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UNHCR Special Envoy Angelina Jolie talks to the media and Syrian refugees at Za'atari camp in Jordan. Almost seven years since the start of the conflict, more than 6 million people remain displaced inside Syria and a further 5.48 million have fled to other countries in the region, creating the biggest refugee crisis since the end of the second world war. On her fifth visit to Jordan since the beginning of the crisis, Angelina Jolie visited families living in Za’atari camp, the largest refugee settlement in the Middle East, home to more than 80,000 Syrians. At a news conference in the camp, Jolie urged the international community to find a “principled end” to the war that respects the human rights of all Syrians and urged donors to help UNHCR support refugees by donating desperately needed funds.
Ivor Prickett/UNHCR
Frauenrechte

Deshalb wünscht sich Angelia Jolie, dass ihre Töchter in ihre Fußstapfen treten

Angelina Jolie ist eine Frau mit vielen Talenten: Sie ist preisgekrönte Schauspielerin, eine Produzentin und Regisseurin. Aber womöglich noch wichtiger als diese Erfolge sind ihre Leistungen außerhalb Hollywoods – wenn sie anderen Menschen hilft, die im Leben weniger Glück hatten als sie selbst. Und obwohl Jolie für die Schauspielerei brennt, ist es die Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe von der sie hofft, dass ihre Töchter sie weitertragen werden.

„Ich sage meinen Töchtern, was dich auszeichnet, ist das, was du für andere bereit bist zu tun. Jeder kann ein Kleid anziehen und Make-up auflegen. Aber es ist dein Verstand, der dich ausmachen wird’", sagte Jolie dem ehemaligen Außenminister John Kerry in einem Interview für die Zeitschrift Elle. „Finde heraus, wer du bist, was du denkst und wofür du stehst. Und kämpfe dafür, dass andere dieselben Freiheiten haben. Ein Leben zu führen, das auch anderen dient, ist lebenswert.”

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Angelina Jolie ist Sondergesandte des UN-Flüchtlingshochkommissars Filippo Grandi und Mitglied des Council on Foreign Relations.

In den vergangenen Jahren ist sie Dutzende Male in Krisengebiete gereist, etwa nach Jordanien und den Irak, und hat die Initiative zur Verhütung sexueller Gewalt in Konfliktregionen mitgegründet, berichtet CNN.

Ihr exklusives Interview mit Elle ist ungewöhnlich – nicht nur, weil das Interview von einem ehemaligen Präsidentschaftskandidaten und Kabinettsmitglied des Weißen Hauses geführt wurde, sondern auch, weil Jolie seit 2016 in keinem Film mehr zu sehen war. Das Interview ist nicht etwa Teil eines Hollywood-Plans.

Jolie hat aktuell keine Projekte, für die sie werben könnte, abgesehen von ihrem großen Projekt, die Rechte von Frauen zu verteidigen – und das ist möglicherweise ihr wichtigstes.

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„Ich war ziemlich unpolitisch, als ich jünger war“, sagt Jolie. „Als ich begann mich mit Menschenrechtsthemen zu befassen und Flüchtlinge und Überlebende zu treffen, wollte ich hauptsächlich etwas lernen... Aber an einem bestimmten Punkt merkst du, dass das nicht genug ist. Du musst die Wurzel des Problems finden.” Und in Konfliktgebieten ist die Wurzel des Leidens der Frauen häufig mit der systematischen, geschlechtsspezifischen Diskriminierung und einer allgegenwärtigen Abwertung von Frauen verbunden.

„Ich traf immer wieder Flüchtlinge, die systematische Vergewaltigungen erlebt haben – Vergewaltigungen, die als Waffe benutzt wurden. Dennoch gab es praktisch keine Verurteilungen. Das brachte mich dazu, mit Regierungen und Gesetzgebern zusammenzuarbeiten“, erklärte sie. „Wenn es darauf ankommt, behandeln wir Gewalt gegen Frauen immer noch als ein geringeres Verbrechen.“

Kerry stimmte Jolies Beobachtung zu und stellte fest, dass die mangelnde Aufmerksamkeit für Gewalt gegen Frauen ein seit langem bestehendes Problem ist. Es brauche ganzheitliche Lösungsansätze und die erforderten auch die Einbeziehung von mehr Frauen, damit diese Systeme reformiert werden können. „Als ich ein junger Staatsanwalt war, glaubten viele Leute nicht, dass Gewalt gegen Frauen ein Verbrechen ist“, sagte Kerry. „Wir haben versucht, mit dieser alten Denkweise aufzuräumen, indem wir Beratungsprogramme für Vergewaltigungsopfer ausbauten und mehr Staatsanwälte anstellten und förderten."

Das ist genau das, was Jolie nun tun möchte. Sie will nicht nur Gesetze ändern, sondern auch die Art, wie Menschen über Frauenrechte und sexuelle Gewalt denken.

„Ich denke daran, wie hart Frauen gekämpft haben, um uns dahin zu bringen, wo wir heute sind", sagte Jolie, nur wenige Wochen vor dem Internationalen Frauentag am 8. März. „Dabei zählt alles: Angefangen damit, wie du dich in deinem täglichen Leben verhältst und wie du zu deinen eigenen Rechten stehst, bis hin zur Solidarität, die man mit anderen Frauen auf der ganzen Welt teilt."

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