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Studenten sammeln Geld, damit Reinigungsmann zu seiner Familie fliegen kann

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Es gibt nichts besseres, um jemandem den Tag zu verschönern, als eine ganz unverhoffte Geste der Nächstenliebe – Herman Gordan versüßte es wohl nicht nur einen einzigen Tag, sondern den gesamten Sommer.

Denn Studenten der Universität Bristol haben insgesamt 1.500 Pfund (rund 1.700 Euro) zusammengeschmissen und dem Reinigungsmann Gordon geschenkt, damit er in den Sommerferien nach Jamaika fliegen kann – in seine alte Heimat.

In einem Video, das sich in den sozialen Medien verbreitete, sieht man Gordan weinen und bekommt eine Ahnung davon, wie viel ihm dieses Geschenk bedeutet. 

Die Studenten hefteten das Geld an einen Brief, in dem sie sich bei Gordan für „all die positive Energie, die du uns über die Jahre gegeben hast“ bedankten.

„Du hast so viele unserer Tage verschönert und wir wollen dir sagen, wie sehr wir dich mögen und schätzen“, schrieben sie weiter. Unterschrieben von den „Bristol Studenten“.

Herman Gordan, mittlerweile 66 Jahre alt, arbeitet seit zwölf Jahren an der Universität. Er kam 1967 als Zwölfjähriger nach Großbritannien und gehört zu der „Windrush Generation“ – die Bezeichnung für jene Menschen, die zwischen 1944 und 1971 aus britischen oder ehemals britischen Gebieten in der Karibik nach Großbritannien einwanderten. Einige seiner Verwandten leben jedoch noch immer in Jamaika. Seit langem hatte er nicht mehr die Gelegenheit, sie zu besuchen.

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Das „Dankeschön“ an Gordan begann mit einem Facebook-Post in einer Studenten-Gruppe. Herman sei „der fröhlichste Mensch“, dem man begegnen könne, schrieb ein Student da. „Wenn du einen Grund suchst, um zu Lächeln, sprich ein oder zwei Minuten mit ihm.“

Dann hatte jemand die Idee, eine Crowdfunding-Kampagne zu starten. Nach nur fünf Tagen hatten sich 230 Menschen beteiligten und die Zielsumme von 1.500 Pfund gespendet.

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Herman Gordon will, dass „seine“ Studenten von positiven Vibes umgeben sind. „Sie sagen nette Dinge zu mir, ich sage nette Dinge zu ihnen und wünsche ihnen Gottes Segen", erklärte er dem britischen Sender Newsbeat. „Ich möchte nicht, dass sie von einer negativen Atmosphäre umgeben sind.“

Säen wir Gutes, kommt Gutes zurück – in Gordans Fall hat sich dieses Sprichwort bewahrheitet.