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Mark Garten/UN Photo
Citizenship

Malala, Jane Goodall und Tom Brady fordern Regierungen in offenem Brief zum Handeln auf

Warum das wichtig ist:
Die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (UN), auch Global Goals genannt, bieten der Weltgemeinschaft den Leitfaden für ein nachhaltiges, gleichberechtigtes und gesundes Leben für alle. Diese Ziele können bis 2030 erreicht werden, wenn Regierungen weltweit zusammenarbeiten und die notwendigen Maßnahmen effizient umsetzen. Werde hier mit uns aktiv.

Was haben die jüngste Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai, die legendäre Umweltforscherin Jane Goodall und der American-Football-Spieler Tom Brady gemeinsam? Sie alle haben ein Ziel: eine Welt ohne Armut bis 2030.

Damit sind sie nicht allein: Weitere 2.020 Aktivist*innen unterzeichneten einen offenen Brief an Regierungssprecher*innen weltweit. Mit dieser Aktion möchten sie Entscheidungsträger*innen an ihr Versprechen erinnern, die Global Goals bis 2030 zu erreichen.

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Ihr Brief ist im Stil eines Gedichts gehalten, mit direkter Ansprache und kurzen Sätzen. Die Unterzeichner*innen sprechen sowohl eine Warnung, als auch eine Handlungsaufforderung aus und gehen auf die enorme Gefahr ein, denen die Menschheit angesichts des Klimawandels und extremer Armut gegenübersteht. Aber ihr Brief zeigt auch Möglichkeiten auf, um diesen Bedrohungen etwas entgegenzusetzen.

Denn die Vorarbeit für den erforderlichen Wandel hat die UN mit ihrer Entwicklung der Global Goals bereits getan – nun geht es darum, die vorgeschlagenen Maßnahmen auch umzusetzen. Deshalb ruft der Brief Regierungssprecher*innen auf, Gelder für die Erreichung der insgesamt 17 Ziele bereitzustellen. Im Herzen dieser Ziele steht das Ende extremer Armut, der Kampf gegen Hunger, sowie Gleichberechtigung und Gesundheit für alle.

Auf der Seite zur Aktion zeigt ein Zeitstrahl die wichtigsten Konferenzen für nachhaltige Entwicklung, auf die es in diesem Jahr ankommt. Dazu gehören etwa der G7-Gipfel, die Generalversammlung der UN und das erste Gipfeltreffen für die Bekämpfung von Malaria und vernachlässigten Tropenkrankheiten in Kigali, Ruanda.

Mit dabei ist auchGlobal Goal Live: The Possible Dream – unsere bisher größte Kampagne zu den Global Goals, die am 26. September ihren Höhepunkt findet. An diesem Tag werden über zehn Stunden Konzerte und Events in sieben Städten rund um den Globus stattfinden. Das Ziel: Entscheidungsträger*innen weltweit zu finanziellen Zusagen für eine Welt ohne Armut zu bewegen.

Neben Malala und Jane Goodall finden sich auch Aktivist*innen wie Patrisse Cullors, Mitbegründerin der Bewegung Black Lives Matter, die amerikanische Fridays For Future Aktivistin Alexandria Villaseñor und Dr. Obiageli Ezekwesili, Mitbegründerin der Bring Back Our Girls-Bewegung, unter den Unterstützer*innen des offenen Briefs. Zudem schließen sich viele bekannte Persönlichkeiten wie Emma Watson, Schauspielerin und UN-Botschafterin für Geschlechtergleichstellung und Sänger Chris Martin der Aktion an.

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In dem Brief heißt es:


An alle Regierungssprecher*innen weltweit,
Dies ist ein Notfall.
Wir sind Aktivist*innen, die sich für unterschiedliche Themen auf der ganzen Welt einsetzen. Nun vereinen wir uns zum ersten Mal, um Sie aufzufordern, umgehend in diesem entscheidenden Jahr aktiv zu werden.
Vor fünf Jahren haben sich beim UN-Gipfel 193 Länder zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung bekannt.
Eine historische Zielsetzung, um extreme Armut zu bekämpfen, Ungleichheiten zu überwinden und die Klimakrise einzudämmen.
Werfen Sie einen Blick auf unsere heutige Welt.
Unser Klima heizt sich auf.
Naturkatastrophen nehmen zu.
Millionen Menschen fliehen aus ihrer Heimat.
Kinder leiden ohne Zugang zu lebenswichtiger Nahrung und Gesundheitsvorsorge.
Aktivist*innen weltweit werden für ihre Ansichten getötet.
Mädchen und Frauen wird Bildung verwehrt, gleichzeitig werden sie Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt. (…)
Sie müssen schneller handeln. (…)
Wir beobachten Sie. Und wir werden jeden Tag kämpfen, für alle Menschen, für den Planeten. (…)

“Regierungen weltweit handeln schlichtweg nicht schnell genug oder mit unzureichendem Nachdruck, um die Global Goals bis 2030 zu erreichen“, sagt Dr. Obiageli Ezekwesili in der Pressemitteilung zu dem offenen Brief. “Unsere Entscheidungsträger*innen müssen innovative finanzielle Lösungen finden und uns beweisen, dass sie sich zum entscheidenden Jahrzehnt des Handelns bekennen.”