Es ist wieder soweit! Ein ganzes Jahr ist seit dem letzten Global Citizen Festival in New York vergangen. Zeit also, um sich am 24. September wieder im Central Park zu treffen und gemeinsam unsere Stimmen zu erheben, um extreme Armut auf der Welt zu beenden. Wie aufregend!

Und das Wichtigste gleich vorweg: Wer wird dieses Jahr dabei sein? Viele Global Citizens natürlich! Und keine geringeren als unsere Headliner Rihanna, Kendrick Lamar, Demi Lovato, Major Lazer und Metallica!

Getoppt werden die Stars nur durch unsere Special Guests: Coldplay-Frontmann Chris Martin, Superstar Usher, Hugh „Wolverine” Jackman, „How I Met Your Mother”-Star Neil Patrick Harris und viele viele mehr. Wow!

Hört sich toll an!

Aber wie soll ein Festival gegen extreme Armut helfen?

Gute Frage! Wenn Global Citizens am 24. September zum fünften Jahr in Folge im Central Park zusammenkommen, treffen sich auch die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen in New York zu ihrer jährlichen Generalversammlung. Wenige Tage vor dem Festival, am 19. September, findet außerdem der UN-Weltgipfel für Flüchtlinge und Migranten statt und einen Tag später ein Flüchtlingsgipfel organisiert von der amerikanischen Regierung.

Ein guter Zeitpunkt also, um die UN an die 17 Entwicklungsziele zu erinnern, die sie der Welt letztes Jahr vorgestellt hatten. Und die dürfen auf keinen Fall in Vergessenheit geraten! Denn um die Welt zu einem besseren Ort für alle Menschen zu machen, brauchen wir einen Plan. Um unser Ziel - extreme Armut bis zum Jahr 2030 zu beenden - auch wirklich zu erreichen, müssen wir alle, müssen Staats- und Regierungschefs, müssen die Länder und die Welt selbst zusammenkommen und sich gemeinsam an die Arbeit zur Umsetzung dieser Ziele machen.

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Klingt ja schön und gut, aber bringt das wirklich was?

Die Frage ist schnell beantwortet: auf jeden Fall! Die Global Citizen Bewegung wächst Tag für Tag. Tag für Tag engagieren sich mehr und mehr Menschen aus der ganzen Welt. Sie setzen sich ein und wollen nicht mehr tatenlos zusehen, sondern unsere Welt zu einem besseren Ort machen. Schau dir nur an, was Global Citizens in den letzten Jahren schon erreicht haben:

Ich weiß, ich weiß. Das sind nur Zahlen. Was haben die Aktionen denn aber GENAU bewirkt? Nun ja, um es kurz zu sagen: eine ganze Menge! Während des Global Citizen Earth Day 2015 haben sich die Niederlande zum Beispiel dazu verpflichtet, 30 Millionen Menschen mit einem Zugang zu sanitären Anlagen und weitere 50 Millionen Menschen mit einem Zugang zu sauberem Trinkwasser auszustatten - dank der 70.000 Aktionen, die die weltweiten Global Citizens getätigt haben.

Der schwedische Premierminister Stefan Lofven wurde 2015 durch den Aufruf von 100.000 Global Citizens - die ihn mit Tweets, Emails und Anrufen nicht mehr ruhig schlafen ließen - und dem Engagement des Coldplay-Sängers Chris Martin zum Global Citizen Festival nach New York eingeladen. Noch auf der Bühne versprach Lofven in den nächsten 15 Jahren 60 Millionen Menschen auf der Welt den Zugang zu Sanitäranlagen zu ermöglichen. Und Norwegen hat sich letztes Jahr dazu bereit erklärt, 12 Millionen US-Dollar zur Verfügung zu stellen, um die Luftverschmutzung zu reduzieren.

Das konnten wir nur dank des Einsatzes jedes einzelnen Global Citizens schaffen. Und jede Minute kommen mehr Aktionen hinzu. Dank jedes Einzelnen werden die Entwicklungsziele - die Global Goals - immer weiter in die Welt hinausgetragen. Und das ist wichtig. Denn um unser Ziel zu erreichen, müssen so viele Leute wie möglich über die Ziele Bescheid wissen. Sie müssen erfahren, dass jede Stimme zählt. Je mehr Leute sich aktiv zeigen, desto mehr wird den Staats- und Regierungschef bewusst, dass sie die Ziele wieder auf ihre Prioritätenliste setzen müssen.

Das jährliche Global Citizen Festival in New York gibt uns die Möglichkeit, so viel Aufmerksamkeit wie möglich auf die Global Goals zu legen und zu zeigen, wie viel wir als Bewegung erreichen können. Denn wir sind bei weitem noch nicht so weit, dass kein Mensch mehr in extremer Armut lebt.

Um weiterhin den Politikern dieser Welt zu zeigen, wie laut unsere gemeinsame Stimme ist, haben wir unsere Bühne dorthin gestellt, wo sie die Regierungschef während der UN-Generalversammlung sicherlich nicht verfehlen können: mitten in den Central Park! Eine Bühne, die nur so strotzt vor Stars und Persönlichkeiten - habe ich schon erwähnt, dass Chris Martin und Hugh Jackman mit der gesamten Metallica Crew da sein werden?! Eine Bühne, die von 60.000 lauten Global Citizens - oh und natürlich vielen Live-Kameras - umgeben sein wird. Eine bessere Plattform kann man sich nicht wünschen, um den Kampf gegen extreme Armut nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Auch dieses Jahr werden wir wieder genau hinhören, was Politiker und hochrangige Vertreter der Welt versprechen. Wir werden in den Tagen, Wochen und Monaten nach dem Festival nachhören und sie an ihre Versprechen erinnern - mit all unseren Aktionen, mit denen Global Citizens das ganze Jahr über aktiv werden können.

So, um die Frage also nochmal zu beantworten: ein Festival ist kann sehr wohl dabei helfen, extreme Armut zu beenden! Es ist wieder an der Zeit, unseren Stimmen Gehör zu verschaffen! Vielleicht sehen wir uns in New York?

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Global Citizen Festival 2016 - Gemeinsam gegen extreme Armut

Ein Beitrag von Katrin Kausche