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Je weniger Plastik, desto besser. Zumindest wenn man die Umwelt schützen will, kann man an dieser Faustregel festhalten.

Aus diesem Grund gibt es in einigen Ländern, darunter auch Deutschland, Einschränkungen oder Verbote für Plastiktüten. Seit dem 1. Juli gilt das auch für Australien: Die dünnen Plastiktüten (weniger als 0,035 Millimeter) sind in großen Teilen des Landes verboten. Einige Supermarktketten haben sich sogar entschieden, Plastiktüten komplett abzuschaffen.

Die Reaktionen der Kunden? Durchwachsen. Nicht alle scheint diese Neuerung zu gefallen. Es soll ein Dutzend randalierende Kunden gegeben haben, die Verkäufer beleidigten oder sogar angriffen, berichtete die australische Nachrichtenseite “The West Australian". Die Gewerkschaft “Shop, Distributive and Allied Employees‘ Association” (SDA) hat die betroffenen Mitarbeiter befragt und die Fälle dokumentiert.

„Mir wurde gesagt, dass ich geldgieriger Abschaum bin“, berichtet etwa eine Verkäuferin. Eine Kassiererin erzählt, dass ein Kunde sie laut beschimpft habe. Als sie ihm helfen wollte, seine Einkäufe einzuscannen, habe er ihr sogar die Hände um den Hals gelegt.

Anders als in Deutschland sind in Australien viele Kunden nicht nur an den Luxus gewöhnt, eine kostenlose Plastiktüte zu bekommen, sondern bekommen die Tüten auch noch von Supermarktmitarbeitern an der Kasse gepackt.

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Auch wenn es einige Kunden empört: Für die Umwelt ist das Verbot nur gut. Seit es in Deutschland keine kostenlosen Plastiktüten mehr in Supermärkten gibt (2016), ist die Zahl um zwei Milliarden Stück auf 3,7 Milliarden Tüten gesunken.

Editorial

Umwelt schützen

Plastiktütenverbot in Australien – Kunden drehen durch

Ein Beitrag von Jana Sepehr