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Real Madrid's third kit is the colour of coral — with a call to protect our oceans from pollution.
Courtesy of Adidas
Umweltschutz

Real Madrid wird künftig in Trikots aus Plastikmüll auflaufen

Anfang August stellte der spanische Fußballverein Real Madrid sein neues Ausweichtrikot für die kommende Saison vor. Das besondere an den korallroten Shirts: Sie sind komplett aus recyceltem Ozean-Plastikmüll hergestellt.

Der rosafarbene Streifen wurde von Parley Ocean Plastic in Zusammenarbeit mit Adidas entworfen und sollen die Farben verschiedener Korallenarten nachahmen, die durch Plastikverschmutzung bedroht sind.

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Die umweltfreundlichen Trikots wurden bei einem Event mit den Weltklasse-Spielern Marcelo Vieira da Silva Júnior, Gareth Bale und Karim Benzema am Hunters Point im New Yorker Stadtteil Queens erstmals präsentiert.

Real Madrid trug das Trikot auch schon während eines Spiels am 7. August, als die Mannschaft gegen das italienische Team Roma beim International Champion Cup antrat - und siegte.

„Real Madrid kann unserer Botschaft zu mehr Kraft verhelfen, indem sie sie mit ihrer riesigen, weltweiten Fangemeinde teilen”, sagte Cyrill Gutsch von Parley Ocean Plastic.

Nach dem Start der Kampagne veranstaltete der Club Workshops zum Thema Plastikmüllreduktion.

Adidas arbeitet bereits seit 2015 mit der Umweltorganisation Parley for the Oceans zusammen. Damals wurde erstmals ein Schuh aus Ozean-Plastik hergestellt. Jeder Schuh besteht zu 95 Prozent aus Kunststoff und wurde aus elf Plastikflaschen hergestellt. 2016 verkaufte Adidas mehr als eine Million Paare.

Jetzt hat sich die Partnerschaft ausgeweitet: bald soll es Hoodies, Schwimmbekleidung, Hosen und mehr geben.

Jedes Jahr landen schätzungsweise 8 Millionen Tonnen Plastik in unseren Ozeanen – das ist ein LKW voll mit Plastik, der jede Minute ins Meer gekippt wird. So gelangt Plastik in die Nahrung, die wir essen und führt dazu, dass jährlich Hunderttausende Wale, Delfine und anderen Meerestieren sterben.

Einige Länder haben sich deshalb dazu entschlossen, Gesetze zu erlassen, um diese Entwicklung zu stoppen. Taiwan verbot im Februar Einweg-Plastiktüten, Strohhalme und Tassen. In Großbritannien und Kanada wurde Mikroplastik verboten - die winzigen Plastikteilchen, die oft in Hygieneprodukten zu finden sind. In Ruanda gibt es eine “Plastikpolizei”. Und jeden letzten Samstag im Monat sind die Bürger dazu aufgerufen, im ganzen Land sauber zu machen und aufzuräumen. In Kenia kann der Besitz einer Plastiktüte mit Gefängnis bestraft werden. Auch in Marokko, Mauretanien und Tansania sind Plastiktüten verboten. Die EU arbeitet derzeit noch an einem Plastikverbot.