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Bildung

New Jersey verpflichtet Schulen als erster US-Bundesstaat dazu, den Klimawandel als Schulfach einzuführen

Warum das wichtig ist:
Die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels sind bereits auf der ganzen Welt sicht- und spürbar. Zunehmende Dürren verstärken den Hunger weltweit, häufiger auftretende Naturkatastrophen zwingen Millionen Menschen zur Flucht. Um dem entgegenzuwirken, hilft nur eines: Aufklärung über die verheerenden Folgen und schnelles Handeln durch Regierungen weltweit. Setze dich hier mit uns für eine nachhaltige Zukunft für alle Menschen ein.

Im nordöstlichen Bundesstaat der USA New Jersey soll an Schulen zukünftig über den Klimawandel aufgeklärt werden. Die Aufnahme in die Lehrpläne soll bereits in Kindergärten beginnen und bis zur 12. Klasse durchgängig erfolgen.

Damit ist New Jersey der erste Bundesstaat in den USA, der eine solche Maßnahme einführt. Bis September 2021 sollen Schulen die neuen Richtlinien umgesetzt haben. Dabei ist es jedem Bezirk freigestellt, selbst darüber zu unterscheiden, wie sie die Schüler*innen bestmöglich über den Klimawandel, dessen Folgen und Lösungsansätze unterrichten wollen.

Initiiert wurde der Vorstoß von der “First Lady” des Bundesstaats Tammy Murphy. Unterstützt wurde sie dabei von über 130 Pädagog*innen.

“In New Jersey bekommen wir die Auswirkungen des Klimawandels bereits deutlich zu spüren, indem unsere Küstenlinien verschwinden, durch schädliche Algenblüten in unseren Seen, bis hin zu starken Stürmen, die sintflutartige Regenfälle hervorrufen und unerträglich heißen Sommern”, so Murphy in einer Pressemitteilung.

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Umweltschützer*innen befürworten die Bemühungen, betonen aber, dass Pädagog*innen einen ganzheitlichen Ansatz bei der Vermittlung des neuen Unterrichtsstoffs verfolgen sollten.

“Der Unterricht sollte nicht nur von der Wissenschaft und den Problemen des Klimawandels handeln”, sagt Jeff Tittel, Direktor der Niederlassung der Umweltorganisation Sierra Club in New Jersey, gegenüber Global Citizen. Er betont, dass der Fokus auch auf den Lösungsansätzen liegen muss.

“Indem wir junge Menschen in der Schule darüber aufklären, könnten sie diejenigen sein, die mit Lösungen kommen”, so Tittel. “Genau wie Greta Thunberg, und vielleicht können wir mit etwas Glück hundert weitere [wie sie] in New Jersey haben, oder sogar mehr.”

Kinder und Jugendliche können auch dabei helfen, ihre Eltern zu informieren, vor allem diejenigen unter ihnen, die Zweifel am Klimawandel hegen, erklärt Tittel. Obwohl er die Aufnahme des Klimawandels in die Lehrpläne als guten Anfang anerkennt, wünsche er sich noch mehr solcher Maßnahmen, um ganze Gemeinden darüber aufzuklären.

“Ich würde zudem gerne hinzufügen, dass der Gouverneur und einige Mitglieder der DEP [Umweltschutzbehörde New Jerseys] ebenfalls an einigen dieser Klassen teilnehmen werden”, so Tittel.

Der Gouverneur New Jerseys Murphy wurde in der Vergangenheit dafür kritisiert, die Förderung von Erdgas als “Brückentechnologie” zu unterstützen, sowie für den geplanten Bau eines Gaskraftwerks. 2018 versprach Murphy, New Jersey bis 2050 zu 100 Prozent mit grüner Energie zu versorgen. Zudem erhofft er sich von der Neuerung der Lehrpläne in Zukunft mehr grüne Jobperspektiven für die nächste Generation.

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“Diese Generation von Schüler*innen wird die Folgen des Klimawandels mehr als jede andere zu spüren bekommen und deshalb ist es entscheidend, dass jede*r Schüler*in die Möglichkeiten erhält, die Klimakrise durch einen nachvollziehbaren, interdisziplinären Blickwinkel zu studieren und zu verstehen”, so Gouverneur Murphy in der Pressemitteilung