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Erfolg für Tierschutz: Italien verbietet Einsatz von ALLEN Tieren in Zirkussen

In den großen Zelten der 100 Zirkusse Italiens wird es ab nächstem Jahr weder Tanzbären, noch Löwenbändiger oder Akrobaten auf Elefanten mehr geben. Um genau zu sein, wird es garkeine Tiere mehr in Zirkussen geben. 

Denn das italienische Parlament hat diesen Monat bekannt gegeben, dass sie den Einsatz von Zirkustieren in den kommenden 12 Monaten gesetzlich verbieten werden. Das neue Gesetz kam als Reaktion auf eine Kampagne von Tierschützern, die darlegten, wie die ‘darstellenden’ Tiere misshandelt und ausgebeutet werden.

„Zirkusse reisen Woche für Woche unter Verwendung von provisorischen, zusammenklappbaren Käfigen von einem Ort zum anderen und können einfach nicht für die Bedürfnisse der Tiere sorgen", teilte die Präsidentin der Organisation 'Animal Defenders International' (ADI), Jan Creamer, in einer Erklärung mit.

In einem Workshop für italienische Gesetzgeber sagte Creamer, dass die Undercover-Ermittlungen ihrer Organisation "die Gewalt und den Missbrauch gezeigt haben, die tagtäglich zum Einsatz kommen, um von diesen Tieren Gehorsamkeit und die Ausführung von Tricks, zu erzwingen" - festgehalten in einem Dokumentarfilm namens 'Lion Ark'.

Laut 'ADI' schließt sich Italien damit rund 40 anderen Ländern an - darunter Mexiko, Griechenland und Singapur - die bereits ähnliche Gesetze zum Schutz von Tieren verabschiedet haben.

Erst letzten Monat verbot Indien den Einsatz von Zirkustieren und stellte den Betrieb in Zirkussen ein, die Tiere auftreten lassen und somit gegen das Tierschutzgesetz des Landes verstoßen. Auch hier kam das Gesetz zustande, nachdem eine mitunter verdeckte Untersuchung ergab, dass „Tiere unter grausamen Bedingungen in Zirkussen gehalten und gefoltert wurden, um Leistungen zu erzielen", so der Direktor der indischen 'Central Zoo' Behörde.

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Tierschützer in den USA richten ihre Aufmerksamkeit derweil auf eine Gesetzesvorlage, die aktuell vom US-Kongress geprüft wird und unter dem 'Traveling Exotic Animal and Public Safety Protection Act' bekannt ist. Der Gesetzentwurf würde den Einsatz von 'exotischen oder wilden Tieren' in Vorführungen wie Zirkusshows verbieten.

Noch muss das Gesetz, das bereits im März ins Rollen gebracht wurde, von einem Ausschuss geprüft werden - aber Tierschützer und Aktivisten in den Vereinigten Staaten sind optimistisch.

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'Leben an Land', Ziel 15 der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung, beinhaltet unter anderem die Verpflichtung, den Schwarzmarkthandel von Tieren zu unterbinden und die Artenvielfalt zu schützen.

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