sein. Deshalb rufen wir die G20-Länder dazu auf, den Zugang zu Sanitäranlagen für alle Menschen auf der Welt zu ermöglichen.

  • Die Beendigung von Mangelernährung bis 2030. Es darf einfach nicht sein, dass noch immer 3 Millionen Kinder jährlich an den Folgen von Mangelernährung sterben. Deshalb brauchen wir Investitionen in eine bessere Ernährung, Gesundheitssysteme und vor allen Dingen einen genauen Plan, wie Mangelernährung auf der Welt bekämpft werden kann.

  • Unterstützung für Flüchtlinge weltweit.Die Welt ist derzeit Zeuge einer Flüchtlingsbewegung nie dagewesenen Ausmaßes. Mehr als 65 Millionen Menschen sind aufgrund von Konflikten und Naturkatastrophen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Aus diesem Grund ruft Global Citizen die G20 unter anderem dazu auf, die finanzielle Unterstützung zu erhöhen, damit alle Flüchtlinge Zugang zu einer Grundversorgung, Bildungs- und Jobchancen erhalten.

Okay, der Gedanke ist gut, aber wie sollen die G20 Global Citizens wahrnehmen?

Gute Frage! Ab dem 14. März kann jeder bei Kampagnen-Aktionen mitmachen, die sich direkt an die G20 richten. Bei diesen Aktionen geht es schonmal darum, eine Petition zu unterzeichnen, einen Tweet an einen der Staats- oder Regierungschefs zu schicken oder einen Anruf zu tätigen. So kann sich jeder aktiv engagieren. Online-Aktivismus also!

Was?! Das bringt doch nichts so ein Tweet? Ganz im Gegenteil! Auch Politiker sind mittlerweile im 21. Jahrhundert und damit in sozialen Netzwerken angekommen. Neben all den lustigen Fotos, Videos und Nachrichten kommunizieren auch Politiker täglich über ihre verschiedenen Kanäle und wissen um deren Bedeutung. Wenn also nun tausende Tweets an einen Politiker geschickt werden, dann hat das einen weitreichenden Effekt. Und das beste daran: Jeder, egal wo er gerade ist und egal wie alt er ist, kann dabei mitmachen! Man muss nicht mehr gezielt darauf warten, bis die nächste Demonstration vor dem Regierungssitz eines Landes stattfindet. Man kann sich jetzt sofort – oder besser gesagt ab dem 14. März – engagieren.


Der Online-Einsatz jedes Einzelnen hat eine enorme Wirkung. Gemeinsam können wir viel während des G20-Gipfels erreichen. Und jeder kann sich davon überzeugen. Wie? In dem wir uns – dieses Mal offline - in der Barclaycard Arena am Vorabend des Gipfels treffen! An diesem Abend werden sich Stars wie Herbert Grönemeyer, Coldplay und Ellie Goulding mit Politikern die Bühne teilen. Mehr zum Festival kannst du auf www.globalcitizenfestival.de erfahren.

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