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NewsUmwelt schützen

Tierische Retter: Wie diese Hunde beim Walschutz helfen


Warum das wichtig ist
Durch den Klimawandel, Verschmutzung und Verlust von Lebensräumen verringern sich die Tierpopulationen auf der gesamten Welt. Die Vereinten Nationen fordern Länder dazu auf, im Rahmen der Global Goals 14 und 15, die Lebensräume und Ozeane zu erhalten. Wenn du dich für diese und andere Themen einsetzen willst, dann werde hier aktiv. 

Fun Fact: Der Kot von Orcas schwimmt nur ein paar Minuten auf der Wasseroberfläche, bevor er sinkt. Deshalb dürfen diese kleinen Umweltschützer beim Aufspüren keine Zeit verlieren.

In diesem Fall sind die Walretter Hunde, die ihre Schnauzen auf Schnellbooten in die Luft strecken, Wind und Wasser trotzen und  ihre menschlichen Betreuer*innen zu den schwimmenden Fäkalien führen, wie CNN berichtet.

Die Welpen sind als Naturschutzhunde bekannt und werden von Wissenschaftler*innen des Center for Conservation Biology an der University of Washington in Seattle in den USA ausgebildet. Ihnen wird beigebracht, den Kot von verschiedenen Tieren aufzuspüren, darunter Schwarzbären, Geparden und Mäuse. Außerdem lernen sie, chemische Abfälle und verschiedene Arten von gefährdeten Pflanzen aufzuspüren. 

Die Kotproben geben Hinweise auf die Gesundheit der Orca-Wale

Sobald eine Probe eingesammelt wurde, können Wissenschaftler*innen ihre Bestandteile im Labor extrahieren und alles über die Gesundheit des jeweiligen Tieres, seine Ernährung, sein Stresslevel, genetische Marker und mehr erfahren. Im Fall der Orcas helfen die Kotproben dabei zu verstehen, welchen Bedrohungen sie ausgesetzt sind. Das wiederum führt zur Entwicklung von Strategien, um die Wale zu schützen. 

“Ich kann eine einzelne Probe nehmen und sie auf die gleiche Weise verwenden wie Ärzt*innen es bei Blutproben für eine Untersuchung tun”, erzählte Samuel Wasser, Wissenschaftler und Gründer vom Conservation Canines Programm CNN. 

“Wir haben so die Möglichkeit zu sehen, wie sich der Umweltdruck über Raum und Zeit verändert und können dies mit den physiologischen Veränderungen, die das Tier durchläuft, genau verfolgen”, fügte er hinzu. 

Orcas, fälschlicherweise auch als Killerwale bekannt, sind in Gewässern auf der ganzen Welt zu finden. Durch den Eingriff der Menschen in die Umwelt ist die Tierart in den letzten Jahrhunderten stark geschrumpft. Besonders gefährdet sind die Orcas, die vor der Westküste der USA und Kanada leben und als “Southern Resident Killer Whales” bekannt sind. Es gibt nur noch 72 dieser Wale in freier Wildbahn. 

Giftige Schadstoffe gelangen durch den Stoffwechsel in den Kreislauf

Das Team von Samuel Wasser fand anhand von Kotproben heraus, dass der Anstieg von Fehlgeburten bei Walen größtenteils auf Unterernährung und die Anhäufung giftiger Schadstoffe durch menschliche Aktivitäten zurückzuführen sei. 

“Wenn es im Fett sequestriert wird, scheinen diese Giftstoffe wenig Schaden anrichten, doch wenn die Wale anfangen zu hungern, nutzen sie ihr Fett zum Stoffwechsel. Und wenn das passiert, entladen sie die Toxine in den Kreislauf, wo sie großen Schaden anrichten können”, erklärte Wasser CNN.

Die Bedrohungen, denen die Wale ausgesetzt sind, stehen sinnbildlich für die größere ökologische Krise, die derzeit auf unserem Planeten herrscht. 

Der Ozean erwärmt sich durch CO2-Emissionen

Der Ozean ist Heimat für mehr als eine Millionen Arten und wird stark mit Plastik und giftigen Chemikalien gefüllt. Die empfindliche Geräuschkulisse, welche die Tiere zur Echoortung nutzen, wird mit abrasiven Geräuschen durch Schiffe und Bohrungen gestört. Zudem hat der Ozean einen Großteil der überschüssigen Wärme absorbiert, die sich durch Treibhausgasemissionen in der Atmosphäre angesammelt hat und erwärmt sich auf eine Weise, die unzählige Arten bedroht. Zusätzlich wird das Wasser durch ein Überschuss an Kohlendioxid stetig saurer

In seiner Abgeschiedenheit erhält der Ozean selten genug Aufmerksamkeit von den Menschen. Doch der Klimawandel und ein übermäßiger Ressourcenabbau zerstört auch das Festland. Wälder gehen zurück, Wüsten weiten sich aus und Wasserquellen verschwinden.

Immer mehr Länder werden mit Hitzewellen, extremen Stürmen, Küstenerosion und Dürreperioden konfrontiert. Diese Umweltkrisen sind auch in den von Hunden aufgespürten Proben zu sehen — der Kot zeigt, dass die Nahrungsquellen der Orcas durch die Erwärmung der Gewässer geschrumpft sind. 

Wenn du dich jetzt schon für den Klimaschutz einsetzen willst, dann werde hier mit uns aktiv.