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Umweltschutz

2020 war der wärmste Januar seit Beginn der Wetteraufzeichnung

Warum das wichtig ist 
Uns bleiben nur noch zehn Jahre, um die nachhaltigen Entwicklungsziele (auch Global Goals) der Vereinten Nationen bis 2030 zu erreichen. Dafür ist es entscheidend, dass wir weitreichende Maßnahmen zum Klimaschutz auf den Weg bringen, um unsere Umwelt und das Leben von Tieren und Menschen auf der Erde zu schützen.

Dieser Januar kam euch echt warm vor? Die gute Nachricht: Auf euer Gefühl ist Verlass. Die schlechte Nachricht: Die steigenden Temperaturen verheißen nichts gutes.

Denn der erste Monat des neuen Jahrzehnts brach Rekorde: Es war der wärmste Januar in Europa und – zusammen mit Januar 2016 – auch der wärmste Jahresbeginn weltweit, seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen 1881. Diese Zahlen gab der europäische Klimawandeldienst Copernicus bekannt. 

Die Situation in Europa

Besonders hoch war der Temperaturanstieg in Europa. In Gesamteuropa stieg die Temperatur um 3,1 Grad, in einigen Regionen im Nordosten Europas lagen die Temperaturen sogar 6 Grad über dem Mittel der Jahre 1981 bis 2010. Vielerorts erreichten die Temperaturen zweistellige Werte. In Deutschland war der Ort Ohlsbach bei Offenburg einer der Spitzenreiter: Am 9. Januar wurden 16 Grad Celsius gemessen, einer der höchsten Werte hierzulande.

Ein Blick auf die Temperaturen weltweit 

Der weltweite Mittelwert überstieg den bisher wärmsten Januar 2016 mit 0,03 Grad sehr knapp. 2016 war das Jahr, in dem das Phänomen El Niño (zu deutsch: das Christkind) weltweit das Wetter verrückt spielen ließ. Am Horn von Afrika traf es die Menschen besonders schlimm. Die auftretenden Dürren sind in Regionen wie Ostafrika ein wiederkehrendes Phänomen. Doch die kontinuierlich steigenden Temperaturen führen zu stärkeren und immer häufigeren Dürren und bringen Tiere und Menschen in lebensbedrohliche Situationen. Mehr als 40 Millionen Menschen in Afrika waren dadurch auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. In Entwicklungsländern tragen die Menschen deutlich weniger zum Klimawandel bei, doch leiden sie am stärksten unter den steigenden Temperaturen. 

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Ein anhaltender Trend

Die Entwicklung ist ein stetiger und besorgniserregender Trend: Nach Angaben von Copernicus waren die vergangenen fünf Jahre auch die fünf heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Periode 2010 bis 2019 war zudem das bisher heißeste Jahrzehnt. Klimaforscher*innen weltweit sind alarmiert und fordern die Weltgemeinschaft zum Handeln auf.