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Amal Clooney and George Clooney arrive for the wedding ceremony of Prince Harry and Meghan Markle at St. George's Chapel in Windsor Castle in Windsor, near London, England, May 19, 2018.
Gareth Fuller/Pool Photo/AP
Citizenship

Clooneys spendeten 100.000 US-Dollar, um Einwandererkindern zu helfen, die von Eltern getrennt wurden

Die Menschenrechtsanwältin Amal Clooney und ihr Mann George wollten den Kindern helfen, die an der Grenze zwischen USA und Mexiko von ihren Eltern getrennt wurden und spendeten hierfür eine Summe von 100.000 US-Dollar (ca. 86.000€).

Im vergangenen Jahr haben Beamte der US-Einwanderungsbehörde mehr als 2.300 Kinder von ihren Eltern getrennt, die gemeinsam von Mexiko in die USA kamen. Das Vorgehen führte zu einem internationalen Aufschrei und wurde von vielen Staaten sowie den Vereinten Nationen verurteilt.

Die Trennung von Eltern und Kindern war Teil der "Null-Toleranz"- Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump. Nach anhaltender internationaler Kritik sah Trump sich gezwungen, die Familientrennung an der Grenze per vorläufigem Dekret wieder aufzugeben. Er betonte allerdings, dass diese Verordnung seine "Null-Toleranz"-Politik im Umgang mit illegalen Einwanderer nicht verändern werde. 

Was danach folgte, war für viele der betroffenen Eltern eine nervenaufreibende Irrfahrt durch die US-amerikanische Bürokratie. Auf der Suche nach ihren Kindern mussten sie zahlreiche Hürden nehmen, Anwälte konsultieren und darauf hoffen, den konkreten Aufhaltungsort ihrer Kinder schnellstmöglich ausfindig machen zu können. Diese Suche wurde zusätzlich durch den Umstand erschwert, dass viele der Eltern bereits von der US-amerikanischen Behörde abgeschoben wurden und aus der Distanz heraus agieren mussten.

Das von der Clooney-Stiftung gespendete Geld ging an das “Young Center for Immigrant Children’s Rights” Zentrum an der Universität von Chicago. Die Einrichtung, geleitet von einer Menschenrechtsgruppe, setzt sich für die Rechte unbegleiteter Einwandererkinder ein.

„Irgendwann werden unsere Kinder uns einmal fragen: Stimmt es, hat unser Land wirklich Eltern ihre Babys weggenommen und in Auffanglager gesteckt?", heißt es von den Clooneys in einer gemeinsamen Erklärung.

„Und wenn wir dann mit Ja antworten, werden sie uns fragen, was wir in der Situation getan haben. Was wir gesagt haben. Was unsere Einstellung dazu war", so die Clooneys weiter. „Wir können die Politik dieser Regierung nicht ändern, aber wir können den Leidtragenden helfen.”

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Das Zentrum ist "ein verlässlicher Verbündeter" für unbegleitete, minderjährige Kinder, die kurz vor einer Abschiebung stehen. Das Zentrum tritt für die Interessen der Kinder ein und macht sich außerdem für die Schaffung eines eigenen Rechtssystems für Einwandererkinder stark, das für die Sicherheit und das Wohlergehen dieser Kinder sorgt, hieß es in der Presseerklärung des Zentrums.

Maria Woltjen, Geschäftsführerin des Zentrums, fügte hinzu: „Kinder derart grausam zu behandeln, verletzt nicht nur ihre Rechte, sondern auch ihre Grundbedürfnisse."

„Wir tun alles in unserer Macht stehende, um uns für die Tausenden Kinder einzusetzen, die von ihren Eltern getrennt wurden und jetzt alleine sind, und wir sind dankbar für die großzügige Unterstützung von George und Amal Clooney und der Clooney Stiftung – es hätte zu keinem besseren Zeitpunkt kommen können”, so Woltjen.

Dies war nicht das erste Mal, dass Amal und George Clooney ihre Stiftung nutzen, um einige der drängendsten humanitären Herausforderungen unserer Zeit anzugehen. In der Vergangenheit haben sie sich bereits für die Bekämpfung von Rassismus stark gemacht, Hilfe für syrische Flüchtlingskinder geboten, die TrialWatch-Initiative zur Aufdeckung von Menschenrechtsverletzungen ins Leben gerufen, sowie die Umsiedlung von syrischen und jesidischen Flüchtlingen in die Vereinigten Staaten finanziert.

Amal und George spendeten auch 500.000 US-Dollar an den ‘March for Our Lives’ Protest, der nach der Schießerei an der Parkland Schule in Florida organisiert wurde.

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