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Wasser & Hygiene

Wasser und Seife: Fast die Hälfte aller Schüler*innen weltweit können sich nicht die Hände waschen

Warum das wichtig ist
Hygienemaßnahmen wie Händewaschen sind entscheidend, um der Verbreitung gefährlicher Infektionskrankheiten entgegenzuwirken. Daher ist der Zugang zu Wasser und sauberen sanitären Einrichtungen eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein gesundes Leben. Werde hier mit uns aktiv, um Gesundheit weltweit zu fördern.

Der Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen ist essentiell für die Gesundheit und das Wohlbefinden eines jeden einzelnen Menschen. Doch ein großer Teil aller Schulen weltweit kann diesen Zugang für die eigenen Schüler*innen nicht gewährleisten. Das setzt Millionen Kinder auf der ganzen Welt einem hohen Infektionsrisiko aus, wie ein neuer Bericht verdeutlicht.

Demnach konnten 2019 etwa 43 Prozent aller Schulen weltweit nicht die grundlegendsten Hygienemaßnahmen wie Händewaschen mit Seife und Wasser umsetzen. Das geht aus dem aktuellen Bericht des gemeinsamen Überwachungsprogramms für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung (JMP) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk  UNICEF hervor. Die Daten zeigen, vor welchen Herausforderungen Schulen nun insbesondere während der COVID-19-Pandemie stehen.

Händewaschen: 20 Sekunden für die eigene Gesundheit

Da der Schulbetrieb vielerorts wieder aufgenommen wird, steht die Frage im Raum, wie Schulen für die Sicherheit und Gesundheit ihrer Schüler*innen garantieren können, wenn es ihnen an Wasser und sanitären Einrichtungen fehlt.

Die WHO klärt seit Beginn der Pandemie verstärkt über wichtige Hygienemaßnahmen wie korrektes Händewaschen auf: 20 Sekunden lang, mit Wasser und Seife. Zudem wird empfohlen, im öffentlichen Raum mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen zu halten, sich möglichst nicht im Gesicht zu berühren und einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

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Wasserversorgung in Entwicklungsländern: Die Hälfte aller Schulen hat kein Wasser

Doch laut Bericht konnten sich 2019 etwa 818 Millionen Schüler*innen nicht angemessen vor COVID-19 schützen, weil es ihren Schulen an Wasser und Seife mangelte. 295 Millionen jener unterversorgter Schüler*innen – also rund ein Drittel – leben in Subsahara-Afrika. Weitere 355 Millionen Kinder weltweit hatten im vergangenen Jahr zwar Wasser, aber keine Seife an ihren Schulen.

Vor allem in Entwicklungsländern ist die Wasserversorgung an Schulen mangelhaft. Dem Bericht zufolge haben hier sieben von zehn Schulen keine Vorrichtungen zum Händewaschen. Etwa der Hälfte fehlt es zudem komplett an grundlegender Sanitär- und Wasserversorgung. Besonders alarmierend: In den 60 Ländern weltweit, die derzeit am stärksten von COVID-19 betroffen sind, hatten drei von vier Kindern 2019 keinen Zugang zu Wasseran ihren Schulen.

Toiletten helfen Mädchen dabei, in der Schule zu bleiben

Dieser Mangel gefährdet vor allem die Gesundheit und Sicherheit von Mädchen weltweit. Berichte zeigen, dass Mädchen, die sich die Toilette mit Jungen teilen müssen, einem höheren Risiko für sexuelle Gewalt ausgesetzt sind. Zudem brechen viele Mädchen mit dem Einsetzen ihrer Periode die Schule ab, da ihnen die notwendigen Ressourcen wie Hygieneprodukte und sanitäre Einrichtungen fehlen.

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In Anbetracht der geplanten Wiedereröffnung von Schulen betont die Exekutivdirektorin von UNICEF Henrietta Fore, dass die Sicherheit aller Schüler*innen an erster Stelle stehen muss.

"Wir müssen der Bildung von Kinder oberste Priorität einräumen", so Fore in einer Pressemitteilung. "Das bedeutet, dafür zu sorgen, dass die Sicherheit an Schulen gewährleistet ist – einschließlich des Zugangs zu Handhygiene, sauberem Trinkwasser und sicheren sanitären Einrichtungen.”