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Bildung

Da geht noch mehr: Der Wahl-O-Mat und seine Freunde

Der Wahl-O-Mat ist ein alter Hut. Vor jeder Bundestagswahl nutzen ihn Millionen Menschen in Deutschland – 2013 kam er 13 Millionen Mal zum Einsatz! Viele vertrauen auf den altbekannten Wahlhelfer, dabei ist die Auswahl im Netz groß.

Wahl-O-Mat

Er gehört zu den Klassikern, der Wahl-O-Mat . Seit 2002 veröffentlicht die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) den Wahlhelfer im Internet. Die Parteien positionieren sich zu den 38 Thesen. Danach ist man selbst an der Reihe, mit 'Ja', 'Nein' oder 'Mir Egal' zu antworten.

Vorteil: 32 von 33 der zur Wahl stehenden Parteien haben ihre Antworten geliefert. Am Ende hat man auch noch die Chance Themen, die einem besonders wichtig sind, doppelt zu gewichten.

Nachteil: Zum Thema Digitalisierung gibt es keine einzige Frage. Genauso wie zum Thema Pflege.

DeinWal.de

Kommt einem irgendwie bekannt vor, könnte man auf den ersten Blick denken: 42 Fragen in 12 Themenbereichen, also ganz ähnlich wie beim Wahl-O-Mat. Doch der Schein trügt! Auf DeinWal.de wird nicht geprüft, was die Parteien versprechen, sondern wie sie in der letzten Legislaturperiode im Bundestag abgestimmt haben.

Vorteil: Hier zählen tatsächlich Taten, nicht Worte.

Nachteil: Berücksichtigt werden nur jene Parteien, die es in den Bundestag geschafft haben (also CDU/CSU, SPD, Die Linke und Grüne).

Informiert Wählen

Hand auf's Herz: Wer liest sich die seitenlangen Wahlprogramme von vorne bis hinten durch? Wahrscheinlich die wenigsten. Um trotzdem gut informiert zu sein und die Programme miteinander vergleichen zu können, bietet ' Informiert Wählen ' die Möglichkeit, die Forderungen der sechs großen Parteien übersichtlich zu vergleichen.

Vorteil: Erspart einem das Lesen verschiedener Wahlprogramme und man bekommt dennoch einen guten Vergleich der einzelnen Positionen.

Nachteil: Tabellen zu durchforsten macht im Zweifel immer noch nicht so viel Spaß wie ein kleines Quiz.

WahlSwiper

“Finde deine Partei schneller als das nächste Tinder-Date”, damit wirbt der WahlSwiper. Ähnlich wie bei der Dating-App wischt man die 30 Thesen nach rechts (für ja, ich stimme zu) oder links (nein, ich stimme nicht zu). Am Ende wird einem das Top-Match präsentiert, also die Partei, die nach den Antworten am besten zu einem passt.

Vorteil: Durch kurze Erklärvideos und eine witzige Aufmachung, ist die App besonders für Erstwähler empfehlenswert.

Nachteil: Es gibt keine 'Vielleicht' Antwortmöglichkeit. Heißt: Man muss sich jede Antwort klar mit “Ja” oder “Nein” beantworten, dadurch fällt die Option “Neutral” - wie etwa beim Wahl-O-Mat - weg.

Der Digitale Thesen-Check

Brauchen wir ein Ministerium für Digitales? Und sollen Betreiber sozialer Netzwerke dafür sorgen, dass Bots als solche erkennbar sind? Wer diese und andere Fragen rund ums Thema Digitalisierung für besonders wichtig hält, sollte einen Blick auf den Digitalen Thesen-Check werfen. Hier zeigt sich auf einen Blick, welche Rolle die Digitalisierung in den Wahlprogrammen der Parteien spielen.

Vorteil: Eine gute Ergänzung zum Wahl-O-Mat, bei dem das Thema (siehe oben) keine Rolle spielt.

Nachteil: Nicht interaktiv, dafür aber eine gute Übersicht zu wichtigen Fragen rund ums Thema Digitalisierung.