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© Leah Kelley/Pexels
OpinionGesundheit

“Nein, es ist gerade nicht egal, ob du rausgehst oder nicht“

Warum das wichtig ist
Jetzt liegt es an uns allen, zu handeln und dafür zu sorgen, das Coronavirus einzudämmen. Werde mit uns aktiv und erfahre mehr über den Umgang mit dem neuartigen Coronavirus. 

Manchmal scheinen die einfachen Dinge, die schwierigsten zu sein. Etwa Social Distancing, zu Deutsch: soziale Kontakte einzuschränken, scheint in diesen Tagen viele Menschen zu überfordern. Auch “Abstand halten” wird sehr unterschiedlich interpretiert. Dabei könnte das alles so leicht sein: Zu Hause bleiben und wenn man rausgeht, um das Nötigste zu erledigen, hält man den Mindestabstand ein.

Das Ganze fängt in der Supermarktschlange an. Wieso, um alles in der Welt, kann man nicht 1,5 Meter Abstand halten? Das sind gerade einmal 15 Klopapierrollen, ihr könnt es Zuhause üben, die Distanz im Kopf behalten und dann beim nächsten Einkauf anwenden. Denn solche einfachen Maßnahmen können in diesen Tagen Leben retten. Es ist unsere Chance, jetzt zu beweisen, dass wir Held*innen sind. 

Gleiches gilt für euren Ausflug in den Park. Bitte NICHT in der Größe halber Schulklassen gemeinsam spazieren, Fußball und Basketball spielen. So ereignete es sich gestern noch im Berliner Gleisdreieck Park. 

Warum ich das weiß? Weil ich im Park laufen war. Und ja, das ist okay. Denn es gibt ein paar kleine, aber feine Unterschiede, die es derzeit zu beherzigen gilt. Während wir rausgehen, spazieren und joggen dürfen, ist der nahe Kontakt mit (mehreren) Menschen tabu. 

Krankenpfleger*innen und Ärzt*innen können nicht zuhause bleiben

Keine Frage: Uns allen fällt die Decke auf den Kopf. Wir sind soziale Wesen, wir wollen andere Menschen sehen. Ich will auch im Café sitzen, tanzen gehen und ins Fitnessstudio – und das alles in diesen Tagen mehr denn je. Aber wir müssen da jetzt gemeinsam durch. Vielleicht nicht für uns selbst, weil wir uns jung und unbesiegbar fühlen. Aber für unsere Väter und Omas, für unsere Nachbarin, für unseren Postboten – und nicht zuletzt für alle, die im Gesundheitssektor arbeiten, die nicht die Chance haben, gemütlich im Homeoffice zu arbeiten, sondern für uns alle die Kohlen aus dem Feuer holen. 

Die katastrophale Situation in Italien zeigt, was passiert, wenn sich das Coronavirus zu schnell ausbreitet und medizinische Einrichtungen nicht mithalten können. Das darf uns nicht passieren.

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Malt Bilder, macht Yoga, guckt #TogetherAtHome

Wir müssen für eine kurze Zeit unseres Lebens mal unsere geliebte Freiheit aufgeben, unseren Egoismus in eine Schublade stecken und die Empfehlungen von Expert*innen befolgen. Macht Videocalls mit Freund*innen und eurer Familie, lest das Buch, das seit Monaten neben eurem Bett liegt. Macht die Steuererklärung. Malt Bilder, macht Yoga, guckt unsere virtuelle Konzertreihe #TogetherAtHome. Macht all das, was ihr Zuhause seit Monaten erledigen, ausprobieren und aus dem Weg räumen wolltet. 

Wenn wir das überstanden haben, werden wir noch genug Zeit haben, die Welt zu erkunden, Parties zu feiern und Fußball zu spielen.