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Umweltschutz

Das Filmteam von „Blue Planet 2“ sammelte jedes Stück Plastik, das ihnen begegnete

Man könnte meinen, Tierfilmer zu sein, sei der beste Beruf der Welt: Man beobachtet Löwen, die in der Sonne Afrikas dösen, Kängurus die durch Australien hüpfen und Wale, die in den Ozeanen schwimmen. Was die Filmemacher einfangen, sind atemberaubende Bilder.

David Attenborough ist einer von ihnen, ein Meister auf seinem Gebiet: Seit mehr als 60 Jahren dreht der 91-Jährige (!) Tier- und Naturfilme. Er ist dafür bekannt, die spektakulärsten Aufnahmen aus dem Tierreich zu liefern. Bei seiner neuen Serie „The Blue Planet 2“ beweisen er und sein Team mal wieder, wie man Zuschauer zum Staunen bringt.

Doch dieses Mal machten die Filmemacher viel mehr als nur gute Bilder: Das Team von Blue Planet 2 hat jedes Stück Plastik gesammelt, auf das sie während der Dreharbeiten gestoßen sind, schreibt BBC Earth auf Twitter. „Wo immer das Team Plastik schweben sah, sammelten sie es ein - manchmal wurde es zuerst gefilmt, danach aus dem Ozean gefischt“.

Manchmal allerdings ließ sich das Plastik nicht mehr einsammeln - was den Filmemachern das Herz brach.   

So mussten sie mit ansehen, wie Seevögel ihre Küken mit Plastikfetzen fütterten, sagte Attenborough zum Start der Serie im September. „Es gibt eine Aufnahme eines jungen [Albatros], der gefüttert wird, und was kommt aus dem Schnabel des Erwachsenen?", sagte Sir David im Gespräch mit Greenpeace. „Kein Sand-Aal, kein Fisch und kein Tintenfisch, was sie am meisten fressen, sondern Plastik. Es ist herzzerbrechend. Herzzerbrechend."

Mehr als acht Millionen Tonnen Plastik landen jedes Jahr in unseren Weltmeeren -  bis 2050 wird vorausgesagt, dass es mehr Plastik im Meer geben wird als Fische. Plastik wird von den Meerestieren gefressen – und beeinflusst damit bereits unsere Nahrungskette. Der durchschnittliche Bürger, der Meeresfrüchte isst, schluckt jedes Jahr rund 11.000 Stücke Mikroplastik, schätzen Forscher der Universität Gent.

Attenborough hofft, dass seine Serie einen Weckruf auslöst und die Botschaft vermitteln wird, dass wir jetzt gegen die Plastikverschmutzung vorgehen müssen. „Wir denken vielleicht, dass wir weit entfernt von den Ozeanen leben, aber das tun wir nicht. Was wir hier tatsächlich tun ... wirkt sich direkt auf die Ozeane aus, und was die Ozeane dann tun, kommt zu uns zurück", sagte er. „Es ist eine Welt. Und sie liegt in unserer Obhut.“

Der Schutz der Meere und das Leben unter Wasser gehört mit Ziel Nummer 14 zu den 17 Nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen. Alle Ziele sind eng miteinander verbunden und nur wenn wir alle Ziele erreichen, können wir eine nachhaltige, gerechte und lebenswerte Welt für Mensch und Tier schaffen.  

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