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UNICEF Ethiopia/2014/Ayene
Bildung

In diesen Ländern haben Mädchen es am schwersten, eine Schulbildung zu bekommen

Für viele Kinder steht auch am Ende dieses Sommers etwas Großes bevor: Die Einschulung. Und egal, ob man sich darauf freut oder es einem davor graut, ist die Schule ein Ort, an dem wichtige Fähigkeiten für das weitere Leben gelernt werden. Manche erkennen es früher als andere. 

Das gilt für Mädchen und Jungen gleichermaßen. Wer lesen und schreiben kann, hat bessere Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben. Logisch.

Doch was, wenn man lernen will, aber keine Möglichkeit dazu hat? Kinder, die in armen und von konfliktreichen Ländern leben, haben es oft schwer, eine Schule zu besuchen. Vorausgesetzt, es gibt überhaupt eine Schule.  

Und dann kommt für rund die Hälfte aller Menschen noch eine weitere Hürde dazu, die einen Schulbesuch schwieriger macht: Ein Mädchen zu sein.  

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In vielen Ländern müssen Mädchen schon früh im elterlichen Haushalt aushelfen oder Geld für die Familie hinzuverdienen. Viele werden zudem früh zwangsverheiratet, was die Chancen auf eine Schulbildung fast unmöglich macht. 

Die Nichtregierungsorganisation ONE veröffentlichte im Rahmen ihrer Kampagne eine Liste mit Ländern, in denen Mädchen es am schwersten haben, eine Schulbildung zu erhalten. 

Südsudan

An der Spitze der Liste steht Südsudan, ein Land, das schon lange mit Konflikten und extremer Armut zu kämpfen hat. Rund 73 Prozent aller südsudanischen Mädchen im Alter zwischen sechs und elf Jahren geht nicht zur Schule. Grund dafür ist unter anderem der anhaltende Bürgerkrieg, der das Land seit der Unabhängigkeitserklärung von Sudan fest im Griff hat, weiß ONE zu berichten. 

„Es geht hier aber nicht nur darum, mehr Mädchen in Schulen zu schicken, sondern es geht vor allem um deren Zukunft und um die Frauen, die einmal aus ihnen werden sollen: gut ausgebildet, eigenständig und vor allem in einem gut bezahlten Job“, sagt Gayle Smith, Vorsitzende von ONE. 

Zentralafrika, Niger und Afghanistan

Auf den Plätzen dicht hinter Südsudan folgen Zentralafrika, Niger und Afghanistan - Länder, die allesamt von Konflikten gebeutelt wurden und bis heute mit den Folgen zu kämpfen haben.

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Die Liste von ONE zeigt neben den Ländernnamen noch etwas: Den engen Zusammenhang zwischen Armut und einer Ungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern. Umso ärmer ein Land, desto schwieriger haben es vor allem Mädchen, eine Schulbildung zu erhalten oder aber ihre Schulbildung abzuschließen.  

Rund um den Globus gehen mehr als 130 Millionen Mädchen nicht zur Schule - das sind 130 Millionen potentielle Ingenieurinnen, Lehrerinnen, Ärztinnen, Politikerinnen und Geschäftsführerinnen, deren Kraft und Beitrag der Welt verloren gehen

– Gayle Smith. 

7783405658_8d7649bfdd_b.jpgImage: Flickr/USAID

Selbst wenn Mädchen eine Schulbildung beginnen, weden sie oft frühzeitig wieder aus der Schule genommen. Um die finanzelle Lage ärmerer Familien nicht zu belasten und um den Mädchen eine vermeintlich sichere Zukunft zu geben, werden sie von ihren Eltern oft in jungen Altern zwangsverheiratet. Auf die Heirat folgt die Schwangerschaft, die den Besuch einer Schule fast unmöglich macht. 

„Ohne eine Schulbildung wird Mädchen der Weg auf eine bessere Zukunft versperrt“, sagt Fiona Mavhinga, Anwältin und eine der ersten Frauen in Zimbabwe, die mit Unterstützung der Internationalen Organisation "Camfed" die Möglichkeit bekam, eine Universität zu besuchen. „Ein gerechter Zugang zu Bildung für Mädchen und Jungen ist der Grundstein zu einer besseren Zukunft." 

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