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Längst überfällig: Emirate verbieten Besitz von exotischen Haustieren

Dubai: Hitze, Hochhäuser, Reichtum. Das ist das, womit Dubai oder die Vereinigten Arabischen Emirate durchaus gerne assoziiert werden. Und wie könnte man Reichtum besser präsentieren, als sich mit Statussymbolen wie schnellen Autos, riesigen Yachten oder vergoldeten Smartphones zu schmücken. 

Wer es ganz ausgefallen mag, hat auch noch ein exotisches Tier als Haustier - so wie einen Tiger oder einen Orang-Utan zum Beispiel.

Doch damit ist jetzt endlich Schluss! Denn seit diesem Monat gilt in Dubai: Privatpersonen dürfen keine exotischen Tiere mehr als Haustiere halten.

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Ein exotisches Haustier als Statussymbol auflisten zu können, schien in Dubai nicht ungewöhnlich zu sein. Man sah die Besitzer, wie sie mit ihnen spazieren gingen, sie im Auto rumkutschierten oder sie zu einem Ausflug an den Strand mitnahmen. Erst letztes Jahr verbreitete sich ein Video im Internet wie ein Lauffeuer, das einen arabischen Prinzen beim Ausflug an den Strand mit seinen fünf Tigern zeigte.

Dank des jahrelangen Drucks durch Tierschutzorganisationen ist nun endlich Schluss damit. Seit Januar 2017 gilt: wer dem Gesetz zuwiderhandelt, muss mit einer satten Geldstrafe von knapp 150.000 Euro rechnen. 

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Elsayed Mohamed, Leiter des Internationalen Tierschutz-Fonds in Dubai, sagte gegenüber der in Abu Dhabi ansässigen Zeitung ‚The National Newspaper’, dass Dubai mit dem Erlass des neuen Gesetzes ein Meilenstein gelungen wäre: „Wir begrüßen das neue Gesetz und gratulieren der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate zu dieser wichtigen Initiative. Nun hoffen wir, dass diese Entscheidung Vorbild für viele weitere Golfstaaten sein wird.“

Das wäre sehr zu begrüßen. Denn abgesehen von der Tatsache, dass Wildtiere in Privathäusern niemals eine artgerechte Tierhaltung erfahren, ist die reiche Oberschicht in den Arabischen Emiraten als auch in anderen Golfstaaten vor allem an Jungtieren interessiert. Denn die sind noch nicht so groß und gefährlich. Wo diese Jungtiere allerdings herkommen, interessiert die meisten herzlich wenig. Dass die Jungen zum Beispiel den Muttertieren in Ostafrika gestohlen werden und ältere Tiere bei diesem Vorhaben sogar getötet werden, scheint nicht von Belang.

Durch dieses Vorgehen dezimierte sich die Zahl der Großkatzen alarmierend schnell. Erst Ende letzten Jahres wurde festgestellt, dass nur noch 7.000 Geparde in freier Wildbahn leben.

In den nächsten Monaten ist wahrscheinlich mit einer Vielzahl ausgesetzter Tiere zu rechnen. Doch darauf will die Regierung vorbereitet sein und bemüht sich schon jetzt um mögliche neue Unterbringungen für die Tiere.

Das offizielle Verbot zusammen mit der Geldstrafe sind gute Maßnahmen, die hoffentlich bald Früchte tragen und zum aktiven Schutz dieser kostbaren Tiere beitragen.