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Gesundheit

Indien: Gesundheitsminister behauptet, Krebs wird durch Sünden verursacht - entfacht massenhaft Empörung

Himanta Biswa Sarma, ein Gesundheitsminister aus dem Bezirk Assam in Indien hat die Behauptung aufgestellt, dass Menschen aufgrund "göttlicher Gerechtigkeit" Krebs bekommen. Daraufhin brach im ganzen Land eine Welle der Empörung aus.

Während einer öffentlichen Veranstaltung in Guwahati beschuldigte Sarma "vergangene Sünden" von Krebs-Patienten, aber auch begangene Sünden ihrer Eltern, als Anlass für ihr aktuelles Leiden.    

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Die 'Times of India' zitiert Sarma wie folgt: "Gott lässt uns leiden, wenn wir sündigen. Manchmal treffen wir auf junge Männer mit Krebs. Oder junge Männer, die einen Unfall hatten. Wenn Sie deren Vergangenheit betrachten, werden Sie feststellen, dass es göttliche Gerechtigkeit ist. Nichts anderes. Diese göttliche Gerechtigkeit müssen wir ertragen."

Er fügte hinzu: "In diesem Leben oder in unserem früheren Leben, vielleicht auch mein Vater oder meine Mutter, vielleicht hat der junge Mann auch einfach nichts getan, aber sein Vater hat etwas falsch gemacht. "

Die Aussagen des Ministers haben für Wut und Empörung bei an Krebs erkrankten Menschen, ihren Familien, Freunden, der Öffentlichkeit und bei Oppositionspolitikern gesorgt - sie alle fordern eine öffentliche Entschuldigung.

Die 'All India United Democratic Front' warf dem Minister vor, seine Behauptungen seien der Versuch, "sein eigenes Versagen zu verbergen, in Bezug auf die landesweit steigenden Krebsraten im Staat und einer gescheiterten Gesundheitspolitik."

Sarma, Mitglied der in Indien regierenden Bharatiya Janata Partei (BJP), twitterte wenig später eine Erklärung, die jedoch lediglich dazu beitrug, die Empörung noch weiter anzuheizen.  

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Schätzungen gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2020 die Zahl neuer Krebsfälle in Indien um 25% steigen wird, so Forschungsergebnisse des 'Indian Council of Medical Research' (ICMR).

Fehlende Aufklärung und mangelndes Bewusstsein in der Bevölkerung sowie unzureichender Zugang zu entsprechenden Tests sorgen dafür, dass lediglich 12,5% aller Patienten Behandlungsmöglichkeiten in den frühen Stadien der Krankheit suchen, so die ICMR weiter.

Ein Bericht von Ernst & Young besagt weiter, dass vor allem bei Frauen ein fehlendes Bewusstsein ein großes Problem ist. Jeden Tag wird bei rund 2.000 indischen Frauen eine Krebserkrankung diagnostiziert, 60% davon erst in einem späten Stadium.

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