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Refugees and migrants wearing masks wait to get on a bus after their arrival at the port of Piraeus on May 4, 2020. Greek authorities are moving 400 migrants to the mainland to help ease overcrowded conditions at the camp Moria in Lesbos island.
Petros Giannakouris/AP
Gesundheit

Die UN planen, die Gesundheitsversorgung von Geflüchteten während der Coronakrise zu verbessern

Warum das wichtig ist:
Menschen auf der Flucht sind der COVID-19-Pandemie besonders schutzlos ausgeliefert. Die Global Goals der Vereinten Nationen (UN) fordern Länder weltweit dazu auf, Fluchtursachen zu bekämpfen und diejenigen zu schützen, die aufgrund von Konflikten oder Gewalt aus ihrer Heimat fliehen mussten. Setz dich hier mit uns dafür ein, dass niemand zurückgelassen wird.

In der vergangenen Woche unterzeichneten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) eine neue Vereinbarung. Diese zielt darauf ab, die Gesundheitsversorgung der Millionen Menschen weltweit zu verbessern, die sich aufgrund von Gewalt oder bewaffneter Konflikte derzeit auf der Flucht befinden.

Das neue Abkommen stellt eine aktualisierte Fassung der bereits seit 1997 bestehenden Partnerschaft der beiden UN Behörden dar. Gemeinsam möchten sie den fast 70 Millionen Geflüchteten, Asylsuchenden, Binnenflüchtlingen und Staatenlosen dabei helfen, sich besser vor der COVID-19-Pandemie schützen zu können.

“Die langjährige Zusammenarbeit der UNHCR mit der WHO spielt bei der Eindämmung der Coronavirus-Pandemie und anderer Krisen eine entscheidende Rolle – Tag für Tag verbessert und rettet diese das Leben von Millionen Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten”, sagt Filippo Grandi, Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, in einer Pressemitteilung.

“Unsere verstärkte Partnerschaft kommt den Geflüchteten, Asylsuchenden, Binnenflüchtlingen und Staatenlosen direkt zugute”, so Grandi weiter. “Sie führt zu einer besseren Notfallhilfe und wird die Ressourcen unserer beiden Organisationen bei allen unseren Operationen weltweit optimal nutzen, um die öffentliche Gesundheit auszubauen.”

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Der WHO Generalsekretär Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus betont, dass sowohl die WHO als auch das UNHCR sich dazu verpflichtet haben, die Gesundheit derer zu schützen, die sich auf der Flucht befinden. “Die aktuelle Pandemie zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, zusammenzuarbeiten, damit wir mehr erreichen können”, so Dr. Tedros.

Nun wurde der UNHCR ebenfalls in das Netzwerk des Solidaritätsfonds der WHO aufgenommen. Der Fonds wurde während der Coronakrise ins Leben gerufen, um die Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie weltweit zu unterstützen. Bisher konnten bereits 214 Millionen US-Dollar für Schutzausrüstungen von Gesundheitspersonal und die Intensivpflege, sowie für die Bereitstellung und Entwicklung von Tests, Behandlungsmethoden und Impfstoffen gesammelt werden.

Nun sollen 10 Millionen US-Dollar aus dem Fonds in die Arbeit des UNCHR fließen, um innovative Ansätze der globalen Notfallvorsorge zu unterstützen und die medizinische und gesundheitliche Versorgung von Geflüchteten in Jordanien, Libanon, Kenia, Uganda und dem Südsudan zu verbessern.