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Andy Samberg and Sandra Oh at the 76th Annual Golden Globe Awards held at the Beverly Hilton Hotel on Jan. 6, 2019.
Paul Drinkwater/NBC
Gesundheit

Grippeimpfungen waren die wahren Stars der Golden Globes 2019

Warum das wichtig ist
Die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen fordern Gesundheit und Wohlbefinden für alle. Impfstoffe tragen einen wesentlichen Bestandteil zur Sicherstellung der globalen Gesundheitsversorgung und zur Vorbeugung schwerer und lebensgefährlicher Krankheiten bei. Werde auch du aktiv und setzt dich hier für eine gute Gesundheitsversorgung für Menschen auf der ganzen Welt ein.

Die Preisverleihung der Golden Globes sorgte mal wieder für eine Sensation: Die Gastgeber der Veranstaltung, Schauspielerin Sandra Oh und Komiker Andy Samberg, verteilten in diesem Jahr Grippeimpfungen anstelle von Pizza. Sandra Oh machte ihrer Figur Dr. Christina Yang aus der Fernsehserie “Grey’s Anatomy” damit alle Ehre.

Das Publikum staunte nicht schlecht, als Ärzte und Krankenschwestern zur Melodie des LMFAO-Songs “Shots” mit Spritzen bewaffnet auf die ahnungslosen Anwesenden zustürmten.

Bei den Impfungen handelte es sich jedoch nicht um echte Impfungen – sie waren vielmehr Teil eines gut inszenierten PR-Gags. Schauspielerin Linda Cardellini, eine der wenigen, die auf das Angebot reagierte, erzählte auf Nachfrage der Zeitschrift Vanity Fair, dass die Impfung nicht echt war.

Hinsichtlich der brisanten Debatte für und gegen das Impfen, bezogen die Gastgeber der Veranstaltung mit ihrer Einlage mutig Stellung. Der Scherz kam zwar nicht bei allen gut an, er regte aber eine wichtige Diskussion über das Impfen an. 

Denn die Zahl der nicht geimpften Kinder in den USA nimmt seit 2001 stetig zu, warnt das amerikanische Zentrum für Seuchenbekämpfung und Prävention (CDC) – und Hollywood könnte einen Teil dazu beigetragen haben. Denn besonders in den letzten Jahren sprachen sich immer mehr Prominente aus Hollywood gegen Impfstoffe aus.

“Wenn Sie ein Impfgegner sind, dann legen Sie bitte eine Serviette auf den Kopf – wir überspringen sie dann einfach”, sagte Samberg und verwies dabei auf die wachsende Zahl von Prominenten, die Impfstoffe trotz zahlreicher Beweise für ihre Sicherheit in Frage stellen.

Schauspielgrößen wie Jenny McCarthy, Jim Carrey, Alicia Silverstone und Charlie Sheen kritisierten in der Vergangenheit immer wieder die erheblichen gesundheitlichen Risiken die mit Impfungen einhergehen. Auch wenn es sich bei den Prominenten, mit Ausnahme von Ken Jeong, selten um echte Mediziner handelt, warnen Experten vor dieser Vorbildfunktion, denn für viele Fans zähle die Meinung ihrer Idole mehr als die von Experten.

Dass sich Prominente gegen das Impfen aussprechen war nicht immer so. Elvis Presley zum Beispiel ließ sich 1956 während einer Pressekonferenz impfen und sorgte damit für einen deutlichen Anstieg der Polio-Impfquote. Neben Presley waren auch Frank Sinatra und Mickey Rooney (sein Sohn überlebte eine Polio-Infektion) starke Befürworter der damaligen Impfkampagne gegen Polio.

Schauspielerin Kristen Bell, die sich selbst als sehr “naturbezogen” bezeichnet, verriet in einem Artikel in der amerikanischen Zeitschrift Huffington Post in 2015, dass sie ursprünglich davon überzeugt war, ihre Kinder nicht impfen zu lassen. Intensive Recherche jedoch überzeugte sie vom Nutzen von Schutzimpfungen. Ihrer Meinung nach seien Impfungen nicht nur sicher für Kinder, sondern auch entscheidend für den Schutz von Kindern vor lebensbedrohlichen Krankheiten.

Bell ist heute ein starker Befürworter von Impfungen und lässt niemanden, der nicht geimpft ist, in die Nähe ihrer Kinder.

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“Als Lincoln auf die Welt kam, war gerade eine Keuchhusten-Welle auf dem Vormarsch. Bevor sie zwei Monate alt war, forderten wir unsere Freunde auf sich gegen Keuchhusten impfen zu lassen, wenn sie unsere Tochter halten wollten”, erzählte sie der amerikanischen Zeitschrift The Hollywood Reporter.

Sowohl Gal Gadot– aka “Wonder Woman” – als auch Jennifer Garner sind starke Impfbefürworter. Garner engagiert sich zudem als Botschafterin der “Face of Influenza” Kampagne für den amerikanischen Lungenverband.

“Ich möchte dazu beitragen, dass alle Mütter im ganzen Land verstehen, dass eine Grippe gefährlich sein kann und dass die Impfung eine Priorität für jede Familie sein sollte,” sagte Garner im März.

Eine Grippeimpfung lohnt sich immer, auch dann noch, wenn die Wintersaison schon fast vorbei ist. 

Impfungen sind der Schlüssel zur Vorbeugung gegen schwerer Krankheiten wie die Grippe, an der in den USA zwischen 2017 und 2018 rund 80.000 Menschen starben, und zur Beseitigung von Krankheiten wie Masern und Polio. Eine Impfung schützt nicht nur den Impfstoffempfänger, sondern hilft auch, unsere Gesellschaft vor der Ausbreitung verheerender Krankheiten zu schützen.