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Gesundheit

Warum Bill Gates Millionen für Alzheimer-Forschung spendet

Der Milliardär und Global Citizen Bill Gates hat vor kurzem ein weiteres globales Problem auf seine To-Do-Liste gesetzt: Er will Alzheimer heilen.

Nicht er selbst natürlich. Aber er will mit seinem Geld helfen, Alzheimer-Forschungen voranzutreiben. Deshalb investierte Gates jetzt 50 Millionen US-Dollar (rund 43 Millionen Euro) in den Dementia Discovery Fund (DDF) –  einen Risikokapitalfond, der beispielsweise Geld in Start-ups investiert, die neue Methoden zur Behandlung von Demenz entwickeln. Die Organisation mit Sitz in London wird von der Regierung, Stiftungen und der Pharma-Industrie unterstützt.

Weitere 50 Millionen Dollar will Gates direkt an Start-ups spenden, die an Demenz forschen.

Normalerweise fokussiert sich Bill Gates darauf, sein Geld in Forschungsbemühungen zu investieren, die darauf abzielen, übertragbare und ansteckende Krankheiten wie HIV/AIDS, Malaria, Tuberkulose und Lungenentzündung auszurotten.

Alzheimer sei jedoch ein solch massives medizinisches Problem, von dem Millionen Menschen betroffen sind, dass er es nicht ignorieren könne, begründet Gates seinen Entschluss. „Es ist ein riesiges Problem, ein wachsendes Problem, und das Ausmaß der Tragödie - selbst für die Menschen, die am Leben bleiben - ist sehr hoch", sagte Gates in einem Interview mit Reuters .

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Unter Demenz werden verschiedene Leiden zusammengefasst, bei denen die geistige Leistungsfähigkeit sehr stark zurückgeht. Rund 47 Millionen Menschen sind weltweit von der neurokognitiven Krankheit betroffen. Alzheimer ist die weitaus häufigste Form von Demenz. Bei an Alzheimer erkrankten Menschen sterben Gehirnzellen ab ­– die Folge ist Gedächtnisschwund, das Wesen verändert sich. Bisher gibt es weder vorbeugende Impfungen noch ein Heilmittel.

Alzheimer's Disease International (ADI), eine Non-Profit-Organisation, schätzt, dass weltweit alle drei Sekunden ein Mensch Demenz entwickelt und dass die Krankheit bis 2018 rund 1 Milliarde Dollar pro Jahr kosten wird.

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Jüngste von der Organisation veröffentlichte Statistiken deuten außerdem darauf hin, dass die Zahl der Fälle auf der ganzen Welt in den nächsten 30 Jahren erheblich ansteigen wird, da auch die Lebenserwartung steigt.

Gegenwärtig treten fast 60 Prozent aller Demenzfälle in Ländern mit niedrigem Einkommen auf – diese Zahl wird voraussichtlich bis 2050 noch um weitere 10 Prozent steigen.  ADI prognostiziert, dass die Mehrzahl der Fälle in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen auftreten wird.

Global Citizen kämpft mit Kampagnen für das Erreichen der nachhaltigen Entwicklungsziele  der Vereinten Nationen. Das Ziel Nummer drei ist es, eine gute Gesundheitsversorgung für alle Menschen auf der Welt zu schaffen. Das beinhaltet auch, Forschungsinitiativen zu unterstützen. Hier kannst auch du deine Stimme nutzen und aktiv werden.  

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Die Symptome von Alzheimer sind Gedächtnisverlust, räumliche Desorientierung und ein allgemeiner Rückgang kognitiver Fähigkeiten. Das kann vor allem verheerende Auswirkungen auf Menschen haben, die in Gebieten mit wenig oder gar keinem Zugang zu medizinischer Versorgung leben.

Darüber hinaus zeigt die Forschung , dass Menschen, die in Armut leben, oft höhere Erkrankungsraten haben, weil sie weder ausreichend Zugang zu gesunden Nahrungsmitteln noch Platz und Zeit für körperliche Betätigung haben, sowie anderen stressbedingten Faktoren ausgesetzt sind, die mit der Instabilität wirtschaftlicher Benachteiligung verbunden sind.

„Jede Art von Behandlung wäre ein großer Fortschritt gemessen an dem Ausgangspunkt, an dem wir heute stehen. Aber das langfristige Ziel muss Heilung sein", sagte Gates Dr. Sanjay Gupta in einem CNN-Interview . „Ich glaube, es gibt eine Lösung."