Global Citizen ist eine Gemeinschaft, die aus engagierten Menschen wie dir besteht.

People who want to learn about and take action on the world’s biggest challenges. Extreme poverty ends with you.

Citizenship

Aus diesem Grund färben Tausende User ihre Insta-Profile blau

Warum das wichtig ist 
Nachdem der ehemalige Präsident Omar Al-Baschir im April gestürzt wurde, herrscht im Sudan Ausnahmezustand. Bei Demonstrationen haben hunderte Menschen durch das harte und gewaltsame Handeln der Sicherheitskräfte ihr Leben verloren, wurden vergewaltigt und verletzt. Da die Pressefreiheit im Sudan sehr eingeschränkt ist, verbreiten sich die Informationen vor allem über die sozialen Medien. Global Citizen setzt sich dafür ein, Gewalt und Konflikte zu beenden. Setz auch du ein Zeichen für Frieden und Freiheit! 

Der gebürtige Südafrikaner Trevor Noah ist vor allem als Spaßvogel bekannt. Auf seinem Instagram-Account findet man Hunde, die auf Laufbändern und Rolltreppen traben, Videos von winzigen Kaninchenbabys und Selfies von Noah – wahlweise mit Kängurus oder Affen.

Doch bei all dem Spaß, hat Noah auch eine ernste, politische Seite. Genau wie Klimaaktivistin Greta Thunberg, US-Schauspielerin Sophia Bush und das britische Model Naomi Campbell – und zig Tausende andere Instagram-Nutzer*innen – färbte er sein Profilbild in simplem Blau. Die Farbe soll auf die Missstände im Sudan aufmerksam machen. 

Seit Monaten herrscht in dem nordostafrikanischen Land Ausnahmezustand. 

Im April wurde der damalige Präsident Omar Al-Baschir vom Militär gestürzt, nachdem es Sitzblockaden und Demonstrationen im Land gab. 

Drei Jahrzehnte war Omar Al-Baschir an der Macht. Seit dem Sturz des Präsidenten regiert das Militär. 

Hunderttausende versammelten sich daraufhin in einem Protestcamp und bildeten Sitzblockaden vor dem Armeehauptquartier in der Hauptstadt Khartum, um für Demokratie und Freiheit zu demonstrieren. Das Militär reagiert auf diese Proteste mit Gewalt. 

Am 3. Juni sind bei der Zerschlagung einer Demonstration mehr als 30 Menschen getötet worden. Augenzeugen zufolge waren es Sicherheitskräfte, die im Zentrum Khartums auf Demonstrant*innen einschlugen und mit Tränengas und scharfer Munition auf sie zielten. 

Ein Sprecher des Übergangsrats bestritt, dass man versucht habe, die Sitzblockade gewaltsam aufzulösen.

I don’t usually like to draw these comparisons, but this time it feels urgent. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Minutes after it started burning, Notre-dame was splashed across front pages and all over news bulletins around the world. Within days, $1 billion was raised for restoration. Meanwhile, there’s a government led massacre in Sudan that has taken the lives of 500 innocent people (including children) and it’s barely receiving any news coverage. It’s heartbreaking to realize that architecture seems to have more value than human lives. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ @khaledbeydoun brilliantly wrote: “3 reasons why the Sudan massacres & humanitarian crisis aren’t receiving the global attention it deserves: 1) The victims are Africans 2) The victims are Black 3) The victims are Muslims” ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ The media’s selective empathy is appalling. It is our duty to raise awareness. Go to this link to find out how you can help: www.gofundme.com/emergency-medical-aid-for-sudan

Ein Beitrag geteilt von Saint Hoax (@sainthoax) am

Aktivist*innen fordern, dass es erst in drei Jahren Wahlen geben sollte, damit zivile Politiker*innen alle sozialen und politischen Netzwerke von Al-Baschirs Partei auflösen könnten, berichtet die Tagesschau. Die Aktivist*innen wollen nur eine "begrenzte militärische Repräsentation" in einem Übergangsrat. Die regierenden Generäle wollen die Macht aber nicht abgeben.

Sudan-Political-Protests.jpgA protester wearing a Sudanese flag flashes the victory sign in front of burning tires and debris on the road, near Khartoum's army headquarters, in Khartoum, Sudan, June 3, 2019.
Image: AP Photo

Die blauen Instagram-Profilbilder sollen die Aufmerksamkeit auf die Geschehnisse und Missstände im Sudan lenken – und sie sollen ein Zeichen der Solidarität mit den Opfern sein. 

Blau war die Lieblingsfarbe des 26-Jährigen Mohamed Mattar, einem der ermordeten Demonstranten. Mattars Freunde haben ihre Profilbilder nach der Ermordung blau eingefärbt. Immer mehr Menschen haben sich seitdem entschlossen, es ihnen gleichzutun.