Wie Mütter rund um die Welt stillen – eine wunderschöne Fotoreportage

Autoren:
Imogen Calderwood und Erica Sanchez

Tina Boyadjieva

Warum das wichtig ist
Auf natürliche Weise zu stillen, ist für Mütter und Babys das gesündeste. Doch jahrelang durften Frauen in den US-Bundesstaaten Idaho und Utah nicht in der Öffentlichkeit stillen, sondern mussten stattdessen etwa auf die Toilette verschwinden. Global Citizen setzt sich weltweit für die Gesundheit von Babys und Kindern ein. Hier kannst du aktiv werden.

Die Fotografin Tina Boyadjieva hat fünf Kontinente, 18 Länder und 22 Städte bereist. Das Ergebnis: Eine wunderbare Fotokollektion, die stillende Mütter rund um den Globus zeigt.

Mit der “World Breastfeeding Week“ will die Weltgesundheitsorganisation (WHO) darauf aufmerksam machen, dass Stillen nicht nur normal ist, sondern das gesündeste für Baby und Mutter. Das sollte man feiern und sich nicht dafür schämen, so der Tenor der WHO.

„Wenn wir finanzielle Situation, Hautfarbe und Religion beiseite lassen, haben alle Mütter im Kern eines gemeinsam: Sie lieben ihre Kinder und leiden, wenn diese Schmerzen haben“, sagte Boyadjieva gegenüber Global Citizen. „Die Liebe einer Mutter ist universell.“

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Image: Tina Boyadjieva

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Image: Tina Boyadjieva

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Image: Tina Boyadjieva

„Es gab nicht eine Mutter unter den 65, die ich fotografiert habe, der die Liebe zu ihrem Kind nicht ins Gesicht geschrieben war, während sie stillte – selbst wenn sie vor der Kamera saß", so Boyadjieva weiter. „Jede einzelne von ihnen sprach über die Verbundenheit und Liebe, die sie während des Stillens empfindet.“

UK.jpgThe United Kingdom
Image: Tina Boyadjieva

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Image: Tina Boyadjieva

Boyadjieva wählte ihre Route ganz bewusst, um sowohl fortschrittliche als auch weniger entwickelte Nationen zu bereisen.

„Ich bin mein Leben lang gereist und habe eine unendliche Wertschätzung für die Einzigartigkeit und Schönheit jeder Kultur und Tradition. (…) Ich bin mit starken Frauen aufgewachsen, daher ist es für mich sehr wichtig, die Stärke der Frauen zu vertreten“, sagte sie.

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Image: Tina Boyadjieva

„Ich denke, es ist wichtig, gegenseitigen Respekt und gegenseitige Wertschätzung zwischen den Kulturen zu finden, weil wir alle voneinander lernen können und es immer etwas gibt, das eine Nation besser macht als die andere, unabhängig davon, ob das Land wirtschaftlich fortgeschritten ist oder nicht", fügte sie hinzu. „Wir sind alle Menschen.“

Das Bewusstsein über die gesundheitlichen Vorteile des Stillens - für Mütter, die dazu in der Lage sind - ist eine wichtige Botschaft, die verbreitet werden muss. Aus einem Bericht des UN-Kinderhilfswerks (UNICEF) und der WHO geht hervor, dass 60 Prozent der Babys - schätzungsweise 78 Millionen Neugeborene auf der Welt - in der ersten Lebensstunde nicht gestillt werden.

Dies bedeutet für die betroffenen Babys ein höheres Krankheits- und Sterberisiko. Die meisten Babys wurden in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen geboren.

Kenya.jpgKenya
Image: Tina Boyadjieva

Turkey.jpgTurkey
Image: Tina Boyadjieva

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Image: Tina Boyadjieva

Boyadjieva wurde in Bulgarien geboren, lebte aber inzwischen in Großbritannien, Italien und vier verschiedenen US-Bundesstaaten. Sie sagt, sie sei „schockiert und entsetzt darüber“, dass in modernen Gesellschaften wie den USA das Stillen als etwas “ekelhaftes“ gesehen werde und stillende Mütter mitunter gebeten werden, ein Restaurant zu verlassen oder auf den öffentlichen Toiletten zu stillen.

US.jpgThe United States
Image: Tina Boyadjieva

Spain.jpgSpain
Image: Tina Boyadjieva

Boyadjievas Projekt entstand in Zusammenarbeit mit “Lasinoh“, einem Unternehmen, das Stillprodukte vertreibt. Als sich die Möglichkeit bot, das Stillen in der ganzen Welt zu dokumentieren, nutzte sie die Gelegenheit, die „Schönheit und Kraft der Frauen“ im Rahmen einer guten Sache mit der Kamera festzuhalten.

Uganda.jpgUganda
Image: Tina Boyadjieva

Sri Lanka.jpgSri Lanka
Image: Tina Boyadjieva