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368 million, half of all people living in extreme poverty, reside in just five nations.
Unsplash Karthikeyan K
Citizenship

Die Hälfte der ärmsten Menschen der Welt lebt in nur 5 Ländern

Warum das wichtig ist
Im Kampf gegen extreme Armut braucht es unter anderem aktuelle Statistiken. Nur belastbare Daten und Berichte ermöglichen es Politikern und Organisationen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Global Citizens Ziel ist es, extreme Armut weltweit bis 2030 zu beenden. Du kannst uns dabei unterstützen, indem du hier aktiv wirst.

Rund um den Globus leben 736 Millionen Menschen in extremer Armut. Doch guckt man sich die Verteilung genauer an, erkennt man: Eigentlich sind sie eben nicht rund um den Planeten verteilt. Im Gegenteil: Etwa die Hälfte von ihnen, circa 368 Millionen, leben in nur fünf Ländern. Das geht aus einem in 2018 veröffentlichten Bericht der Weltbank zum Thema Armut hervor.

Die fünf Nationen sind namentlich: Indien, Nigeria, die Demokratische Republik Kongo, Äthiopien und Bangladesch.

Auch unter den fünf Ländern gibt es einen traurigen Spitzenreiter: Indien. Allein hier leben von den insgesamt 1,3 Milliarden Einwohnern etwa 170 Millionen Menschen in extremer Armut. Das macht fast ein Viertel der von extremer Armut betroffenen Menschheit weltweit aus. In Nigeria sind es 12 Prozent, gefolgt von Kongo, Äthiopien und Bangladesch mit sieben, vier und drei Prozent.

"Um bis 2030 entscheidende Fortschritte zu machen und extreme Armut weltweit auf unter drei Prozent zu bringen, ist ein erheblicher Rückgang der Armut in diesen fünf Ländern entscheidend", schrieben Weltbank-Datenforscher Roy Katayama und Divyanshi Wadhwa.

Aus dem Bericht geht ebenfalls hervor, dass extreme Armut in Indien und Bangladesch bis 2030 durchaus beendet werden kann – wohingegen in Nigeria, der Demokratischen Republik Kongo und in Äthiopien die Armutsrate relativ stabil bleiben wird. So zumindest eine Prognose, die besagt, dass “die Fortschritte in der Welt sehr ungleich vorangehen.”

So viel zu den absoluten Zahlen. Richtet man nun seinen Blick auf die Relation zwischen Bevölkerungszahl und dem Anteil der von Armut betroffenen Menschen innerhalb eines Landes, so zeigt sich ein anderes Bild.

Nach dieser Berechnung ist der Anteil an der Bevölkerung, die in Armut lebt, in Syrien mit 82,5 Prozent am höchsten, zeigt eine Länderstatistik von “IndexMundi”.

Surinam (70 Prozent), Guatemala (59,3 Prozent), Haiti (58,5 Prozent) und viele Staaten in Subsahara-Afrika befinden sich ebenfalls weit vorne auf dieser Liste.

Screen Shot 2019-01-16 at 5.10.47 pm.pngWorld Bank 'Piecing Together The Poverty Puzzle' report.

Auch wenn diese Daten anderes vermuten lassen: Weltweit betrachtet gibt es enorme Fortschritte bei der Bekämpfung von Armut. Während 1990 ein Drittel der weltweiten Bevölkerung in Armut lebte, waren es 2015 nur noch ein Zehntel.

Weltbank-Präsident Jim Yong Kim betont jedoch, dass diese Erfolge nicht selbstverständlich sind und wir weiter hart daran arbeiten müssen, um unser Ziel zu erreichen.

"Wir sollten unser Augenmerk nicht nur darauf richten, die globale Armutsquote auf unter drei Prozent zu senken, sondern auch sicherstellen, dass alle Länder und alle Menschen an den Vorteilen der wirtschaftlichen Entwicklung teilhaben können."