Global Citizen ist eine Gemeinschaft, die aus engagierten Menschen wie dir besteht.

Menschen, die etwas über die größten Herausforderungen der Welt lernen und aktiv werden wollen. Leiste deinen Beitrag, um extreme Armut zu beenden.

Dr. Martin Luther King Jr. shakes his fist during a speech in Selma, Ala., Feb. 12, 1965.
Horace Cort/AP
Citizenship

7 Anti-Rassismus-Aktivist*innen aus den USA, die du kennen solltest

Warum das wichtig ist
Noch immer sind struktureller Rassismus und Diskriminierung sozialer Minderheiten weit verbreitet. Doch es gibt auch Hoffnung: Denn immer mehr Menschen nutzen weltweit ihre Stimme, damit alle Menschen ein gleichberechtigtes und sicheres Leben führen können. Schließ dich der Bewegung an und werde hier mit uns aktiv.

Martin Luther King Jr., Harriet Tubman, Malcolm X, Rosa Parks und Frederick Douglass dürften Namen sein, die den meisten Menschen auf Anhieb einfallen, wenn es um die Schwarze Bürgerrechtsbewegung in den USA geht. Doch hinter diesen großen Vorbildern stehen Tausend weitere mutige Frauen und Männer, die sich gegen Rassismus und Unterdrückung einsetzen.

Heute ist die Protestbewegung für die Rechte von Schwarzen vielfältiger und weltweit sichtbarer denn je geworden. Was sie eint, ist das Bewusstsein für die noch immer herrschende Ungerechtigkeit weltweit, sowie die Hoffnung auf einen grundlegenden systemischen Wandel.

Folgende sieben Schwarze Aktivist*innen sind einige der Gesichter der Bewegung, die du kennen solltest.

1. Bryan Stevenson

Bryan Stevenson ist der Gründer und Geschäftsführer von The Equal Justice Initiative (EJL), einer Non-Profit-Organisation, die sich für Gerechtigkeit im Strafrechtssystem der USA einsetzt. Die EJL kämpft gegen Masseninhaftierungen von Schwarzen und übermäßig hohe Strafen, sowie gegen den tiefgreifenden Rassismus in der Umsetzung des Strafrechts in den USA.

Stevenson ist setzt sich für eine Abschaffung der Todesstrafe ein, die mit überproportionaler Mehrheit Schwarze trifft. Die EJL hat bereits Hunderte Fälle angefochten, bei denen eine Verurteilung zur Todesstrafe angeordnet wurde.
Zudem hat die EJL eine sorgfältige Untersuchung der Geschichte von sogenannten Lynchmorden in den USA durchgeführt – also Morde, bei denen ohne richterliches Urteil im Rahmen einer Selbstjustiz gehandelt wurde. Dank ihrer Nachforschungen konnten über 800 verborgene Fälle dieser Gräueltaten aufgedeckt werden. Durch seine Arbeit hofft Stevenson, eine vollständige und ehrliche Aufarbeitung der Abgründe der US-amerikanischen Geschichte herbeizuführen.

2. Ciara Taylor

ciara.pngCiara Taylor

Ciara Taylor hat die Initiative Dream Defenders in den USA mitbegründet. Die Dream Defenders sind eine wachsende Gemeinde an Menschen, die für soziale Gerechtigkeit kämpfen und den Status Quo ändern wollen. Taylor war hier als Direktorin für Politik und politisches Bewusstsein tätig. Sie ist Expertin im Analysieren von Machtstrukturen, die Ungleichheiten in den USA und weltweit aufrechterhalten und klärt Menschen darüber auf, wie sie positive Veränderungen in ihren eigenen Gemeinden hervorbringen können.

Ähnliche Geschichten 3. Juni 2020 Warum es wichtig ist, dass wir uns zu Rassismus äußern – auch wenn wir nicht betroffen sind

Heute ist Taylor Teil der Bürgerrechtsbewegung Code Pink, die sich dafür einsetzt, auf die verheerenden Folgen der US-amerikanischen Interventionen im Irak aufmerksam zu machen. Zudem engagiert sich Code Pink für die Beendigung von Kriegen und Krisen weltweit.

3. Ashley Jackson

Ashley Jackson leitet die Human Rights Campaign (HRC) in Alabama, eine der größten Organisationen für die Rechte von LGBTQ+-Mitgliedern in den Vereinigten Staaten. Jackson beschäftigt sich vor allem mit den Faktoren, die zu der Stigmatisierung von Menschen in Gesellschaften führen können, wie etwa die eigene Herkunft, Sexualität oder Armut. Zudem hat Jackson entscheidend dazu beigetragen, dass die gleichgeschlechtliche Ehe in den USA anerkannt wird.

2015 startete sie die Kampagne “Equality Is Our Business” der HCR, um Gleichberechtigung am Arbeitsplatz und im Bewerbungsprozess zu fördern. Als Gründerin weiterer Organisationen setzt sich Jackson auch dafür ein, Menschen der LGBTQ+-Gemeinde sichere Orte zum Lernen und Beisammensein zu schaffen. “Gleichberechtigung lohnt sich auch wirtschaftlich, Ein Grund mehr, unsere Gesetzgeber*innen daran zu erinnern, Unternehmer*innen in Alabama dazu aufzufordern, die LGBTQ+-Gemeinde zu unterstützen und zu einzubeziehen”, so Jackson in einer  Pressemitteilung. “Unabhängig von unserer Herkunft sollten wir uns darauf einigen können, dass jede*r mit Respekt und Würde behandelt werden sollte.”

4. Maya Wiley

Maya Wiley kämpft seit langem für eine gerechtere Gesellschaft – etwa durch ihr Engagement bei der führenden US-amerikanischen Bürgerrechtsorganisation, Bildungsinitiativen und der Anwaltskanzlei NAACP Legal Defense.
Zudem gründete sie das Center for Social Inclusion in New York mit dem Ziel, strukturellen Rassismus und Diskriminierung abzubauen und Chancengleichheit in Gesellschaften zu fördern.

Das Institut konzentriert sich darauf, die Gleichberechtigung in der Nahrungsmittelversorgung und die gesellschaftliche sowie wirtschaftliche Teilhabe von People of Color voranzubringen. Dafür hat Wiley beispielsweise mit Landwirt*innen in South Carolina zusammengearbeitet, um Arbeitskollektive und neue Absatzmärkte aufzubauen. Zudem hat sie sich für die finanzielle Förderung des Bildungswesens in Mississippi eingesetzt. Im Rahmen des Maya-Wiley-Stipendiums hilft sie dabei, lokale Aktivist*innen und angehende Politiker*innen ausfindig zu machen und zu unterstützen.

Ähnliche Geschichten 12. Juni 2020 Warum der Kampf gegen COVID-19 und Rassismus nur gemeinsam gewonnen werden kann

5. Michelle Alexander

Die Bürgerrechtlerin Michelle Alexander ist eine der führenden Stimmen für eine Reform der Strafjustiz in den USA. Ihr bahnbrechendes Buch "The New Jim Crow" hat in den USA eine breite Debatte ausgelöst. Hier beschreibt Alexander die weiterhin bestehende Verbindung zwischen Sklaverei und dem tiefgreifenden strukturellen Rassismus in den USA.

Alexanders Werk offenbart die rassistische Voreingenommenheit des US-amerikanischen Strafrechtssystems und deren verheerenden Folgen für Schwarze Gemeinden im ganzen Land. Als Juristin, Bürgerrechtlerin und regelmäßige Mitarbeiterin nationaler Nachrichtensendungen setzt sie sich vehement für eine gerechtere Gesellschaft ein. Während ihrer Zeit bei der ACLU startete sie die "Driving While Black or Brown”-Kampagne, um die Praktik des sogenannten “Racial Profiling” gegen People of Color im Strafrechtssystem offenzulegen.

6. Shaun King

Der US-amerikanische Schriftsteller, Bürgerrechtler und Mitbegründer der Wahlinitiative Real Justice PAC Shaun King setzt sich unermüdlich für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung ein. King nutzt soziale Medien, um seine enorm wachsende Followerschaft über Ungerechtigkeiten im Strafrechtssystem und insbesondere Polizeigewalt aufzuklären. Dabei engagiert er sich sowohl für die Rechte von Transgendern, als auch für den Umweltschutz und den Abbau von Korruption in der Politik.

At @harvard this past weekend

A post shared by Shaun King (@shaunking) on

Zudem ist King Teil der Black Lives Matter Bewegung und des “Injustice Boycott” – einer Initiative, die Druck auf politische Entscheidungsträger*innen erzeugt, indem sie ihre Anhänger*innen zu wirtschaftlichen Interventionen aufruft. Neben diesem bereits beeindruckendem Einsatz reist King regelmäßig durch die USA, um junge Student*innen und Gemeinden zu inspirieren, gemeinsam aktiv zu werden.

7. Melanie Campbell

Embed Tweet

Melanie Campbell ist seit mehr als 20 Jahren in der Bürgerrechts-, Frauenrechts- und sozialen Menschenrechtsbewegung aktiv. Heute engagiert sich sich bei der National Coalition on Black Civic Participation (NCBCP) für die Verbesserung der Wahlbeteiligung unter Schwarzen Jugendlichen und für die Bekämpfung der Unterdrückung von Schwarzen Wähler*innen im ganzen Land.

Zudem leitet Campbell den Black Women’s Roundtable, der "öffentliche Politikforen, Führungstrainings und Kampagnen für bürgerliches Engagement und Aufklärung" durchführt,  um Schwarze Frauen mit den Fähigkeiten und Ressourcen auszustatten, die sie benötigen, um soziale Probleme in ihren Gemeinden anzugehen.