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Rick Rowell/ABC
Frauenrechte

Benedict Cumberbatch setzt sich gegen ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern ein

Der britische Schauspieler Benedict Cumberbatch ist bekannt dafür, dass er mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hält. So war er bereits 2013 Teil einer Kampagne, in der Männer sich als Feministen bekannten. In einem Interview hat der "Sherlock Holmes" und "Doctor Strange" Star nun ein weiteres Statement geliefert, dass erneut zeigt, wie er seinen Teil für eine gerechtere Welt beitragen will.

In einem Interview mit dem Magazin "Radio Times" gab Cumberbatch seine persönliche Methode preis, wie er mit ungerechter Bezahlung unter Schauspielkollegen umgeht: Gar nicht erst akzeptieren.

"Guck dir dein Gehalt an", sagte Cumberbatch, "und dann frag deine Kolleginnen, was sie verdienen und dann sag: 'Wenn sie nicht das gleiche bekommen wie Männer, bin ich raus.'"

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Cumberbatch erzählte zudem, dass er stolz sei, einer von lediglich zwei Männern in seiner Produktionsfirma "SunnyMarch" zu sein. "Wenn mein Name dabei hilft, Investoren anzulocken, dann können wir diese Aufmerksamkeit nutzen, um eine ganze Palette an Projekten zu fördern, die maßgeblich von Frauen geleitet werden", beschrieb Cumberbatch sein eigenes Unternehmen.    

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Cumberbatch ist nicht der einzige männliche Star, der sich gegen Lohnungleichheit, vor allem in der Schauspielbranche, einsetzt. Die fünf Hauptcharaktere aus der berühmten "Big Bang Theory" TV-Show haben ihre Gehälter ebenfalls kürzen lassen, damit ihre zwei Co-Stars (in der Serie Bernadette und Amy) eine Gehaltserhöhung erhalten.  

Auch Bradley Cooper zeigte sich "beschämt", als er erfuhr, wie viel mehr er für den Film "American Hustle" im Vergleich zu seinen Kolleginnen Jennifer Lawrence und Amy Adams verdiente. Seine Bilanz: "Für gewöhnlich spricht man als Schauspieler nicht so viel über die finanziellen Dingen, man hat Leute, die das für einen machen. Aber ganz ehrlich, ich finde, es ist Zeit, das selbst in die Hand zu nehmen." Laut Cooper ist dies der einzige Weg, sicherzustellen, dass Produktionsfirmen alle Hauptdarsteller gerecht bezahlen.  

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Der Einsatz von bekannten Persönlichkeiten, die die weltweite Aufmerksamkeit auf dieses Thema lenken, ist sicherlich hilfreich. Aber bei weitem nicht ausreichend, um in unmittelbarer Zukunft Veränderungen zu schaffen.

So hat das World Economic Forum in seinem Global Gender Gap Report festgestellt, dass es bei der derzeitigen Entwicklungsgeschwindigkeit noch mindestens 170 Jahre dauern kann, bis Frauen weltweit das Gleiche verdienen wie Männer.  

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Bei diesen trüben Aussichten braucht es also nicht nur weitaus mehr Menschen wie Benedict Cumberbatch und Bradley Cooper, sondern ein weltweites Umdenken, das jeder von uns vorantreiben kann. Global Citizen macht sich mit seinen Kampagnen für die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen stark, darunter auch Ziel Nummer Fünf: Geschlechtergleichheit. Wenn du ebenfalls etwas tun möchtest, dann werde jetzt aktiv und unterstütze uns hier.