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Malala Yousafzai attends an event at the Kennedy School's Institute of Politics at Harvard University, Dec. 6, 2018.
Charles Krupa/AP
NewsGerechtigkeit fordern

Malala Yousafzai spendet 150.000 US-Dollar an Kinder in Gaza


Warum das wichtig ist
Kinder, die in Konflikt- und Krisengebieten leben, benötigen Zugang zu Bildung und psychologischer Betreuung. Das Global Goal 4 der Vereinten Nationen (UN) zielt darauf ab, allen Kindern Zugang zu inklusiver, gleichberechtigter und hochwertiger Bildung zu gewährleisten. Hier kannst du Deutschland daran erinnern, Mittel für Kinder bereitzustellen und diesem Ziel näher zu kommen.

Malala Yousafzai, Aktivistin und Gründerin des Malala Fund, will insgesamt 150.000 US-Dollar (rund 123.000 Euro) an palästinensische Familien spenden, die in Gaza unter dem Nahostkonflikt leiden. 

Zuletzt forderten die elftägigen Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hamas mehr als 250 Menschenleben. Auf Seiten Palästinas verloren 66 Kinder ihr Leben, in Israel starben zwei. Hunderte erlitten Verletzungen. Seit dem 21. Mai gilt nun ein Waffenstillstand. 

Zwei Drittel der Menschen in Gaza litten bereits vor den Angriffen an Hunger; jetzt hat sich die Lebensmittelknappheit noch verschlimmert. Mindestens 52.000 Palästinenser*innen wurden vertrieben und es wird erwartet, dass die Armutsrate zunimmt

Aber auch die Infrastruktur wurde stark beschädigt, darunter 50 Schulen und mehrere Krankenhäuser. Wasserknappheit sowie Stromausfälle haben palästinensische Gebiete verwüstet und die Gefahr von Ansteckungen mit COVID-19 in der Region erhöht

Aktivistin Malala Yousafzai setzt sich für größere Bildungschancen in Palästina ein

Yousafzai weiß aus eigener Erfahrung, welche Auswirkungen Konflikte und Krisen auf ein Kind haben können. 2012 wurde die Friedensnobelpreisträgerin von den Taliban angeschossen, weil sie sich für die Bildung von Mädchen einsetzte. Seitdem hat sie ihr Leben diesem Zweck gewidmet.

Nun will Yousafzai an folgende Organisationen spenden: 100.000 US-Dollar (rund 81.737 Euro) gehen an die internationale Organisation Save the Children und 25.000 US-Dollar (rund 20.434 Euro) an KinderUSA – einer Wohltätigkeitsorganisation, die sich für die Gesundheit und das Wohlergehen von palästinensischen Kindern einsetzt. Weitere 25.000 US-Dollar erhält die Organisation DCI Palestine, die sich für die Rechte der Kinder aus Palästina stark macht. 

“Wie viele andere auf der Welt bin ich erschüttert von der Brutalität und Unmenschlichkeit, die palästinensischen Kindern widerfährt”, sagte Yousafzai in einer Pressemitteilung von Save the Children. “Sie verdienen es, in Frieden zu leben, sich in ihren Häusern sicher zu fühlen, Zugang zu Bildung zu erhalten und ihre Träume zu verfolgen — genau wie jedes andere Kind. Ich hoffe, dass die Spenden ihnen dabei helfen, zur Schule zurückzukehren und mit dem Prozess des Wiederaufbaus ihres Lebens zu beginnen. Ich möchte die palästinensischen Kinder wissen lassen, dass ich an ihrer Seite stehe und an ihre Zukunft glaube.”

“Ich bete für einen dauerhaften Frieden in der Region und fordere die Regierungen dazu auf, die Grundrechte jedes Kindes zu schützen”, so Yousafzai.

“Den palästinensischen Kindern werden ihre Grundrechte verweigert”

Die Spende an Save the Children soll dazu beitragen, dass beschädigte Schulen repariert und sauberes Wasser sowie Lebensmittelgutscheine bereitgestellt werden. Zudem werden die psychische Gesundheit und das Wohlergehen der Kinder unterstützt und Ernährungsangebote für schwangere Frauen und junge Mütter zur Verfügung gestellt. 

Schon vor der Gewalteskalation hat eine hohe Prozentzahl der Kinder in Gaza psychologische Stresssymptome gezeigt. Laut Jason Lee, dem Landesdirektor von Save the Children in Palästina, tauchen Symptome wie Depression, Hyperaktivität, Aggression und eine Vorliebe für Einsamkeit vermehrt auf. Der jüngste Konflikt wird diese traumabedingten Probleme nur noch verschlimmern. 

“Auch wenn wir den Waffenstillstand zwischen Israel und palästinensischen Gruppen in Gaza begrüßen, ist es nicht genug, denn den palästinensischen Kindern werden nach wie vor ihre Grundrechte verweigert”, erklärte er. “Die Kinder haben uns gesagt, dass sie sich eine Welt vorstellen, in der sie die gleichen Rechte haben und in Frieden und Sicherheit leben. Wir sind es den zukünftigen Generationen schuldig, alles zu tun, damit das Wirklichkeit wird.”

Wenn auch du dich dafür einsetzen willst, dass Kinder in Konflikt- und Krisengebieten Zugang zu Bildung erhalten, dann fordere hier die deutschen Entscheidungsträger*innen zum Handeln auf.