Der neue Hamburger Gabenzaun am Hauptbahnhof.

Eigentlich war der Zaun am Hamburger Hauptbahnhof ja für etwas anderes gedacht. Als Absperrung nämlich. Damit sollten Obdachlose vom Bahnhof ferngehalten werden. Stattdessen wurde daraus über Nacht Hamburgs erster „Gabenzaun“.

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Die Idee ist schnell erklärt: jeder, der eine Sach- oder Lebensmittelspende für Bedürftige abgeben möchte, kann diese einfach in eine Tüte (oder anderweitig wetterfest) verpacken und an den Gabenzaun hängen. Den „Gabenzaun“ gibt es erst seit Ende Januar, doch schon jetzt haben ihn die Hamburger ins Herz geschlossen.

Ursprünglich hatte die Stadt den Zaun am Hauptbahnhof über einer halbhohen Mauer montiert, damit sich hier keine Obdachlosen mehr hinsetzen können. Die Idee, den Zaun kurzum 'umzufunktionieren' und aus dem Zeichen der Abschreckung ein Zeichen der Menschlichkeit zu machen, kam von einer Gruppe Hamburgern, die sich schon seit Jahren für die Obdachlosenhilfe stark macht.

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Hamburg ist nicht die einzige Stadt, in der es einen solchen Gabenzaun gibt. Auch Darmstadt hat so einen und nennt ihn den „sozialen Zaun“.

Wer mehr Informationen über den Gabenzaun haben will oder sich selbst einbringen möchte, der kann auf der Facebookseite der Initiatoren mit ihnen in Kontakt treten.

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Gerechtigkeit fordern

Hamburger funktionieren Absperrzaun zu Gabenzaun für Obdachlose um

Ein Beitrag von Katrin Kausche