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Umweltschutz

Dank Obama und Trudeau ist die Arktis (erst mal) vor Ölbohrungen sicher

Flickr/Mark Dumont

Kurz bevor seine Amtszeit zu Ende geht, scheint Barack Obama sicherstellen zu wollen, dass nichts und niemand - vor allem nicht der neu-gewählte US-Präsident Trump - die erlassenen Gesetze zum Klimaschutz, die er und sein Kabinett über die letzten acht Jahre aufgestellt haben, über Nacht zunichte machen kann.

Aus diesem Grund sprach er vergangenen Dienstag ein weiteres Gesetz aus, das 98% der Arktis sowie weitere 31 Korallenriffe im Atlantik für Offshore-Bohrungen sperrt.

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau schloss sich Obama an und stoppte ebenfalls entsprechende Lizenzen für arktische Gewässer für die nächsten fünf Jahre.

„Durch unsere neuen Gesetze und die Stopps, die Kanada installiert hat, können wir gemeinsam ein einzigartiges Ökosystem schützen, das sich so kein zweites Mal auf der Erde finden lässt”, sagte Obama.

Das Team rund um Donald Trump hat allerdings schon jetzt verlauten lassen, dass es einige Regelungen und Gesetze, die Obama in den letzten Jahren zum Schutz der Umwelt erlassen hatte, so schnell wie möglich aufheben will.

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Aber das ist einfacher gesagt als getan. Zumindest was dieses neue Gesetz betrifft.

Denn die neue Verordnung zum Schutz der Arktis und Teile des Atlantiks wird durch ein Gesetz von 1953 legitimiert, das Obama die dauerhafte Sperrung von Gewässern für Offshore-Bohrungen erlaubt. Die Sperrung soll laut Gesetz auch von keinem neuen Präsidenten aufgehoben werden können.

Das wird Trump nicht für immer aufhalten, sollte er das Gesetz so schnell wie möglich wieder außer Kraft setzen wollen. Aber: Experten und Umweltschützer hoffen, dass das Gesetz den Schutz der Gewässer für längere Zeit garantieren kann und Trumps Kabinett erst einen langwierigen Gerichtsprozess durchlaufen müsste, um auch nur einen Hauch an Chance zu haben, die Sperrung aufzuheben.

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Fürs Erste heißt es aber aufatmen. Denn fürs Erste ist das arktische Ökosystem geschützt und damit auch die Eisbären, die Grönlandwale, seltene Fischarten und sämtliche weitere Meeresbewohner der Arktis bzw. der Korallenriffe im Atlantik.