Mirriam will ihr Land vor Aids, Tuberkulose und Malaria schützen

Autor:
Franziska Lange

© The Global Fund Advocates Network

Warum das wichtig ist
Erstmals seit 22 Jahren steigt die Zahl der Menschen in extremer Armut wieder an. Sie müssen von weniger als 1,70 Euro am Tag leben. Die Folgen der Klimakrise und der COVID-19-Pandemie treffen die Ärmsten der Welt am härtesten. Die vergangenen Monate hätten nicht deutlicher zeigen können, dass es jetzt eine entscheidende Kurskorrektur braucht, um die Welt nach der Pandemie für alle Menschen gerecht und nachhaltig zu gestalten. Werde mit uns aktiv, um Politiker*innen an ihre Verantwortung zu erinnern. Denn deine Stimme kann Zukunft schaffen.

Mirriam Banda Chisamba ist Hebamme, Krankenschwester, Beraterin und Gesundheitsexpertin für 15.000 Menschen in ihrer Region im Osten Sambias (im Kafumbwe Rural Health Center im Distrikt Katete). Schicksalsschläge in der Familie brachten sie dazu, sich für die Behandlung von zwei Krankheiten besonders einzusetzen: Ihr Mann ist HIV-positiv, sie selbst sowie ihre drei Kinder sind nicht infiziert. Dass sie ihre Tochter 2011 fast an Malaria verloren hätte, gab den entscheidenden Ausschlag für sie, sich gegen diese Krankheiten einzusetzen. Seitdem sieht Mirriam jeden Tag Malariapatient*innen in der Klinik. Denn in ihrer Region infizieren sich jedes Jahr zwischen 20 und 29 Prozent der Kinder unter 5 Jahren mit dem gefährlichen Tropenfieber. 

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"Das Schöne daran, als Hebamme für eine Gemeinde mit etwa 15.000 Menschen zuständig zu sein, ist, dass ich verschiedenen Menschen mit unterschiedlichen Krankheiten (...) helfen kann."

Um Mirriams Patient*innen zu helfen, unterstützt der Global Fund die Klinik mit qualitativen und günstigen Schnelltests. Der Global Fund ist ein Finanzierungsinstrument zur Bekämpfung der drei Infektionskrankheiten AIDS, Tuberkulose und Malaria. Indem er Gesundheitsdienste in ländlichen Gebieten verbessert, Berater*innen wie Mirriam ausbildet und Menschen mit Medikamenten und Schutzausrüstung versorgt, werden weltweit jeden Tag Menschenleben vor den drei Krankheiten bewahrt. 

Auch einfache Maßnahmen, wie etwa mit Insektiziden behandelte Moskitonetze helfen zum Schutz vor Malaria – vor allem schwangeren Frauen, die sich und ihre ungeborenen Kinder vor dem Risiko schwer zu erkranken, schützen müssen. "Ich verteile auch behandelte Moskitonetze, die von der Regierung Sambias mit Unterstützung des Global Funds bereitgestellt werden", sagt Mirriam. 

Durch ihren unermüdlichen Einsatz und mit Unterstützung des Global Funds konnten die Infektionen und Todesfälle durch die drei Epidemien in Mirriams Gemeinde maßgeblich verringert werden. Mirriams Arbeit trägt somit unmittelbar dazu bei, dass die Menschen in ihrer Gemeinde ein gesundes Leben führen können und die Chance haben, ihre Zukunft selbst zu gestalten.

Wie viele Kinder Mirriam in den kommenden zehn Jahren bis 2030 vor Malaria und anderen Epidemien schützen wird, lässt sich nicht genau vorhersagen. Doch ihr persönliches Ziel ist es, ihr Heimatland malariafrei zu machen, weshalb sie uns alle zur Unterstützung aufruft. 

"Ein malariafreies Sambia und eine Welt ohne die drei Epidemien ist möglich, wenn wir unsere Ressourcen und Stimmen nutzen, um sie zu bekämpfen. Ich glaube und vertraue darauf, dass wir es können und wir werden es erreichen."

Deine Stimme kann #ZukunftSchaffen! Indem du dich dafür stark machst, dass Deutschland mehr Geld für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe bereitstellt, kannst du dafür sorgen, dass die lebensrettende Arbeit des Global Funds und anderer Gesundheitsfonds ausgeweitet werden kann. Denn spätestens seit der COVID-19-Pandemie wissen wir alle: Das globale Gesundheitssystem ist nur so stark wie das schwächste Glied. Jede Investition in globale Gesundheit kommt langfristig uns allen zugute und ermöglicht allen Menschen auf der Welt ein gesundes Leben und eine gesunde Zukunft – ohne Einschränkungen. 

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