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©Sophia Marston
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Umweltschutz

Bundeskabinett beschließt das Verbot von Plastiktüten

Warum das wichtig ist 
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An den Supermarkt-Kassen der Republik hat sich schon einiges getan in den vergangenen Jahren: Mehr Papiertüten, keine kostenlosen Plastiktüten mehr. Nun ist der nächste Schritt geplant: Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf von Umweltministerin Svenja Schulze beschlossen, der Plastiktüten verbieten soll. 

"Plastiktüten sind der Inbegriff von Ressourcenverschwendung: Sie werden aus Rohöl hergestellt und sie oft nur wenige Minuten genutzt", sagte Umweltministerin Svenja Schulze (SPD).

In dem Gesetz geht es konkret um die “typischen” Plastiktüten, die man im Supermarkt oder in anderen Geschäften beim Bezahlen bekommt. Auch sogenannte Bioplastiktüten würden im Rahmen des Gesetzes verboten. So sollen jährlich 1,6 Milliarden Tüten eingespart werden. 

Plastiktüten für Obst und Gemüse ausgenommen

Die besonders dünnen Plastiktüten für Obst und Gemüse sind von dem geplanten Verbot hingegen ausgenommen. Umweltministerin Schulze befürchtet, dass ein Verbot dieser Tüten dazu führen könne, dass noch mehr Obst und Gemüse in verschweißten Packungen in die Läden komme, berichtet die Tagesschau. Das wolle sie nicht befördern. 

Ein Verstoß gegen das geplante Verbot soll nach dem Entwurf als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld von bis zu 100.000 Euro geahndet werden können.

Dass Einschränkungen und Verbote etwas bringen, zeigt ein Beispiel aus Deutschland: Seit es hierzulande keine kostenlosen Plastiktüten mehr in Supermärkten gibt (2016), ist die Zahl um zwei Milliarden Stück auf 3,7 Milliarden Tüten gesunken.

Auch in Chile, Ruanda und Tansania sind Plastiktüten bereits verboten

Nicht nur in Deutschland setzt man mittlerweile auf ein Plastiktütenverbot. Als erstes Land Lateinamerikas hat Chile die Ausgabe von Plastiktüten im Einzelhandel im vergangenen Jahr verboten. In Ruanda ist es bereits seit 2008 verboten, Plastiktüten zu importieren, zu produzieren und zu verkaufen. 

Das Verbot der Einweg-Plastiktüten sei nur eine Baustelle auf dem Weg zu weniger Plastik und mehr Recycling, so Ministerin Schulze. Für 2021 sollen weitere Kunststoffartikel wie etwa Plastikgeschirr und -strohhalme im Rahmen der EU-Einweg-Kunststoff-Richtlinie verboten werden.