Global Citizen ist eine Gemeinschaft, die aus engagierten Menschen wie dir besteht.

Menschen, die mehr über die wichtigsten Angelegenheiten dieser Welt erfahren und aktiv werden wollen. Dein Einsatz kann extremer Armut ein Ende setzen.

Umweltschutz

Brasilien: Gericht verbietet Pläne, Regenwald für Bergbauindustrie zu öffnen

Flickr/CIAT

Naturschützer können erst einmal Aufatmen – der größte Regenwald der Welt soll erhalten bleiben.

Schon seit den Sechzigerjahren interessieren sich Unternehmen für das Gebiet im Amazonas Regenwald: Denn hier werden große Mengen Kupfer, Gold, Mangan und anderen Rohstoffen vermutet.

Brasiliens durchaus umstrittener Präsident Michel Temer wollte nun den Weg für kommerziellen Bergbau freimachen. Vergangene Woche löste Temer per Dekret ein riesiges Naturschutzgebiet im Norden des Landes auf, um die Suche nach Gold und anderen Rohstoffen zu ermöglichen.

Doch ein Gericht hat das Vorhaben seines Präsidenten nun vorerst gestoppt – ein Sieg für alle Umweltschützer, die seit Jahren für den Erhalt des Naturschutzgebietes kämpfen.

Ein Motivationsgrund für Temers Pläne war Geld: Die Regierung will mehr Rohstoffe exportieren, um die Wirtschaft im Land anzukurbeln. Das allerdings hätte erhebliche Folgen für die Natur mit sich gebracht.

Maurício Voivodic, Geschäftsführer von WWF in Brasilien, sagte, dass der Bergbau zu "demographischer Explosion, Entwaldung, Zerstörung der Wasserressourcen, dem Verlust der Biodiversität und der Schaffung von Landkonflikten" führen würde. Viele der Schäden würden sich nicht wieder rückgängig machen lassen, warnt der WWF.

Mehr lesen:  Indien stoppt Milliarden-Bauprojekt, um Regenwald und Tiger zu schützen

Das betroffene Reservat trägt den Namen „Renca“ und ist mit 46.000 Quadratkilometern flächenmäßig größer als Dänemark. Etwa ein Drittel des Areals wäre durch den vom Präsidenten geplanten kommerziellen Bergbau gefährdet.

Ein Bundesgericht gab nun bekannt, dass es alle Vorhaben Temers zu diesem Thema vorerst blocken würde.

Richter Rolando Valcir Spanholo sagte, dass nur der Kongress den Status des geschützten Gebietes „Renca“ aufheben könne. Zudem sei das Vorhaben „ein Risiko für den Umweltschutz (von Renca) und den Schutz von indigenen Gemeinschaften“.

Auch aus dem Ausland wurde bereits Kritik laut. Im Juni dieses Jahres drohte die norwegische Regierung Brasilien mit finanziellen Konsequenzen. Seit Jahren spendet Norwegen Hilfsgelder an den Amazonas-Schutz-Fonds. Diese sollen nun deutlich gekürzt werden, denn die Gelder sind an den Erfolg beim Kampf gegen die Abholzung gebunden.

Hier auf Global Citizen setzen wir uns für die nachhaltigen Entwicklungsziele und damit für den Schutz unserer Umwelt ein. Wenn du dich ebenfalls für dieses Thema stark machen willst, dann werde jetzt aktiv .