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Umweltschutz

Keine Kohle mehr für Kanada - Land steigt bis 2030 aus Kohleenergie aus

England, Finnland, Frankreich, Costa Rica, Bangladesch, Äthiopien und viele weitere Länder haben sich in den vergangenen Monaten - angetrieben durch die Klimakonferenzen in Paris und Marrakesch - dazu entschlossen, aus der Kohleenergie auszusteigen.

Und nun gesellt sich auch Kanada dazu!

Ende November hat die kanadische Regierung offiziell bekannt gegeben, dass das Land bis 2030 die Energieversorgung mit Kohle auslaufen lassen will. Gute Neuigkeiten für Menschheit, Natur und Klima!

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„Unser Ziel ist es, die Energie Kanadas im Jahr 2030 zu 90% aus CO2-freien Quellen herzustellen”, sagte Kanadas Umweltministerin Catherine McKenna.

Schon in den letzten Jahren wurde die Energiegewinnung aus Kohle langsam aber stetig zurückgefahren. Doch bis jetzt gab es keinen offiziellen Termin, bis wann genau der Kohleausstieg vollzogen werden sollte. Bis jetzt!

Vier Provinzen in Kanada setzen derzeit noch überwiegend auf Kohleenergie: Alberta, Saskatchewan, Nova Scotia und New Brunswick.

Die anderen Provinzen schauen sich schon seit längerem nach Alternativen um und haben dabei bereits vielversprechende Möglichkeiten gefunden.

Adam_Beck_Complex.jpgAdam Beck Complex in Ontario. Foto von Ontario Power Generation.

„British Columbia, Quebec und Manitoba zeigen zum Beispiel großes Potential für die Energiegewinnung durch Wasserkraft.”, sagte Joe Aldina, Leiter der PIRA Energy Group gegenüber Reuters.

Primär nutzt Kanada die Kohle für die Stahl- und Energieproduktion. Aber in den letzten Jahrzehnten wurde der Einsatz von Kohle zur Energiegewinnung immer weiter runtergeschraubt: 1997 wurden zum Beispiel noch 79 Millionen Tonnen Kohle verbrannt. 2014 waren es hingegen nur noch 35 Millionen Tonnen. Mit der nun gesetzten Deadline werden bis 2030 dann auch diese 35 Millionen Tonnen Kohle verschwinden, so dass Kanada seine Versprechungen, welche sie mit der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens eingangen sind, einhalten können, damit der weltweite Temperaturanstieg unter 1,5° Celsius gehalten werden kann.

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Die Nachrichten aus Kanada lassen hoffen, dass viele weitere Länder diesem Beispiel folgen und Ziele zum Klimaschutz offiziell aussprechen und festlegen. Denn nur so lassen sich die Folgen des Klimawandels in den nächsten Jahrzehnten auf der Welt unter Kontrolle bringen.