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Entwicklungsfinanzierung & Innovation

Lidl stellt als erster Supermarkt in Deutschland auf 100% fair gehandelte Bananen um

Quellenangabe: "obs/LIDL/Felix Zahn/photothek.net"
Warum das wichtig ist
Lebensmittel wie Bananen, Kaffee und Tee, die für unser tägliches Leben selbstverständlich sind, stammen häufig aus Entwicklungsländern. Sie sind günstig und stehen das ganze Jahr über im Supermarktregal. Doch diejenigen, die die Produkte für uns herstellen und ernten, zahlen oft einen hohen Preis – Kinderarbeit und Armut sind keine Seltenheit. Deshalb ist es wichtig, auf fairen Handel zu achten. Setz dich mit Global Citizen für eine gerechtere Welt für alle ein.

Am vergangenen Freitagmorgen hatte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller einen ganz besonderen Termin. Die anwesenden “Gäste” waren eher leger gekleidet, hatten Einkaufstüten in der Hand oder schoben einen Wagen vor sich her. Die Deko: Bananen, Kaffee, Osterhasen.

Ein ungewöhnliches Setting für einen Minister. Doch Gerd Müller hat ein Anliegen, das ihm am Herzen liegt: Er will Unternehmen und Konsument*innen davon überzeugen, auf fairen Handel und fairen Einkauf zu achten. Deshalb schreckt er nicht davor zurück, seinen Arbeitsplatz zur Abwechslung in einen Supermarkt zu verlegen.

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Gemeinsam mit Matthias Oppitz, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Lidl Deutschland, und Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von Fairtrade Deutschland, wollte Minister Müller Konsument*innen, Presse und Öffentlichkeit über Möglichkeiten des fairen Einkaufs informieren und dafür sensibilisieren, wie wichtig fairer Handel ist.

Dass es ausgerechnet eine Lidl-Filiale war, in der sich die Anwesenden zum Termin trafen, hat einen Grund: Denn während Aldi vor einigen Monaten den ohnehin schon niedrigen Bananenpreis weiter drücken wollte, wie bei Spiegel Online zu lesen war, verkündete Lidl, komplett auf fair gehandelte Bananen umzusteigen. Damit ist Lidl die erste Supermarktkette, die auf 100 Prozent fair gehandelte Bananen setzt.

Als erster Händler führte Lidl vor 13 Jahren bundesweit Fairtrade-zertifizierte Produkte unter seiner Eigenmarke "Fairglobe" ein und baut das Angebot seitdem kontinuierlich aus, heißt es in einer Pressemitteilung von Lidl.

Dass Lidl nun ausschließlich 100 Prozent Fairtrade-Bananen verkaufen möchte, ist womöglich auch der Verdienst der Nichtregierungsorganisation Oxfam, die sich mit diversen internationalen Kampagnen seit Jahren für faire Arbeitsbedingungen entlang der gesamten Lieferkette von Supermärkten einsetzt.

Minister Müller lobt das Engagement von Lidl für den fairen Handel und fordert nun alle Händler in Deutschland dazu auf, sich für mehr Nachhaltigkeit einsetzen. "Keine Kinderarbeit auf Plantagen, existenzsichernde Löhne für Produzenten, ökologische Grundstandards: Die Verbesserung der Bedingungen für Mensch und Umwelt in den Ursprungsländern kann nur im Schulterschluss aller Akteure geschehen. Lidl ist auf dem richtigen Weg, für faire Lieferketten benötigt es aber das Engagement der gesamten Branche. Faire Produkte müssen Standard in allen deutschen Supermärkten werden”, sagte Müller.

Dass die Globalisierung unseren Lebensstandard erhöht und unser alltägliches Leben erleichtert und bereichert, ist kein Geheimnis. Doch es ist entscheidend, dass wir unseren Wohlstand nicht auf dem Rücken anderer austragen. Deshalb ist die Frage: Entscheiden sich die Unternehmen für Moral oder Profit? Lidl und Gerd Müller hoffen darauf, dass ihre Strategie aufgeht und die Konkurrenz dem guten Beispiel folgt.